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Kreis Lippe erwartet Stellungnahme von Bauantragsteller Westfalenwind

Gauseköte: Militär lehnt Windräder ab

Detmold

Windräder auf dem Kamm des Teutoburger Waldes? In dieser Woche läuft die Frist für das Unternehmen Westfalenwind ab, zu einer ablehnenden Stellungnahme des Militärs Stellung zu beziehen.

Eine Simulation: So könnten die Windräder auf dem Teutoburger Wald aussehen. Foto: Westfalen-Wind

Das teilte der Kreis Lippe am Montag mit. Interessierte Bürger, Politiker und Unternehmen hätten sich zuletzt verstärkt beim Kreis nach dem Stand des Antragsverfahrens für Windkraftanlagen im Bereich der Gauseköte erkundigt.

Die Briten hatten erklärt, die Windräder seien eine Gefahr für tieffliegende Flugzeuge, die den Truppenübungsplatz Senne ansteuerten, und die Bundeswehr hatte sich dieser Einschätzung angeschlossen.

„Auf die Festlegung von Tiefflugkorridoren hat der Kreis Lippe keinen Einfluss“, sagte Kreissprecher Steffen Adams. Die Bundeswehr lege die Korridore eigenständig fest, sie müssten nicht beantragt oder genehmigt werden. Nach Angaben der Bundeswehr sei der Flugkorridor über der Gauseköte seit Jahrzehnten etabliert und diene vor allem dem Übungsbetrieb der Nato-Truppen.

In einer weiteren Stellungnahme hat die Bundeswehr die Bedeutung des Flugbetriebs für die Belange der Landesverteidigung nochmals detaillierter dargestellt. In der Stellungnahme wird ausgeführt, dass dies der Errichtung der Windenergieanlagen grundsätzlich entgegenstehe.

Zu dieser Stellungnahme hat der Kreis den Antragssteller der Baugenehmigung im Rahmen einer sogenannten Anhörung um Stellungnahmegebeten. Adams: „Die erneute Anhörung zur Ablehnung durch das Militär ist ein normaler Verfahrensschritt, denn im Verfahrensprozess prüfen der Antragssteller, beteiligte Organisationen und der Kreis stets die vorgebrachten Argumente.“ Der Antragssteller könne seine Sicht vorzubringen. „Eine Antwort des Antragsstellers liegt bisher nicht vor, sie ist abzuwarten und muss dann geprüft werden“, erklärt Olrik Meyer, Fachbereichsleiter Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Mobilität beim Kreis Lippe.

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