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Schlänger Bauhof lagert die Schneemassen in Kohlstädt auf dem Schützenplatz ab

Start schon um 3 Uhr morgens

Kohlstädt

 Wohin mit dem vielen Schnee? Die Straßen in Schlangen sind zwar geräumt und gestreut. An den Fahrbahnrändern aber türmten sich kurzzeitig Berge von Schnee. Besonders schwierig war die Situation auf den wichtigen Straßen und an den Bushaltestellen in Kohlstädt.

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Mit Lkw, Treckern und verschiedenen Radladern war der Bauhof zwei Tage lang in Kohlstädt unterwegs, um die Berge von Schnee abzufahren. Foto: Klaus Karenfeld

Und so trat der Bauhof ein weiteres Mal in Aktion. „Unsere Aufgabe war es, auf den wichtigen Fahrbahnen die vorgeschriebene Durchgangsbreite von mindestens drei Metern sicherzustellen“, machte Bauhofleiter Martin Meier-Johann auf Anfrage deutlich.

Schon um drei Uhr in der Frühe ging es los. Neben Treckern und Radladern des Bauhofes kamen auch Lkw und Räumfahrzeuge einiger Mitarbeiter zum Einsatz. Zu Meier-Johanns Team gehörten an diesem Tag Christoph und Lars Kerkemeier, Carsten Berensmeyer, Boris Gotman und Pascal Hatzig.

Gegen Mittag waren bereits etwa 500 Kubikmeter Schnee abgefahren. Zuvor hatte es Gespräche mit dem Kohlstädter Schützenverein gegeben. Von Oberst Jens Geise kam schnell die Zusage, den Schnee auf dem örtlichen Schützenplatz abladen zu dürfen. Das ist laut Bürgermeister Marcus Püster nur eine kurzzeitige Lösung: „Sobald die Temperaturen ansteigen, werden wir den Schnee von dort wieder abtransportieren. Vielleicht in die Nähe der ehemaligen Schule in Kohlstädt, wo bereits ein „Schnee-Depot“ angelegt wurde.“

Übrigens: Von einem ähnlich starken Wintereinbruch können heute noch altgediente Mitglieder der örtlichen Feuerwehr erzählen, ebenso Ernst Schäferjohann, der frühere Bürgermeister der Sennegemeinde. Gut im Gedächtnis geblieben ist ihnen der 8. Januar 1970, als Wintersportler auf ihrem Rückweg vom Bauerkamp gegen hohe Schneewehen zu kämpfen hatten. Die Situation wurde für die Betroffenen zusehends bedrohlich. Ihnen kam schließlich die Feuerwehr Schlangen zur Hilfe, sodass die Rettungsaktion nach Stunden einen glücklichen Ausgang fand.

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