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SPD-Fraktion möchte Gemeinde als familienfreundliche Kommune stärken und ausbauen

Ein Baum für jedes Neugeborene in Schlangen

Schlangen

Die Schlänger Sozialdemokraten fordern ein erweitertes Betreuungsangebot für werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis drei Jahren, das direkt in der Gemeinde angeboten werden soll. Einen entsprechenden Antrag soll der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft in seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Juni, beraten.

Von Uwe Hellberg

Michael Zans (SPD) möchte ein erweitertes Betreuungsangebot für Familien in Schlangen. Foto: Roland Polczer

„Insgesamt möchten wir unsere Gemeinde als familienfreundliche Kommune stärken und ausbauen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Zans. Gemeinsam mit dem Kreis Lippe als Träger der Jugendhilfe solle die Gemeindeverwaltung ein solches erweitertes Betreuungsangebot entwickeln, denn Schlänger Familien hätten zwar die Gelegenheit, Angebote des Kreises unter der Überschrift „Frühe Hilfen“ wahrzunehmen, diese würden aber leider nicht vor Ort durchgeführt. Zans: „Das möchten wir verändern.“

Diese „Frühen Hilfen“ sollen Eltern, Kinder und Jugendliche stärken und schützen. Der Kreis Lippe beschreibt dies selbst auf seiner Homepage so: „Frühe Hilfen sichern dabei die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung und Teilhabe und stützen Eltern bei der Erziehung und Förderung ihrer Kinder.“

Modellprojekte in der Nachbarschaft

Michael Zans betont, dass die Schlänger Familienzentren bereits ein erfolgreiches Unterstützungsangebot vor Ort seien. „Wir möchten, dass sich darüber hinaus weitere Formate hier in Schlangen etablieren.“ Dabei richten die Sozialdemokraten den Blick auf die Nachbarschaft: So sei das Modellprojekt „Mambini“ in Lage zur Gesundheitsförderung für Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr ein gutes Beispiel. Das gelte auch für das Café Kinderwagen mit Familienhebammenstunde, wie es die Stadt Detmold anbiete. Und schließlich nennt Zans auch das Projekt der Familienkrankenschwester in Paderborn als mögliches Format.

Im Antrag der SPD-Fraktion wird auch angeregt, dass die Gemeindeverwaltung prüfen soll, wie es zu realisieren sei, dass in Schlangen für jedes Neugeborene ein Baum gepflanzt wird. Außerdem wünscht sich die SPD, die Einführung eines Willkommen-Briefes an die Eltern nach der Geburt ihres Kindes direkt durch den Bürgermeister.

Angebote sollen 2023 wirksam werden

Für ein Neugeborenes einen Baum zu pflanzen, sei eine alte Tradition, die die Sozialdemokraten wiederbeleben möchten. Zans: „Grundsätzlich kann das auf dem eigenen Grundstück geschehen, was allerdings nicht immer möglich sein dürfte.“ Es müsse geprüft werden, ob und wo die Gemeinde alternative Flächen hierfür anbieten könne. Für die Auswahl der Baumart sollte dann von der Verwaltung ein Vorschlag gemacht werden.

Die SPD-Fraktion möchte, dass die Angebote im Jahr 2023 wirksam werden. Selbstverständlich müssten hierzu Mittel in den Haushalt 2023 eingeplant werden.

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