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Sascha Schiller ist der neue 1. Vorsitzende des VfL Schlangen

„Die PS auf die Straße bringen“

Schlangen

Der VfL Schlangen hat einen neuen 1. Vorsitzenden: Der 38-jährige Sascha Schiller formulierte in seiner Antrittsrede mit klaren Worten gleich sehr konkrete Vorstellungen.

Führungswechsel beim VfL Schlangen: Vorgänger Werner Tegeler gratuliert seinem Nachfolger, dem neuen 1. Vorsitzenden Sascha Schiller. Foto: Phil Hänsgen

Neben den Wahlen ging es in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Sibille Ostmann um die Zukunftspläne des Vereins, aber auch um einen ausgiebigen Blick zurück auf die vergangenen beiden, extrem von der Corona-Pandemie beeinflussten Jahre.

Der neue VfL-Vorsitzende übernimmt den Posten von Werner Tegeler, der eigentlich schon 2020 aufgehört hatte. Sascha Schiller kommt aus der Nähe von Hameln, hat zwei Töchter und ist 2016 nach Schlangen gezogen. Zwei Jahre später trat er der Tischtennisabteilung bei. Beruflich leitet er die Fakultät Maschinenbau an der Universität Paderborn. In seinem neuen Amt möchte er in Zukunft „die PS auf die Straße bringen“, wie Schiller es in seiner ersten Ansprache als Vorsitzender formulierte: „Ich habe keine Angst vor dieser neuen Aufgabe. Zusammen wollen wir neue Strategien entwickeln und das große Potenzial im Verein nutzen.“ Schiller selbst bezeichnet sich als sehr offenen und direkten Menschen, der im VfL mit Transparenz und ehrenamtlicher Vorerfahrung die kommenden Aufgaben angehen und die Ziele erreichen wolle.

Diese wurden ebenfalls im Verlauf der Jahreshauptversammlung thematisiert. In naher Zukunft sollen vor allem die Stärkung der Jugend in der Vereinsstruktur und das Sportstättenkonzept im Fokus stehen. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass Schlangen dringend eine weitere Sporthalle benötige, da es mit der AHF-Gesamtschule und der einhergehenden Oberstufe sonst zu viele Überschneidungen in der Belegung gebe. Entsprechende Ansprechpartner in der Politik habe man schon gefunden und sei dort auf offene Ohren gestoßen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für den Verein ist die 2024 anstehende Feier des 125-jährigen Jubiläums, für das die Planungen bereits in den kommenden Wochen beginnen sollen. „Dass es uns schon so eine lange Zeit gibt, ist beachtlich und bedarf einer großen, mehrtägigen Feier“, sagte der 2. Vorsitzende Mirco Bockhoff und ergänzte: „Wir wollen dieses besondere Jubiläum angemessen würdigen und fangen deshalb schon früh mit der Vorbereitung dieses speziellen Ereignisses an.“

Das dominierende Thema in den Berichten der Abteilungen waren die mit der Corona-Pandemie verbundenen Beeinträchtigungen des Vereinslebens in den vergangenen zwei Jahren. Folgen davon waren beispielsweise der Ausfall der Saison 2021 bei den Basketballern oder auch die Einstellung des Meisterschaftsbetriebs in der Tischtennisabteilung. Zudem seien viele Veranstaltungen – vor allem bei den Turnern und den Handballern – ausgefallen, wobei teilweise versucht worden sei, das Leben in den Abteilungen auch über einige Onlineangebote aufrechtzuerhalten.

Neben diesen weniger erfreulichen Punkten gab es allerdings auch gute Nachrichten zu vermelden: Die Anzahl der Mitglieder ist in dieser schwierigen Zeit beinahe gleichgeblieben. Dementsprechend positive Worte fand Bürgermeister Marcus Püster in seiner kurzen Rede: „Der VfL ist ein starker Verein, der die Pandemie gut überstanden hat. Die Mitarbeiter leisten allesamt hervorragende Arbeit und auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde kann ich nur lobend hervorheben.“ Diesen erfreulichen Eindruck will der VfL nun natürlich auch unter seinem neuen Vorsitzenden Sascha Schiller bestätigen. Die Führungsriege vervollständigen Mirco Bockhoff (2. Vorsitzender), Horst Koberstein (1. Kassierer), Christiane Autsch (2. Kassiererin/Mitgliederverwaltung), Winfried Lange (1. Geschäftsführer) und Frank Buchholz (2. Geschäftsführer).

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