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Landrätin Anna Bölling äußert sich zu Corona-Ausbrüchen in Heimen – keine neuen Fälle in Hüllhorst

„Alle Regeln sind einzuhalten“

Minden/Hüllhorst ...

Landrätin Anna Katharina Bölling (CDU) appelliert aus Anlass des aktuellen Corona-Ausbruchs in einem Seniorenheim in Hüllhorst an die Bürger, sich beim Besuch von Heimbewohnern „wirklich an alle Schutzmaßnahmen zu halten“. Bölling sagte dieser Zeitung: „Wir wollen, dass die alten Menschen dort Besuch bekommen können, aber man muss sich bewusst sein, dass dies auch zu einer Gefährdung führen kann.“

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Jüngstes Beispiel ist ein Corona-Ausbruch im Benediktuspark in Schnathorst. 20 Menschen haben sich infiziert. Foto: Andreas Kokemoor

Der jüngste Corona-Ausbruch im Benediktuspark in Schnathorst zeigt, wie schwierig es offenbar ist, das Virus aus Altenheimen herauszuhalten. 19 Bewohner und eine Pflegekraft waren wie am Dienstag berichtet positiv getestet worden. Und das, obwohl die vorherigen PoC-Schnelltests negativ geblieben waren. Nach Angaben des Heimträgers sind keine weiteren Fälle hinzugekommen, das Gesundheitsamt teste verstärkt. Am 6. Februar könnten nun die Folgeimpfung für 50 Mitarbeiter und 86 Bewohner durchgeführt werden, so ein Sprecher.

Landrätin Anna Katharina Bölling (CDU). Foto: Christian Althoff

Wie sich die verwirrende Testlage in diesem Fall erklären lässt, darauf weiß auch die Minden-Lübbecker Landrätin keine Antwort. Dafür sei sie mit diesem speziellen Fall nicht vertraut genug, sagte sie am Dienstagabend. Sie äußerte sich aber generell zum Thema Tests und Ausbrüche in Altenheimen. „Was wir wissen, ist, dass Schnelltests zu etwa 95 Prozent richtig liegen, wenn es um negative Fälle geht. Bei positiven Ergebnissen sind sie ungenauer.“ Natürlich sei auch vorstellbar, dass Laien einen Abstrich nicht konsequent genug nehmen, weil dies ja sehr unangenehm und bisweilen schmerzhaft für die zu testenden Personen sein könne.

Landrätin Anna Katharina Bölling (CDU)

Zur Häufung von Corona-Fällen in Altenheimen – trotz ausreichender Schutzausrüstung und Testkonzepten – sagte Anna Bölling: „Ausbrüche passieren immer da, wo Menschen sich nahe sind. Und das kann in Altenheimen bei der Nähe zum Pflegepersonal sein oder eben wenn Angehörige ihre Lieben besuchen.“ Da könne man sich vorstellen, und das sei ja auch menschlich verständlich, dass Einzelne im Pausenraum oder in der Küche mal die Maske abnehmen, um durchzuschnaufen. Aber das sei eben gefährlich. Daher müssten sich alle, die ein Altenheim betreten, ständig darüber im Klaren sein, dass die Regeln wirklich strikt einzuhalten seien, sagte die Minden-Lübbecker Landrätin.

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