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Situation an der Kreuzung Weserstraße/Vlothoer Straße ist aus ihrer Sicht gefährlich

Anwohner fordern Kreisverkehr

Bad Oeynhausen (WB). Auf die Kreuzung Vlothoer Straße/Weserstraße machen Anwohner in Rehme aufmerksam. Aus ihrer Sicht gibt es hier auch nach der Freigabe der A30-Nordumgehung Verkehrsgefahren. Parkende Lkw und Transporter erschwerten den Blick über die Kreuzung, Fahrzeuge seien oft zu schnell unterwegs.

Rajkumar Mukherjee

Den Bau eines Kreisverkehrs für mehr Sicherheit an der Kreuzung Weserstraße/Vlothoer Straße in Babbenhausen fordern (von rechts) Werner und Susanne Friedhoff, Ruth Steben, Gerda Moldenhauer, Elfriede Seibert und Ingrid Niemann.     Foto: Rajkumar Mukherjee

Eine Lösung schlägt Werner Friedhoff, zweiter Vorsitzender der Bürgerlichen Interessengemeinschaft Babbenhausen (biG), vor. »Ein Kreisverkehr könnte die Gefahren in mehrfacher Sicht beheben: Das Einfahren wäre für alle Verkehrsteilnehmer aus den vier Richtungen gleichermaßen einfacher, und die Geschwindigkeit würde sich erheblich reduzieren«, sagt Werner Friedhoff.

Auch er ist einer der betroffenen Anwohner. Mit seiner Ehefrau Susanne wohnt er unweit der Kreuzung. Sie und weitere Anwohner schildern die Situation, der sie sich als Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer täglich stellen müssen. So wie Ruth Steben. Wenn sie die Kreuzung aus Richtung der Straße Im Meerfeld anfährt, könne sie diese hinter dem Steuer ihres Wagens nicht richtig einsehen. »Dann fahre ich lieber einen Umweg, wie über die Straße Am Pappelsee, um auf die Vlothoer Straße zu kommen«, sagt sie.

Zwei Parkgebotsschilder schränken die Nutzung ein

Die Situation werde dadurch erschwert, dass auf dem rechten Seitenstreifen der Vlothoer Straße in Richtung Autobahn oftmals Transporter oder Lkw geparkt würden. Ohnehin sei der Blick über die Kreuzung – auf der Weserstraße aus Richtung Im Meerfeld kommend – kaum möglich, weil die Straße hier einen leichten Knick hat. Parkende Lkw und Transporter würden dies noch erschweren.

2017 hatte Werner Friedhoff deshalb bei Straßen NRW ein zusätzliches Schild beantragt: Zwei Parkgebotsschilder schränken die Nutzung nun zwar auf Pkw auf beiden Streifen ein. »Es gibt aber kein Verbotsschild für Lkw und Transporter. Deshalb sagt auch die Polizei, dass diese Fahrzeuge hier weiter parken dürfen«, sagt Werner Friedhoff.

Auch für Fußgänger sei es schwer, die Kreuzung einzusehen. »Man hat oft Angst, die breite Fahrbahn ohne Fußgängerüberweg zu queren«, sagt Susanne Friedhoff. Insgesamt gebe es zwischen der Kreuzung Schmiedebrink und der Mindener Straße auf einer Strecke von drei Kilometern keine Querungsmöglichkeit für Fußgänger oder Radfahrer, sagt Werner Friedhoff.

Er wisse aber, dass viele ältere Anwohner die Straßen überqueren müssen. »Wenn sie zur nächsten Haltestelle an der Oberbecksener Straße gelangen wollen, müssen sie hier rüber«, sagt Werner Friedhoff. Auch viele Schulkinder müssten so die Bushaltestelle erreichen.

»Die Stadt verweist bei der Zuständigkeit aber auf den Landesbetrieb«

Zudem liege die Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Kreuzungsbereich oft über der Grenze von 50 Kilometer in der Stunde. Auch, weil hier jeweils Ortsausgangsschilder und Fahrzeugführer schneller unterwegs seien. Auch gelegentliche Geschwindigkeitskontrollen würden nichts ändern.

Schon länger sei die Situation an der Kreuzung ein Thema. Mit Vertretern der Stadt und des Landesbetriebs Straßen NRW, Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, sei Werner Friedhoff im Gespräch gewesen. »Die Stadt verweist bei der Zuständigkeit aber auf den Landesbetrieb«, sagt er.

Mehrfach, zuletzt 2017, habe Werner Friedhoff deshalb bei Straßen NRW einen Kreisverkehr vorgeschlagen. Die Anfragen seien vom Landesbetrieb aber jeweils mit dem Hinweis auf vorliegende Verkehrs- und Unfallzahlen abgewiesen worden. Zudem habe Straßen NRW auf die Fertigstellung der A30-Nordumgehung mit einer Entlastung des Verkehrs verwiesen.

300.000 Euro für einen Kreisverkehr

»Der Verkehr ist zwar weniger geworden. Aber immer, wenn jetzt Stau auf der Autobahn ist, schieben sich hier die Autos, Lkw und Transporter über die Vlothoer Straße«, sagt Werner Friedhoff.

Von der Stadt habe er dagegen gehört, dass die Kosten für den Bau eines Kreisverkehrs im sechsstelligen Bereich liegen. »Ich habe pauschal von der Stadt einen Betrag von 300.000 Euro erfahren. Meiner Meinung nach muss ein Kreisverkehr aber nicht so teuer sein«, sagt Werner Friedhoff. Zudem gebe es »kleine Lösungen« für Kreisverkehre als Alternativen.

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