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Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke weisen auf spezielles Datum hin

Aktion will Gewalt gegen Frauen verhindern

Kreis Minden-Lübbecke

Auch in diesem Jahr wollen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke das Thema Gewalt gegen Frauen mit ihrer Brötchentüten-Aktion in den Fokus rücken. Dazu gibt es in vielen Bäckereien in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, am Freitag, 25. November, Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke wollen auch in diesem Jahr zusammen mit den Soroptimistinnen das Thema Gewalt gegen Frauen mit ihrer Brötchentüten-Aktion in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Foto: WB

Gemeinsam mit den Soroptimistinnen-Clubs Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/Wittekindsland haben sich die Gleichstellungsbeauftragten zu dieser Aktion vernetzt und viele Bäckereien zur Beteiligung gewinnen können.

Gewalt beginnt nicht erst mit Schlägen, wissen Experten. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online. Betroffen von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind vor allem Frauen.

In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner.

100 Mal im Jahr wird in Deutschland eine Frau getötet

Mädchen und Frauen mit Behinderung erleben nach Auskunft von Fachleuten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend je nach Gewaltform zwei bis dreimal häufiger Gewalt als der Bevölkerungsdurchschnitt. Fast die Hälfte hat sexuelle Gewalt in Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter erlebt. Sie erfahren fast doppelt so häufig körperliche Gewalt wie Frauen ohne Behinderungen und etwa 70 Prozent bis 90 Prozent der Frauen mit Behinderungen haben bereits psychische Gewalt im Erwachsenenleben erfahren.

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 100 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet, wie der NDR berichtet. Fast jeden dritten Tag gibt es eine Frauentötung, den Versuch die Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten, gibt es laut Polizeistatistik jeden Tag: Um Macht auszuüben, sich für eine Trennung zu rächen oder einfach aus verletztem Stolz. Man spricht dann von einem Femizid, Also die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist.

An diesen Stellen gibt es Hilfe

Weltweit setzen Menschen alljährlich am 25. November ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Datum geht zurück auf die Ermordung von drei aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen am 25. November 1960. Im Jahr 1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ zu erklären. Überall auf der Welt finden an diesem Tag Aktionen statt, die auf das Thema aufmerksam machen.

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