Zwei Brücken, eine Baustelle – monatelange Sanierungsarbeiten

A2: Das Ende eines Provisoriums

Bad Oeynhausen/Porta Westfalica (WB). Im Bereich des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen müssen Pendler und Reisende vom 27. Juli an mit Beeinträchtigungen rechnen. Grund sind größere Baumaßnahmen, die der Landesbetrieb Straßen.NRW an den Autobahnbrücken dort vornimmt. Vom 3. August an sollen im laufenden Betrieb Brückenübergänge sowie zudem die Fahrbahndecke und vereinzelt Mittelträger auf dem etwa 3,2 Kilometer langen A2-Abschnitt saniert werden.

Louis Ruthe

Engere Fahrbahnen und auch zeitweise Sperrungen: Das sind zwei Folgen, auf die sich auch Pendler auf der A2 am Autobahnkreuz in Bad Oeynhausen demnächst einstellen müssen. Grund sind Sanierungsarbeiten an der Weserflut- sowie der Weserstrombrücke am Autobahnkreuz. Bis Ende Januar wird dort gearbeitet.             Foto: Louis Ruthe

„Ziel ist es, dass wir während der Bauzeit alle sechs Fahrstreifen erhalten“, berichtet Thorsten Hild, Regierungsbaurat des Landesbetrieb Straßen.NRW und bei der Autobahnniederlassung Hamm Projektleiter für Bauwerkserhaltung. Selbst stuft er die Maßnahme an den A2-Brücken als „größere“ ein. In sechs Abschnitten mit jeweils etwa einem Monat Bauzeit soll die Baustelle regelrecht über die beiden Brücken „hoppeln“. „Während der verschiedenen Bauabschnitte kann es dazu kommen, dass einzelne Fahrbahnen gesperrt werden müssen, um die Baustelle zu sichern, oder die Verkehrsführung entlang des Abschnittes anzupassen“, berichtet Hild. Trotzdem rechne er damit, dass es zu keinen großen Beeinträchtigungen auf dem Autobahnabschnitt komme. Zum Schutz der Arbeiter soll zudem ein Stahlschutzzaun zwischen Fahrbahn und Baustelle aufgestellt werden.

„Bislang nicht zielführend“

Beginnen sollen die Arbeiten an der Weserflutbrücke im August. „An dieser Brücke müssen wir dem Provisorium an den Übergangsschwellen endgültig ein Ende setzen“, sagt Thorsten Hild. In den vergangenen Jahren hat der Landesbetrieb immer wieder versucht, die Risse an den Fugen am Übergang zum mehr als 40 Jahre alten Bauwerk instand zu setzen – mit dürftigem Erfolg. „Rückwirkend betrachtet sind die Maßnahmen, die wir an dieser Stelle bisher ergriffen haben nicht zielführend gewesen“, sagt Thorsten Hild. Deshalb seien nun acht Wochen für die Erneuerung der Fugen an der Weserflutbrücke eingeplant worden.

Im Jahr 2018 musste Straßen.NRW die gesamte Brücke erstmals „notdürftig“ reparieren, weil die Querfugen stark beschädigt waren und Risse aufwiesen. In Fahrtrichtung Osnabrück und Dortmund hat die Reparatur mit einem elastischem Kunststoff (eine Polyurethanmischung mit Polymerbeton) Wirkung gezeigt, in Richtung Hannover sind die Arbeiten jedoch im Sande verlaufen. Im Sommer 2019 gab es einen erneuten Versuch. Die Querfugen wurden erneut geöffnet und provisorisch mit Gussasphalt verschlossen. „Dass ist schon damals nicht die endgültige Lösung des Problem gewesen“, sagt Hild.

85.000 Fahrzeug pro Tag

Nun will Straßen.NRW aus zwei Bauvorhaben eine Baustelle machen. Denn nicht nur die Weserflutbrücke weist Mängel auf. „An der Weserstrombrücke haben wir vor kurzem erkannt, dass ein Mittelträger abgängig ist“, berichtet der Straßen.NRW-Vertreter. Das sei bei dem jahrzehntealten Bauwerk kein „Zufall“. Etwa 85.000 Fahrzeuge würden die Stelle täglich passieren. Als routinemäßige Gewährleistungsarbeiten be­schreibt Thorsten Hild die anstehende Sanierung der Fahrbahn sowie des Mittelträgers.

„Ziel ist es , beide Brücken so instand zu setzen, bis die Bauwerke generell neu gebaut werden müssten“, sagt er und ergänzt: „Die Arbeiten an der Weserstrombrücke sind Alltag für unsere Mitarbeiter. Trotzdem kann es immer dazu kommen, dass bei Arbeiten Risse im Beton entdeckt werden, die das ganze Bauvorhaben verzögern. Unter die Fahrbahndecke auf der gesamten Fläche kann leider bislang niemand im Vorfeld schauen.“ Er gehe trotzdem davon aus, dass die Arbeiten im Zeitplan laufen.

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