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Schlänger Bürgermeister würdigt Arbeit der Mitarbeiter der Rettungswache

Danke für 802 Mal Hilfe

Schlangen (WB). Die Rettungswache in Schlangen musste in den vergangenen zwölf Monaten zu insgesamt 802 Einsätzen ausrücken. Das sind knapp fünf Prozent mehr als noch 2018. Die Wache wird bekanntlich von der Johanniter-Unfall-Hilfe im Auftrag des Kreises Lippe betrieben.

Klaus Karenfeld

Der Weihnachtsbesuch des Bürgermeisters bei den Mitarbeitern der Johanniter-Rettungswache hat Tradition (von links): Adrian Winkler (Johanniter), Gabriele Simon (Johanniter), Wehrführer Ralf Heuwinkel, Bürgermeister Ulrich Knorr, Björn Möhwald (Johanniter), Jürgen Düning-Gast (Verwaltungsvorstand beim Kreis Lippe), der stellvertretende Wehrführer Dirk Obenhausen, Matthias Schröder (Regionalvorstand der Johanniter) und Achim Reineke (Teamleiter des Rettungsdienstes beim Kreis Lippe). Foto: Klaus Karenfeld

Traditionell kurz vor Jahresende schaut Bürgermeister Ulrich Knorr in der örtlichen Rettungswache vorbei, um im Namen der Gemeinde Danke zu sagen. So war es auch dieses Mal. Ausdrücklich lobte Knorr bei der Gelegenheit die enge wie vertrauensvolle Zusammenarbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe mit der örtlichen Feuerwehr und dem Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe.

Bürger reagieren positiv

Der Bürgermeister sieht sich in seiner Einschätzung durch „viele positive Rückmeldungen” aus der Bevölkerung bestätigt: „Wir alle sind sehr froh, dass es die Rettungswache hier bei uns in der Sennegemeinde gibt.”

Das sieht auch Jürgen Düning-Gast, Verwaltungsvorstand beim Kreis Lippe, so: „Die Johanniter- Unfall-Hilfe leistet hier in Schlangen wie andernorts auch hervorragende Arbeit und wird gebraucht.”

Rettungswache

Bis 2012 kam ausschließlich der Bad Lippspringer Rettungswagen, wenn aus Schlangen unter der Telefonnummer 112 ein Notruf einging. Seitdem ist ein eigener Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Sennegemeinde stationiert. Inzwischen sind die sechs im Schichtdienst tätigen Helfer in einem neu geschaffenen Anbau in der Paderborner Straße 31 direkt neben der Feuerwache untergebracht. Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Bad Lippspringe kommt aktuell nur noch in der Zeit von 22 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens in Schlangen zum Einsatz.

In diesem Zusammenhang wies Düning-Gast darauf hin, dass die Zahl der Rettungseinsätze in Schlangen in den vergangenen zwölf Monaten von 765 auf 802 gestiegen sei. Kreisweit sehe die Situation etwas anders aus, auch das machte Düning-Gast deutlich: „Auf ganz Lippe bezogen verzeichnen wir im Jahresvergleich einen leichten Rückgang bei der Zahl der Rettungsfahrten, und zwar von insgesamt 30.805 auf nunmehr 30.105.” Für 2022 kündigte Düning-Gast einen erstmals gemeinsamen Rettungsbedarfsplan der Kreise Höxter, Lippe und Paderborn an.

Von einem „guten und vertrauensvollen Miteinander vor Ort” sprach ebenso Matthias Schröder. Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Er betonte nachdrücklich: „Wir sind froh, hier als Rettungsdienst für den Kreis Lippe und die Gemeinde Schlangen verantwortlich tätig zu sein. Und das seit immerhin sieben Jahren.”

Von einer vorbildlich guten Zusammenarbeit mit der Rettungswache sprach bei dem Termin auch Wehrführer Ralf Heuwinkel. „Gerade im zu Ende gehenden Jahr wurden wir gemeinsam vor nicht einfache Aufgaben gestellt.” Als Beispiel nannte er „verschiedene sehr schwere Verkehrsunfälle, die uns alle physisch wie psychisch sehr gefordert haben”.

Jüngste Anschaffung hat 190 Pferdestärken

Beim Besuch des Bürgermeisters präsentierte die Rettungswache auch ihre jüngste Anschaffung: Seit etwa sechs Wochen kommt in der Sennegemeinde ein neues Rettungsfahrzeug zum Einsatz. „Dabei handelt es sich um einen 190 PS starken Mercedes Sprinter”, wie Björn Möhwald im SZ-Gespräch erläuterte. Möhwald leitet den Rettungsdienst der Johanniter im Regionalverband Lippe-Höxter.

Der neue Rettungswagen ist mit einem blinkenden Powerblitz im Windspoiler und einem Kreuzungsblitz an beiden Seiten ausgestattet. „Für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist es nicht nur wichtig, dass Rettungsfahrzeuge gehört, sondern auch gesehen werden.”, stellt Möhwald klar. Power- und Kreuzungsblitz sorgen demzufolge für eine noch bessere Wahrnehmung im Straßenverkehr.

Der neue Rettungswagen wurde übrigens komplett auf LED-Beleuchtung umgestellt. Der einfache wie einleuchtende Grund: Im Gegensatz zu den herkömmlichen Halogenlampen haben LED-Lichter eine deutliche längere Lebensdauer und sind wartungsarm.

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