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Einstimmiges Votum im Schlänger Ausschuss für Soziales und Gesellschaft

Neubau einer Feuerwehrwache soll geprüft werden

Schlangen

Die Gemeindeverwaltung soll in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr prüfen, ob der Neubau einer zentralen Feuerwache für Schlangen möglich ist. Dafür sprachen sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft einstimmig aus.

Von Uwe Hellberg

Soll an der Feuerwehrwache in Schlangen ein Anbau entstehen oder eine zentrale Wache an einem neuen Standort gebaut werden? Das soll nun genau geprüft werden. Foto: Uwe Hellberg

Die Gesetzeslage zwingt die Kommune zum  Handeln. Sie muss den rechtlichen Anforderungen an die Schwarz-Weiß-Trennung gerecht werden. Diese Regelung schreibt die räumliche Trennung in der Wache vor: In der Fahrzeughalle soll die Dienstkleidung getragen werden, in den Gruppenräumen oder im Büro ist das verboten. Verunreinigte Kleidung und Ausrüstung soll nicht mit sauberen Gegenständen und Bereichen in Kontakt kommen.

Weil der Gemeinderat zum Schluss gekommen ist, dass ein Anbau an der Feuerwehrwache in Schlangen erforderlich ist, hat er im September beschlossen, eine Förderung aus dem Sonderprogramm Feuerwehrgerätehäuse zu beantragen. Der Anbau wird mit exakt 923.250 Euro veranschlagt. Die SPD-Fraktion hat  angesichts dieser Kosten mit einem Antrag den Bau einer neuen zentralen Feuerwehrwache zur Diskussion gestellt. In ihrem Antrag hatte die SPD zum Vergleich auf den geplanten Neubau eines Gerätehauses in Ostenland hingewiesen, für den die Summe von 6,6 Millionen Euro veranschlagt worden sei.

Friedel Lübbertsmeier erläuterte den Antrag am Donnerstagabend dem Ausschuss. „Der energetische Zustand der jetzigen Wache ist alles andere als befriedigend“, stellte Lübbertsmeier fest. „Nun können wir also knapp eine Million Euro in einen Anbau stecken und dann bleibt alles weiter so. Wollen wir das?“ Er rief dazu auf visionär zu denken. Vorausschauend zu planen, bedeute aber zunächst Fakten zu sammeln, neben feuerwehrtechnischen Erfordernissen müsse auch die Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Und mit Hinweis auf die vorhandenen Gerätehäuser in den Ortsteilen betonte Lübbertsmeier: „Uns geht es auch darum, die örtlichen Strukturen zu erhalten.“

Hannes Schoodt (CDU) erklärte: „Diesem Antrag können wir uns nur anschließen. Die Bausubstanz an der Feuerwehrwache ist wirklich sehr alt. Die CDU geht bei diesem Prüfvorhaben mit.“ Deutliche Zustimmung erhielt der Antrag auch von der Partei. Henning Schwarze: „Wir müssen langfristig denken.“

Neben Gebäudesubstanz und Wirtschaftlichkeit, darin herrschte Einigkeit, müssten natürlich auch feuerwehrtechnische Erfordernisse auf den Prüfstand. Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Schlangen folgte auf den Besucherplätzen der öffentlichen Sitzung. Gemeindebrandinspektor Ralf Heuwinkel erklärte auf Anfrage des Ausschussvorsitzenden Michael Zans: „Für uns in Schlangen gilt laut Gesetz, dass bis zum Eintreffen am Einsatzort zehn Minuten vorgegeben sind. Das können wir derzeit einhalten. Bei einem neuen Standort für eine Wache, werden sich die Zeiten verändern. Deshalb ist es wichtig, dass als Grundlage und zur Rechtssicherheit ein Gutachten erstellt wird für mögliche Standorte.“

Für die planerische Tätigkeit müsste Geld im Haushalt 2023 bereit gestellt werden, so die SPD in ihrem Antrag. Dieser steht auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates, der am Donnerstag, 15. Dezember, zur letzten Sitzung des Jahres zusammenkommt.

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