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300.000 Euro aus Projekt „Moderne Sportstätten 2022“ für Maßnahmen in Schlangen

Drei Vereine teilen sich Fördermittel

Schlangen

Drei Schlänger Sportvereine dürfen auf finanzielle Unterstützung für dringende Baumaßnahmen hoffen. Der Tennisclub, der Angelsportverein und der Reit- und Fahrverein Schlangen sollen Zuwendungen aus dem Projekt „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten. Insgesamt sind 300.000 Euro zu verteilen. Die geplanten Maßnahmen werden derzeit von der NRW-Staatskanzlei geprüft.

Uwe Hellberg

Der Angelsportverein Schlangen möchte ein neues Vereinsheim am Ochsensee bauen. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes an den Herrenwiesen wird als nicht wirtschaftlich eingeschätzt. Die Gesamtkosten werden auf 197.598 Euro beziffert. Foto: Uwe Hellberg

„Erstmalig in der politischen Sportgeschichte wurden vom NRW-Landesgesetzgeber öffentliche Finanzmittel proportional der Einwohnerzahl auf die Region der Gemeindesportverbände landesweit zur eigenverantwortlichen Selbstverwaltung verteilt“, erläutert Werner Tegeler, Projektkoordinator beim Gemeindesportverband Schlangen (GSV). „Die örtlichen GSV mussten lediglich bei der Kommune das formelle Benehmen, also eine Stellungnahme, einholen und bestätigen lassen, dass die Projekte im Sinne einer zukunftsorientierten Sportstättenentwicklung sind.“

Damit konnte das erste Hauptziel des Förderprogrammes laut Tegeler schon erreicht werden: den großen Sanierungsstau bei den Vereinen, die Eigentum haben und für „Dach und Fach selbst verantwortlich sind“, zu beseitigen. Damit sei außerdem erneut bewiesen worden, dass die Eigenverantwortlichkeit der Sportorganisationen mit dem Ziel dem Gemeinwohl zu dienen, funktioniere.

„Die erfolgreiche Abwicklung dieser Aufgabe vor Ort sollte auch als Beweis gelten, dass sich der ehrenamtliche Einsatz in den Vereinen lohnt und sollte ein Ansporn dafür sein, dass sich mehr Menschen berufen fühlen, sich ehrenamtlich einzusetzen“, betont Werner Tegeler. Denn: „Starker Sport bedeutet auch starke Kommune“.

Tegeler spricht von „langwierigen internen Verhandlungen und vielen Abstimmungsgesprächen“. Mit dem FC Fortuna Schlangen hatte auch ein vierter Verein Mittel aus dem Projekt beantragt, etwa für den Neubau von Sozialräumen und die Erweiterung der Volksbank Arena. Nachdem die Lokalpolitik öffentlich die Notwendigkeit der Maßnahme in Frage stellte, zog der Verein seinen Antrag zurück.

Die vom Gemeindesportverband schließlich entschiedene Priorisierung der verbliebenen Maßnahmen liegt nun bei der Staatskanzlei NRW zur Vorprüfung. Nach deren Abschluss wird eine Förderentscheidung erstellt. Dann erfolgt die Antragstellung bei der NRW-Bank.

Der Tennisclub Schlangen soll 76.465 Euro aus dem Projekt „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten. Der TC möchte in 16 Einzelmaßnahmen seine Plätze, Geräteräume und das Vereinsheim sanieren. Außerdem sind Baumfällarbeiten geplant. Die Gesamtkosten werden mit 85.015 Euro beziffert, rund zehn Prozent übernimmt der Verein als Eigenanteil.

Der Angelsportverein (ASV) Schlangen plant einen Neubau des Vereinsheimes am Ochsensee. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes wird als nicht wirtschaftlich eingeschätzt. Die Gesamtkosten sind mit 197.598 Euro kalkuliert. Aus dem Projekt „Moderne Sportstätte 2022“ sind 123.545 Euro vorgesehen, 37,5 Prozent der Gesamtkosten steuern die Angler als Eigenanteil bei.

Die Sanierung des Hallendachs und Ersatz einer Bewässerungsanlage für die Reithalle im kleinen Bruch in Oesterholz möchte der Reit- und Fahrverein Schlangen umsetzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 116.404 Euro. 99.990 Euro sollen als Zuwendung an den Verein fließen, der rund 14 Prozent noch einmal als Eigenanteil aufbringt.

„Der Gemeindesportverband hat seine Hausaufgaben gemacht, nun liegt die Entscheidung in Düsseldorf“, sagt Werner Tegeler.

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