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Vor zehn Jahren brannte die Gaststätte „Zum Felsen“ ab – die Ruine blieb

Schandfleck soll Wohnhaus weichen

Schlangen-Kohlstädt

Vor fast zehn Jahren ging die Gaststätte „Zum Felsen“ in Kohlstädt in Flammen auf. Ein technischer Defekt hatte das Großfeuer am 11. April 2011 ausgelöst. Die Reste der Brandruine wurden bis heute nicht beseitigt. Doch endlich gibt es Hoffnung.

Klaus Karenfeld

Anstelle der Brandruine soll in der Lippspringer Straße 9 ein neues Wohnhaus entstehen. Grafik: Paluch und Partner

Vor fast zehn Jahren ging die Gaststätte „Zum Felsen“ in Kohlstädt in Flammen auf. Ein technischer Defekt hatte das Großfeuer am 11. April 2011 ausgelöst. Die Reste der Brandruine wurden bis heute nicht beseitigt. Doch endlich gibt es Hoffnung: Ein Investor will den Berg aus Bauschutt abtragen und an dieser Stelle ein Haus mit vier Wohneinheiten und einer Penthouse-Wohnung errichten.

Das Grundstück in der Lippspringer Straße 9 ist insgesamt 1.070 Quadratmeter groß. Noch türmen sich Berge von Schutt und Müll auf der weitläufigen Fläche. „Aber das soll sich ändern“, sagt Peter Bratfisch, der die Immobilie erworben hat.

Auf dem Grundstück sollen ein dreigeschossiges Wohngebäude mit vier jeweils 90 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen und einer ebenfalls großzügig geschnittenen Penthauswohnung entstehen (130 Quadratmeter). Ein Aufzug steht nach Aussage des Investors genauso zur Verfügung wie eine ausreichende Anzahl an Pkw-Stellplätzen. Vorgesehen ist auch ein weitläufiger Außen- und Grünbereich.

„Der Blick und die Nähe zu Teutoburger Wald und Eggegebirge machen den Standort besonders attraktiv“, ist Bratfisch überzeugt. Von Vorteil sei auch die nahe gelegene Verkehrsanbindung von Kohlstädt aus über die B1 neu nach Paderborn.

Als Träger des Bauprojekts zeichnet das in Bielefeld ansässige Unternehmen V-Nova-Haus GmbH verantwortlich. Der Verkauf der Wohnungen erfolgt durch das Immobilienbüro Paluch und Partner aus Soest.

Der geplante Neubau wäre sicherlich auch im Interesse der Kohlstädter Bürger. In der Vergangenheit gab es zwar wiederholt Initiativen, die Reste der mitten im Ort gelegenen Brandruine zu beseitigen und die Immobilie einer neuen Nutzung zuzuführen. Doch am Ende waren alle diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt.

So hatte sich im Jahr 2019 auf Initiative der Schlänger SPD eine Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“ gebildet und eine groß angelegte Unterschriftensammlung durchgeführt. Die Aktion stand seinerzeit unter dem plakativen Motto: „Die Brandruine muss abgerissen werden!“. Und die Resonanz war beachtlich. Insgesamt 660 Bürgerinnen und Bürger trugen sich in die Listen ein, die wenig später an Landrat Dr. Axel Lehmann übergeben wurden.

Nun soll also an eben dieser Stelle in der Lippspringer Straße 9 ein neues Wohnhaus entstehen. Und viele Kohlstädter hoffen, dass die Brandruine mitten im Ort bald endlich der Vergangenheit angehört.

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