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Landesbetrieb Straßen NRW bringt indirekt Datum für Freigabe ins Spiel

A30: Ende 2018 erster Verkehr?

Bad Oeynhausen (WB). Indizien dafür, dass Ende 2018 erste Autos und Lkw über die fertiggestellte A30-Nordumgehung rollen könnten, verdichten sich. Anhaltspunkte liefert ein Schreiben des Landesbetriebes Straßen NRW, mit dem sich am Dienstag der Ausschuss für Stadtentwicklung befasst hat.

Malte Samtenschnieder

Derzeit konzentrieren sich die Bauarbeiten für den Lückenschluss der A30-Nordumgehung auf das künftige Löhner Kreuz. Foto:

Zuvor hatte Jan-Martin Müller vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen das aktuelle Geschehen auf der A30-Baustelle zusammengefasst. Derzeit konzentrierten sich die Arbeiten auf den vierten Bauabschnitt – das Löhner Kreuz. Die ersten drei Bauabschnitte auf Bad Oeynhausener Gebiet seien dagegen weitgehend abgeschlossen. Dort gebe es nur noch Restarbeiten, etwa beim Lärmschutz. Zudem müsse vor der Freigabe der Trasse noch der schallschluckende offenporige Asphalt (OPA) aufgebracht werden. Jan-Martin Müller: »Bisher wurden 150 Millionen Euro für den A30-Lückenschluss verbaut.«

Erneuerung der maroden Flutmuldenbrücke

Dass die Nordumgehung wohl Ende 2018 für den Verkehr freigegeben sein könnte, erfuhren die Ausschussmitglieder auf einem Umweg. So hatte die Stadt im Vorfeld der Sitzung beim Landesbetrieb Straßen NRW angefragt, wie der zeitliche Zusammenhang zwischen den Restarbeiten auf der A30 und verschiedenen anderen geplanten Baumaßnahmen ist – unter anderem der Erneuerung der maroden Flutmuldenbrücke.

Aus einem Antwortschreiben von Andreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebes Straßen NRW, zitierte Jan-Martin Müller am Dienstag Folgendes: »Um die Behinderungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wird mit dem Ersatzbauwerk Werreumflut an der Eidinghausener Straße erst begonnen, wenn die Nordumgehung für den Verkehr freigegeben ist. Hier ist momentan eine Bauzeit von Ende 2018 bis Anfang 2020 geplant.«

Neubau der Sudbachtalbrücke

Andere Baumaßnahmen sollen laut Andreas Meyer parallel zum Neubau der Nordumgehung erfolgen. Kurzfristig solle etwa der Neubau der Sudbachtalbrücke an der B61 erfolgen, da das bisherige Bauwerk nicht mehr standsicher sei (diese Zeitung berichtete). Die Bauarbeiten sollten im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen sein.

»Die hierfür erforderliche Vollsperrung der B61 wird genutzt, um die Anschlussstelle ›Großer Kamp‹ fertigzustellen«, teilte Andreas Meyer weiter in dem Schreiben mit. In diesem Bereich sollten die Arbeiten bis Ende 2019 laufen. Auch der Neubau der B611 werde während der aus der Vollsperrung resultierenden verkehrsarmen Zeit vorangetrieben. »Die B611 wird voraussichtlich Mitte 2019 fertiggestellt«, stellte An­dreas Meyer abschließend fest.

Um Detailfragen zu den noch ausstehenden Arbeiten stellen zu können, soll an der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung ein Vertreter des Landesbetriebes Straßen NRW teilnehmen. Aus Krankheitsgründen war dies während der Sitzung am Dienstagabend laut Jan-Martin Müller nicht möglich.

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