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Große Teile der Straßenbeleuchtung in Gemeinde auf LED-Beleuchtung umgestellt

Umweltminister lobt Stromsparer aus Schlangen

Schlangen

Bürgermeister Marcus Püster spricht von einem weiteren deutlichen Signal für mehr Klimaschutz in Schlangen: Die Sennegemeinde hat in den vergangenen zwei Jahren einen Großteil ihrer Straßenbeleuchtung auf LED-Licht umgestellt, ebenso sämtliche Leuchten in der Rennekamp-Sporthalle. Das findet jetzt auch Anerkennung im Bundesumweltministerium.

Klaus Karenfeld

Der stellvertretende Fachbereichsleiter Michael Weber (links) präsentiert zusammen mit Bürgermeister Marcus Püster ein Zertifikat der Nationalen Klimaschutzinitiative. Foto: Klaus Karenfeld

Mit immerhin 280.000 Euro schlug die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Sennegemeinde zu Buche. Konkret im Blick hatte die Bauverwaltung Straßenlaternen, die 40 Jahre und älter waren. Das entspricht einem Anteil von immerhin 75 Prozent aller Straßenleuchten. Die aufwendige wie kostspielige Maßnahme musste die Gemeinde nicht alleine schultern. 25 Prozent der Summe wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Die Fördermittel waren an klare Vorgaben und Bedingungen geknüpft. So sollte der Stromverbrauch durch die Umrüstung um mehr als 70 Prozent gesenkt werden. Zudem ist vorgesehen, innerhalb der kommenden 20 Jahre etwa 1400 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Der stellvertretende Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt, Michael Weber, geht davon aus, dass sich die Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der kommenden acht Jahre amortisieren werden.

Auch die Rennekamp-Sporthalle präsentiert sich im neuen Lichterglanz: In die Umrüstung auf LED-Technik im vergangenen Jahr (wir berichteten) hat die Gemeinde 95.000 Euro investiert. 52 Prozent der Kosten, immerhin 49.000 Euro, übernimmt das Bundesumweltministerium.

„Auch hier werden wir die an uns gestellten Vorgaben erfüllen“, betont Bürgermeister Marcus Püster. So werde durch die Modernisierung der Stromverbrauch in der Rennekamp-Sporthalle um 70 Prozent gesenkt und darüber hinaus 26 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart. Die Amortisationszeit gab Weber gegenüber dieser Zeitung mit zwölf Jahren an.

Inzwischen hat Püster auch ein Zertifikat erhalten - ausgestellt von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Darin heißt es: „Die Gemeinde Schlangen schützt mit dem Projekt ‚Sanierung der Straßenbeleuchtung‘ das Klima. Insgesamt werden hierdurch 1409 Tonnen Kohlendioxid eingespart.“

Der Klimaschutz spielt in Schlangen auch bei zukünftigen beziehungsweise laufenden Projekten eine zentrale Rolle. Laut Weber ist geplant, sämtliche Flutlichtanlagen auf den Sportplätzen im Gemeindegebiet auf LED-Technik umzustellen. Das trifft auch auf die Beleuchtung im Bürgerhaus zu. Bereits begonnen hat und fortgesetzt werden soll die Umstellung auf LED-Licht in den Grundschulen.

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