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Abschied aus Handball-Wohnzimmer – letzte Pokal-Endrunde in Hamburg

Kiel hat noch eine Rechnung mit dem TBV Lemgo offen

Hamburg/Lemgo

Der Rekordsieger, der Titelverteidiger, der Bundesliga-Spitzenreiter und ein Neuling: Das Feld bei der Endrunde um den deutschen Handball-Pokal verspricht einen würdigen Abschied aus Hamburg.

Chefmotivator an der Seitenlinie: TBV-Trainer Florian Kehrmann hofft auf einen weiteren Coup gegen Kiel im Pokal. Foto: Thomas F. Starke

Die Arena am Volkspark wird zum letzten Mal nach 28 Endrunden seit 1994 Gastgeber des Turniers, neuer Austragungsort ist von 2023 an Köln.

Nicht nur deshalb sind die Teilnehmer entsprechend motiviert. „Ich will jeden Titel. Egal wie oft. Das ist für mich wie für andere Leute Drogen“, sagte Sander Sagosen den „Kieler Nachrichten“. Der Norweger trifft mit dem Rekordchampion THW Kiel im ersten Halbfinale am Samstag (13.30 Uhr/Sky) auf Titelverteidiger TBV Lemgo. Mit den Lippern haben die Zebras als elffacher Pokalsieger noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr hatten die Kieler im Halbfinale mit 28:29 gegen Lemgo verloren. „Wir werden mit sehr viel Euphorie anreisen. Die Bilder aus dem letzten Jahr sind bei uns allen noch präsent und wir brennen darauf, mit über 1000 Lemgoer Fans im Rücken auflaufen zu dürfen“, sagte TBV-Trainer Florian Kehrmann, der als Spieler mit Lemgo den Pokal 2002 holte.

Das zweite Semifinale bestreiten im Anschluss (16.10 Uhr/ARD und Sky) der SC Magdeburg und der HC Erlangen. Der Liga-Spitzenreiter aus Sachsen-Anhalt ist von der Papierform her klarer Favorit gegen die Franken, die sich erstmals für das Final Four qualifiziert haben. Erlangens Nationalspieler Christoph Steinert sieht sein Team aber nicht chancenlos: „Wir haben auf dem Weg nach Hamburg mit der SG Flensburg-Handewitt und der HSG Wetzlar zwei Teams bezwungen, die in der Bundesliga vor uns stehen“, sagte der 32-Jährige.

Das Endspiel wird am Sonntag (13.25 Uhr/ARD und Sky) angepfiffen. Für Lemgo und Erlangen besteht die große Möglichkeit, sich noch für die European League zu qualifizieren. Dafür würde sogar schon der Einzug in das Endspiel reichen. Sowohl Magdeburg als auch Kiel haben durch ihre Platzierung in der Liga die Teilnahme an der Champions League oder der European League fast sicher. Beim Final Four werden sowohl der Videobeweis als auch der Auszeit-Buzzer eingesetzt. Beides Techniken, die von der kommenden Serie an auch in der Bundesliga zum Standard gehören sollen.

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