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Abschließende Arbeiten: Bis Sommer werden weitere zehn Millionen Euro investiert

A30-Bau ist im Endspurt

Bad Oeynhausen (WB). Der Verkehr auf der A30-Nordumgehung rollt , bis zur endgültigen Fertigstellung sind aber noch zahlreiche Arbeiten zu erledigen. Erd- und Tiefbau, neuer Asphalt und restliche Schilderbrücken gehören dazu. Voraussichtlich im Sommer sollen der vierte Bauabschnitt sowie weitere Arbeiten fertig sein – wenn das Wetter hält.

Rajkumar Mukherjee

Im Bereich der neuen Anschlussstelle Gohfeld, die gemeinhin als Löhner Kreuz bekannt ist, werden bis voraussichtlich zum Sommer noch Dämme und Rampen aufgeschüttet. Hierüber führen die noch fertigzustellenden Verbindungen, beispielsweise aus der Stadtmitte Bad Oeynhausens nach Osnabrück.

»Wir sind längst nicht fertig, es ist noch viel zu tun, vor allem an vielen unterschiedlichen Stellen«, sagt Sven Johanning, Sprecher der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebs Straßen NRW, auf Anfrage. Der Hauptteil der Arbeit findet in der neuen Anschlussstelle Gohfeld statt. So heißt der Bereich, der bislang gemeinhin Löhner Kreuz genannt wird, nun offiziell. In der neuen Anschlussstelle Gohfeld werden derzeit Fundamente für neue Schilderbrücken gesetzt.

Erd- und Tiefbauarbeiten stehen an

Deutlich aufwändiger sind die noch anstehenden Arbeiten im Bereich des bisherigen

Löhner Kreuzes. Vor allem müssen hier die neuen Fahrbahnbeziehungen gebaut werden. Folgende Tangenten entstehen hierbei: von der B61 aus Herford in Richtung Stadtmitte Bad Oeynhausen und umgekehrt, aus Richtung Osnabrück in Richtung B61/Herford und umgekehrt sowie von der neuen Nordumgehung in Richtung Stadtmitte Bad Oeynhausen und Herford sowie aus Richtung Stadtmitte Bad Oeynhausen nach Osnabrück.

Nach dem Abfräsen alter Fahrbahnen stehen dann vor allem Erd- und Tiefbauarbeiten an. Beispielsweise müssen für die genannten neuen Tangenten Dämme aufgehäuft werden. Zudem entstehen dazugehörige Rampen. Auch aus diesem Grund musste die Bautätigkeit bislang über den Winter ruhen.

Auf die dann fertigen Dämme wird die Straße gebaut. Zunächst mit dem sogenannten Unterbau, darüber kommt der Oberbau mit der Tragschicht und der abschließenden Asphaltdecke. Zudem entstehen neue Schutzanlagen mit dazugehörigen Planken sowie teilweise im Mittelstreifen sogenannte Betongleitschutzwände. Und auch Markierungen müssen aufgetragen werden. »All diese Arbeiten im Bereich der Anschlussstelle Gohfeld können wir erst jetzt, nach der Freigabe, durchführen lassen«, sagt Sven Johanning.

»Vier plus Null«-Variante

Auch einen Rückbau wird es auf einem Teilabschnitt geben: Denn derzeit sind Verkehrsteilnehmer auf der A30 in Richtung Hannover mit dem Gegenverkehr auf den zwei nördlichen Spuren unterwegs. Bis Eidinghausen, Höhe Werster Siek, gilt die sogenannte »Vier plus Null«-Variante mit jeweils zwei schmalen Spuren in beide Richtungen.

Zudem soll auch die Fahrbahn zwischen der bisherigen Anschlussstelle Gohfeld und der jetzigen erneuert werden. Damit sollen sogenannte Phantom-Markierungen, also Rückstände wie Markierungs- oder Gewebereste auf der Fahrbahn aufgrund etwa von zeitweise geänderter Verkehrsführung, verhindert werden.

Auch finanziell sind die Aufwendungen noch beträchtlich: Etwa zehn Millionen Euro werden die Arbeiten bis Sommer kosten. In der Summe enthalten sind auch Ausgaben für neue Schilder im untergeordneten Straßennetz. »Dazu läuft gerade das Vergabeverfahren«, sagt Sven Johanning. Wie berichtet, hatte es hierbei eine Verzögerung gegeben.

Laut des neuen Projektberichtes von Straßen NRW sind bisher 230 Millionen Euro in den Bau der A30-Nordumgehung geflossen.

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