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Flugplatzfest Oerlinghausen mit mehr als 12.000 Besuchern – mit Video

Ansturm auf den »Kanzler-Helikopter«

Schloß Holte-Stukenbrock/Oerlinghausen (WB). Der Himmel war am Pfingstwochenende über Ostwestfalen-Lippe wild bewegt. Etwa 12.000 Besucher haben beim Flugplatzfest des Luftfahrtzentrums Oerlinghausen an drei Tagen Fliegerluft geschnuppert.

Uschi Mickley

Der »Kanzler-Helicopter« erweist sich beim Flugplatzfest in Oerlinghausen am Pfingstwochenende als starker Publikumsmagnet. Daim Tangermann, Tom-Ole Huwendiek, Philipp, Olaf und Justus Feldmeyer erleben eine spannende Vorführung. Foto: Uschi Mickley

»Das ist cool. Da sitzt sonst die Kanzlerin drin«, ruft Alexander Harder aufgeregt, als er am Samstagnachmittag in den »Kanzler-Hubschrauber« klettert.

Der wuchtige, blau-weiße Eurocopter hat sich bei dem Spektakel als besondere Attraktion erwiesen. Der Fünfjährige wirft sich in die blauen Polster und genießt kurz das VIP-Gefühl. Von der Besatzung erfährt er, dass der »Cougar AS532« über eine Telefonanlage und eine kleine Küche verfügt. Bald jedoch muss er wieder hinaus, denn hinter der Absperrung hat sich bereits eine lange Schlange gebildet. Zahlreiche Luftfahrtfans ergreifen die seltene Gelegenheit, einen Blick ins Innere der sonst streng abgeschirmten Maschine zu werfen. Von der Flugbereitschaft der Luftwaffe wurde der Helikopter, der normalerweise in Berlin für hochrangige Politiker eingesetzt wird, zur Verfügung gestellt.

Die Blicke richten sich gen Himmel

Alle Blicke richten sich gen Himmel, als die bunten Schirme der Bad Lippspringer Fallschirmspringergruppe Skilive am Himmel schweben und einer nach dem anderen sicher auf dem Boden landet. Wenig später reißt dann auch die Wolkendecke auf und die herausgeputzten Propellermaschinen, die am Boden zur Schau gestellt werden, glänzen farbenfroh in der Sonne. Derweil fiebert Ruth Evelyn Astroth ihren ersten Flug mit einem Segelflieger entgegen. Nach einer Einweisung durch Pilot Helmut Ossenbrink braust der Zweisitzer über die Startbahn und hebt ab. »Es war spitzenmäßig, die Aussicht war einfach fantastisch« schwärmt die 13-Jährige, die das 20-minütige Abenteuer sehr genossen hat. Sie könnte sich sogar vorstellen, selbst einmal zu fliegen. Begeistert ist auch ihre Mutter Ines, die einen Rundflug in der Antonov II, dem größten Doppeldecker der Welt gewagt hat. »Nostalgie pur. Es knattert und riecht nach Öl und Benzin. Das ganze Armaturenbrett hat gewackelt«, beschreibt die Oerlinghauserin das Erlebnis.

Spektakulär war auch das übrige Programm mit dem Modellflug, einem Feuerwerk, Fallschirmspringen und Kunstflugvorführungen allemal. Flugleiter Sebastian Hund ist am Montagmorgen mit dem Flugbetrieb sehr zufrieden. »Bisher ist alles nach Plan verlaufen. Bei den Motorflugzeugen haben wir pro Tag mehr als 100 Starts und Landungen zu bewältigen. Heute haben wir vermutlich etwas mit Seitenwind zu kämpfen«.

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