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90 Gespanne starten beim Fahrturnier in Schlangen

Abkühlung im Wasserhindernis

Schlangen (WB). Für den Fahr- und Kutschenverein Teutoburger Wald ist das Fahrturnier an der Fürstenallee doppelt gut gelaufen: Die mehr als 90 Gespanne waren vollauf begeistert von den Bedingungen. Und die eigenen Fahrer haben tolle Platzierungen geholt.

Sonja Möller

Maren Kuba war mit Wallach Meddis drittbeste Fahrerin aus Lippe. Foto: Sonja Möller

Bei den Lippischen Meisterschaften konnten sich gleich zwei Fahrer des Schlänger Vereins platzieren. Den Titel holte wie berichtet Andreas Fromme mit dem neunjährigen Welsh-D Felinmor Merlyn, der die Meisterschaft bereits im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Fromme: »Dabei war ich nach dem ersten Turniertag nur Vierter, aber beim Geländefahren habe ich aufgeholt.«

Überraschend Dritte wurde Maren Kuba. Die 25-Jährige ist zum ersten Mal mit Haflinger Meddis in der Klasse A Einspänner Ponys gestartet. Bereits in der Dressur zeigte sie eine überzeugende Leistung und bekam die Wertungsnote 6,9 (Platz 7). Im Hindernisfahren belegte sie mit einer Zeit von 121,36 Sekunden den zwölften Platz der Prüfung.

Im Geländefahren bewies die Nachwuchshoffnung des Schlänger Fahr- und Kutschenvereins Nerven und lenkte den zwölfjährigen Wallach Meddis geschickt um die Hindernisse herum. In der kombinierten Wertung holte sie den achten Platz. Damit war sie gleichzeitig drittbeste lippische Fahrerin. »Ich bin total zufrieden. Wir haben unser Ziel mehr als erreicht für den ersten Start in dieser Klasse. Meddis ist sicher durchs Gelände gegangen. Platz drei ist da das Sahnehäubchen obendrauf.«

Auch Trainer Martin Horstmann freut sich für Maren Kuba: »Sie ist unsere Nachwuchshoffnung. Sie hat gestern eine tolle Dressur gezeigt. Da merkt man, dass sie und Meddis ein eingespieltes Team sind.« Beifahrerin war Anke Horstmann, Besitzerin von Meddis. Die 49-Jährige ist selbst mit dem Wallach in der höheren Klasse M in der Dressur gestartet. Von 20 Startern belegte sie am Ende Rang sieben und schaffte es damit noch, sich zu platzieren. »Das war toll«, sagt Anke Horstmann zufrieden.

Eignungsprüfung zum Bundeschampionat

Anke und Martin Horstmann sind mit zwei Nachwuchspferden in der Eignungsprüfung zum Bundeschampionat des schweren Warmbluts angetreten und durften am Ende jubeln: Mit der fünfjährigen Gwen holte Martin Horstmann die Note 7,6 und gewann damit die Qualifikation. Vom 24. bis 26. August tritt der Schlänger Fahrlehrer mit der Stute in Moritzburg an. Anke Horstmann war ebenfalls zufrieden: Sie holte mit dem fünfjährigen Eugen die Wertungsnote 6,9 und wurde Vierte. Obwohl sie damit knapp an der Qualifikation vorbeischrammte, für die man mindestens eine 7,0 braucht, blieb die routinierte Fahrsportlerin gelassen: »Eugen wusste noch nicht genau, was er machen muss. Dafür hat er das super gemacht. Ich habe viele Eindrücke gesammelt und weiß jetzt, woran ich arbeiten muss.«

Das Fahrturnier 2018 war für den Fahr- und Kutschenverein Teutoburger Wald mal wieder ein großer Erfolg. Auch wenn die Temperaturen fast schon zu warm waren, waren alle Starter voll des Lobes, erzählt Martin Horstmann: »Die Resonanz der Teilnehmer war sehr überschwänglich. Alle waren begeistert von den Hindernissen und wollen wiederkommen.« Der Platz an der Fürstenallee zeichnet sich vor allem durch beste Bodenverhältnisse für die Fahrsportler aus. Auch das Ambiente mit dem freien Blick in die Landschaft gefiel vielen Fahrern.

Ralf Penke bedankte sich vor allem für das Verständnis der Anwohner: »Es ist ganz toll, dass sie uns so unterstützen. Und das, obwohl hier so viel los war«, sagt der Vorsitzende des Fahr- und Kutschenvereins.

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