1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Schlangen
  6. >
  7. Erweiterung der Kita Gartenstraße in Schlangen hat begonnen

  8. >

Gemeinde gewährt Investitionskostenzuschuss

Erweiterung der Kita Gartenstraße in Schlangen hat begonnen

Schlangen

Die Zeichen stehen auf Veränderung: Die Kindertagesstätte Gartenstraße in Schlangen wird um einen Anbau erweitert. Die Betonbodenplatte ist bereits gelegt. Mit Ende dieser Baumaßnahme soll auch das bestehende Kita-Gebäude saniert und umgebaut werden.

Von Klaus Karenfeld

Architekt André Rohde (Zweiter von links) blickt zusammen mit Bürgermeister Marcus Püster (links), Kita-Leiterin Vera Rolf und Thomas Friebel, Geschäftsführer des Bildungs- und Diakonievereins Schlangen, auf die Baupläne. Foto: Klaus Karenfeld

Die Pläne für den Kita-Anbau reichen mehrere Jahre zurück. Bereits im Herbst 2017 hatte der evangelische Bildungs- und Diakonieverein Schlangen als Träger der Einrichtung einen Förderantrag gestellt. Der Zeitpunkt war günstig, denn seinerzeit hatten Bund und Länder ein aus Sicht der Kita maßgeschneidertes Förderprogramm auf den Weg gebracht. Mit ihm sollten speziell ältere Kindergärten und Kindertagesstätten auf den neuesten baulichen und technischen Stand gebracht werden.

Und dafür gab und gibt es gerade vor Ort eine Reihe triftiger Gründe, wie Geschäftsführer Dr. Thomas Friebel vom Trägerverein bei einem Vororttermin deutlich machte: „Seit der Eröffnung der Kita Gartenstraße 1974 haben sich die Anforderungen an die pädagogische Arbeit insgesamt stark verändert. War die Kindertagesstätte damals in der Mittagszeit zum Beispiel zwei Stunden geschlossen, werden heute bis zu 60 Kinder von 7 bis 17 Uhr auch über Mittag betreut.

Daraus ergibt sich eine deutliche Veränderung auch des hauswirtschaftlichen Bereiches. Die Größe der Küche beispielsweise entspricht nicht den aktuellen Anforderungen. Auch ein ansprechender Rückzugsort für Kinder, die in der Kita über Mittag verbleiben, ist nicht vorhanden.“ Nicht besser, so Friebel, sehe es heute noch im Sanitärbereich aus. Aktuell gebe es neben der Kinder­toilette lediglich eine zwei Quadratmeter kleine Toilette für das Betreuungspersonal und mögliche Besucher. Ein behindertengerechtes WC fehle gänzlich.

Im Mai 2021, vier Jahre später, traf beim Trägerverein endlich der positive Bewilligungsbescheid des Kreises Lippe ein, das Bauprojekt in der Kita Gartenstraße mit 625.630 Euro zu fördern. „Mit André Rohde stand uns von Anfang an ein versierter wie innovativer Architekt zur Seite, der das Bauprojekt bis heute mit einer wahren Engelsgeduld begleitet“, machte Friebel deutlich.

Die Beton-Bodenplatte für den Anbau der Kita Gartenstraße ist bereits gelegt. Foto: Klaus Karenfeld

Der neue Anbau wird Rohdes Plänen zufolge insgesamt etwa 180 Quadratmeter groß sein. Hier soll unter anderem ein ausreichend großer Personalraum für die aktuell 14 Mitarbeiterinnen der Kita entstehen. Der Vorteil: Hier wird es künftig unter anderem möglich sein, die pädagogische Arbeit der Kita im Detail zu planen, individuelle Konzepte zu entwickeln und mögliche Mitarbeitergespräche zu führen.

25 Quadratmeter großer Intensivraum geplant

Den Planungen zufolge wird der Anbau erstmals auch Platz für einen etwa 25 Quadratmeter großen Intensivraum bieten. „Dieser Bereich ist im Wesentlichen für Kleingruppenarbeit, Elterngespräche und Maßnahmen der integrativen Betreuung bestimmt“, erläutert Vera Rolf, Leiterin der Kita Gartenstraße.

Sind die Anbau-Arbeiten abgeschlossen, folgt in einem zweiten Schritt der Umbau im Bestandsgebäude. Die bestehenden Kindertoiletten werden um ein barrierefreies wie behindertengerechtes WC ergänzt. Auch an ein ausreichend großes WC für Erwachsene ist gedacht. Und schließlich soll der bisherige Mehrzweckraum in einen Kinder-Schlafraum umgewandelt werden. Der bisherige Mehrzweckraum wird im Anbau untergebracht.

Arbeiten sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein

Architekt und Trägerverein haben auch den Küchenbereich der Kita ins Blickfeld genommen. Bekanntlich ist der Bildungs- und Diakonieverein ebenfalls Träger der Kita Sternschnuppe in Oesterholz. Von dort kommt von Montag bis Freitag auch das täglich frisch zubereitete Mittagessen. Die Planungen sehen vor, den Küchenbereich der Kita Gartenstraße auf etwa 25 Quadratmeter zu vergrößern; zusätzlich soll ein neuer Eingang für die Anlieferung des täglichen Mittagessens geschaffen werden.

Und das alles kostet natürlich. „Sollte es am Ende doch zu höheren Kosten kommen – beispielsweise durch Mehraufwendungen bei der Materialbeschaffung – steht ein Investitionskostenzuschuss der Gemeinde in Höhe von maximal 32.000 Euro in Aussicht“, macht Bürgermeister Marcus Püster deutlich. Das entspricht fünf Prozent der Gesamtsumme. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat nach teilweise kontroverser Diskussion 2021 getroffen.

Püster konnte sich bei dem Termin auch vom Start der Baumaßnahme überzeugen. So ist die Beton-Bodenplatte für den Anbau bereits am 3. Mai gelegt worden. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten Ende 2022 abgeschlossen sein.

Startseite
ANZEIGE