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Kreis bewertet Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni grundsätzlich positiv

Alles hängt an der Impfstoffmenge

Lübbecke

Mehr als 120.000 Menschen im Kreis Minden-Lübbecke mit seinen 310.000 Einwohnern haben bereits mindestens eine erste Impfung erhalten. Bald sollen sich auch jüngere Menschen unkompliziert eine Spritze abholen können. Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, die Impfpriorisierung nach Alter, Erkrankungen und Beruf ab 7. Juni entfallen zu lassen. Wie ist die Reaktion darauf im Kreis Minden-Lübbecke?

Von Friederike Niemeyerund

Impfstart im Dezember in Rahden: Landrätin lässt sich von Henrike Schmidt und Rike Köllner vom Praxisteam Hafer erklären, wie der Biontech-Impfstoff vorbereitet wird. Die bis jetzt geltende Impfreihenfolge soll bald aufgehoben werden. Foto: Friederike Niemeyer

Landrätin Anna Katharina Bölling sagt zu der Entscheidung: „Gerade zu Beginn, als uns nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stand, war die Impfpriorisierung ganz entscheidend.“ Zuerst sollten die Verwundbarsten geschützt werden, die von einer Corona-Infektion besonders betroffen wären. Inzwischen laufe die Impfkampagne im Kreis erfreulicherweise sehr gut und gerade die Ältesten seien weitestgehend mindestens einmal geimpft, sagt die Landrätin. „Dass die Impfpriorisierung nun fällt, gibt im Einzelfall mehr Flexibilität – das ist gut.“ Bölling denkt dabei insbesondere an die Arztpraxen sowie die Betriebsärzte, die künftig ebenfalls eingebunden werden sollen. „Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Gruppen, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, noch nicht geimpft sind“, gibt sie aber auch zu bedenken.

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