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Musik, Sport, Festkommers und ein Fußball-Lokalderby zum 100-Jährigen

Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt feiern vier Tage

Schlangen

Während in London Zehntausende der Queen zum 70-jährigen Thronjubiläum huldigten, haben es zeitgleich die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt ebenfalls so richtig krachen lassen.

Von Klaus Karenfeld

Die Band „Die Wehder“ sorgte schon zum Auftakt auf dem Vereinsgelände der SF Oesterholz-Kohlstädt für Partystimmung.Die Band „Die Wehder“ sorgte schon zum Auftakt auf dem Vereinsgelände der SF Oesterholz-Kohlstädt für Partystimmung. Foto: Bianca Kurzer

Auf dem Vereinsgelände Am Paradies galt es, neben dem Sportfest auch ein rundes Jubiläum zu feiern: „100 Jahre Sport in Oesterholz“.

Die thüringische Party-Band „Die Wehder“ sorgte gleich zum Auftakt für reichlich Feierlaune. „Die sechs Künstler waren ein echter Glücksgriff“, freute sich Vorsitzender Reinhard Richter im Gespräch mit dieser Zeitung. Eigentlich sollte der Auftritt um 1 Uhr enden, Zuschauer und Zuhörer ließen die Gruppe aber erst nach etlichen Zugaben um 2.30 Uhr von der Bühne ziehen.

Mehrere kleine statt eines großen Zeltes

Das erste Sportfest nach zwei Jahren Corona-Pause konnte aber auch mit einigen optischen wie dekorativen Veränderungen überzeugen. Statt eines einzigen großen Festzelts gab es mehrere kleinere Pagodenzelte, die den Abend über in bunten Lichterfarben angeleuchtet wurden.

Die neu gegründete Taekwondo-Gruppe stellte sich am zweiten Festtag dem Publikum vor. Foto: Bianca Kurzer

Der zweite Festtag stand ganz im Zeichen des Sports. Die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt nutzten die Gelegenheit, um für sich und den Breitensport vor Ort kräftig die Werbetrommel zu rühren. Mit von der Partie war auch die neu gegründete Taekwondo-Gruppe, die sich erstmals auf einer mobilen Bühne präsentierten konnte. Wer sich für den fernöstlichen Kampfsport interessiert, kann sich ab sofort beim Leitungsteam Ronny Weingarz, Claudia Günther und Michael Prasse melden. Trainiert wird jeweils montags in der Zeit von 17 Uhr bis 18.15 Uhr. Das Mindestalter beträgt sieben Jahre.

Neue Ninjutsu-Gruppe freut sich über Mitglieder

Über neue Mitglieder würde sich genauso die neu ins Leben gerufene Ninjutsu-Gruppe freuen. Sie steht unter der Leitung von Alexander Bode. Das Training ist jeweils donnerstags, und zwar von 20 bis 22 Uhr. Der Selbstverteidigungskursus am Donnerstag (17 Uhr bis 19 Uhr) ist ebenso nur für Erwachsene bestimmt.

Rockmusik für Kinder: Jochen Vahle kam mit der Band „Randale“ nach Oesterholz – und nutzte einen ungewöhnlichen Mikrofonständer. Foto: Bianca Kurzer

Und auch das war neu beim Sportfest 2022: Für den Samstagnachmittag hatten die Sportfreunde mithilfe der Volksbank Schlangen eine auch überregional bekannte Kinder-Band verpflichten können. Die Bielefelder Gruppe „Randale“ genießt unter den Kids so etwas wie Kultstatus. Der Auftritt wurde zwar von dem einen oder anderen Regenschauer begleitet. Der guten Laune der kleinen Gästen und ihrer Eltern tat das aber keinen Abbruch. Da war mitsingen angesagt – beispielsweise beim Quatschlied vom freundlichen Einhorn.

Friedel Heuwinkel lässt 100 Jahre Revue passieren

Der dritte Festtag endete offiziell mit einem Festkommers. Der Ehrenvorsitzende der Sportfreunde, Friedel Heuwinkel, ließ in seinem Festvortrag 100 Jahre Sport in Oesterholz Revue passieren. Wiederholt betonte er, dass für den Verein neben dem Leistungssport auch der Breitensport besonders wichtig sei. Ausführlich widmete sich Heuwinkel einem Ereignis im Jahre 2011, das einer Zäsur gleich kam. Damals gingen die beiden bis dahin selbstständigen Vereine SSV Oesterholz und TSV Kohlstädt den Bund der Ehe ein. Aus der Verbindung entstand ein neuer Verein: die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt mit aktuell mehr als 900 Mitgliedern.

Sportfest „100 Jahre Sport Oesterholz“: Die beiden Ehrenvorsitzenden Michael Reimann und Friedl Heuwinkel zusammen mit dem heutigen Vorsitzenden Reinhard Richter. Foto: Klaus Karenfeld

Höhepunkt des letzten Festtages war das Fußball-Lokalderby zwischen den Sportfreunden und dem FC Fortuna Schlangen. Das Spiel endete knapp mit 2:1 für die Fortuna.

Am Ende der viertägigen Veranstaltung hatte Reinhard Richter allen Grund, reichlich Danke zu sagen. „Vor und hinter den Kulissen hat Bianca Kurzer maßgeblich die organisatorischen Fäden in der Hand gehalten. Ein dickes Lob für ihren unermüdlichen Einsatz gebührt auch Klaus Stab, Dietmar Strohdiek und Hartmut Tegeler sowie dem gesamten Vorstand. Nicht zu vergessen die Helferinnen und Helfer, die sich um die Bewirtung der Gäste kümmerten oder sich beim Auf- und Abbau mächtig ins Zeug gelegt haben.“

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