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Carlsbogard erzielt zehn Tore und zeigt wie Youngster Hangstein eine starke Leistung

Lemgo kämpft in Leipzig vergeblich

Leipzig (WB). Der TBV Lemgo hat in der Handball-Bundesliga zum neunten Mal in Folge nicht gewonnen. Beim SC DHfK Leipzig mussten sich die Lipper am Donnerstag trotz einer starken Vorstellung mit 34:32 (17:16) geschlagen geben. In der Schlussviertelstunde fehlte den stark ersatzgeschwächten Gästen ein wenig die Kraft. Kurz vor Spielbeginn hatten mit Fabian van Olphen und Dani Baijens zwei weitere Stammkräfte passen müssen.

Hans Peter Tipp

Jonathan Carlsbogard gelangen zehn Tore für den TBV Lemgo. Foto: Thomas F. Starke

»Wir sind ja mit einer Rumpftruppe angetreten«, sagte TBV-Trainer Florian Kehrmann: »aber der muss ich ein Riesenkompliment machen. Wir hatten Leipzig am Rande der Niederlage. Heute hat die Leistung eigentlich gepasst, das Ergebnis leider nicht.« Was den Lemgoern in Leipzig gefehlt habe, so Kehrmann, sei lediglich eine Alternative gewesen, die »einen frischen Input gebracht hätte«.

Im ersten Durchgang egalisierte Lemgo nicht nur einen frühen 5:10-Rückstand (14. Minute), sondern verwandelte ihn unmittelbar vor dem Seitenwechsel durch Lukas Zerbe in eine 17:16-Pausenführung. Diesen Vorsprung baute der TBV im zweiten Durchgang zunächst auf 22:19 (39.) aus. Bei diesem Treffer setzte der überragende Schwede Jonathan Carlsbogard den Torschützen Bjarki Mar Elisson geschickt mit einem Pass hinter dem Rücken ein. Doch nach dieser schönen Aktion übernahm Leipzig das Geschehen und beim 26:25 die Führung.

Leipzig - Lemgo 34:32 (16:17)

DHfK-Tore: Gebala 7, Krzikalla 6/6, Wiesmach 5, Binder 4, Semper 3, Kristjansson 2, Mamic 2, Witzke 2, Janke 1, Milosevic 1, Weber 1 - TBV-Tore: Carlsbogard 10, Elisson 9/1, Hangstein 5, Schagen 4, Cederholm 2, Guardiola 1, Zerbe 1 - Zuschauer: 3643

Lemgo geriet sogar 28:31 (55.) ins Hintertreffen, gab aber nicht auf. Mit dem Mute der Verzweiflung kämpften sich die Lipper wieder heran. Selbst als dem am Donnerstag stark agierenden Youngster Fynn Hangstein (fünf Tore) in der 59. Minute beim Stand von 31:33 ein Fehlpass unterlief, setzten die Gäste nach. Andreas Cederholm brachte die Lipper per Tempogegenstoß mit dem 32:33 (60.) noch einmal in Schlagdistanz. Leipzig wackelte.

Lemgo öffnete noch einmal die Deckung. DHfK-Trainer André Haber reagierte mit einer Auszeit. 18 Sekunden standen da noch auf der Uhr. Es war richtig spannend vor 3643 Zuschauern. Doch Leipzig behielt die Ruhe, und Nationalspieler Franz Semper sorgte kurz vor der Schlusssirene mit seinem dritten Tor zum 34:32 für die Entscheidung. »Heute freue ich mich einfach darüber, dass wir gewonnen haben«, sagte Leipzigs Trainer Haber nach dem zweiten knappen Sieg in Folge: »Dass wir 10:5 vorn liegen und den Gegner mit einer Führung in die Halbzeit gehen lassen, das geht aber nicht.« Seine Mannschaft übernahm mit 14:6 Punkten vorerst Platz sechs.

Für die Lipper, die mit 4:16 Zählern weiter Rang 16 belegen, geht es nach der Länderspielpause erneut auswärts weiter – am 3. November in Göppingen.

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