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Fachausschuss würdigt Anstrengungen in der Corona-Krise – Kindergärten im Fokus

Applaus für die Jugendarbeit

Bad Oeynhausen (WB). Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben bei der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Bad Oeynhausen ihre Spuren hinterlassen. Das hat Eckhard Mohrmann, Leiter des Jugendamtes der Stadt, in einem ausführlichen Vortrag während der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses dargelegt.

Gabriela Peschke

Auch auf die Situation in den Kindergärten ging der Leiter des Jugendamtes der Stadt in seinem Vortrag vor dem Fachausschuss ein. Foto: dpa

Enorme Flexibilität

Mit einer enormen Flexibilität hätten sich die Mitarbeitenden den ständigen Entscheidungsupdates angepasst und für die betroffenen Familien „vollsten Einsatz" gezeigt. In Anerkennung dieser Leistung applaudierten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses für alle nicht anwesenden Mitarbeitenden.

Zahlreiche Telefonate

Im Besonderen stellte Eckhard Mohrmann die Auswirkungen auf die Kinderbetreuung heraus. Dazu gab er einen Überblick seit dem Betreuungsverbot vom 16. März über die schrittweisen Wieder-Öffnungen bis zur angekündigten Freigabe von Brückenprojekten zum 25. Mai und der geplanten generellen Wiederöffnung von Kindergärten für alle angehenden Schulkinder zum 28. des Monats. Auch skizzierte er die sukzessive Ausweitung auf unterschiedliche Nutzergruppen. "Die Organisation der gesamten Notbetreuung liegt bei den Kindertageseinrichtungen und den Trägern und in letzter Konsequenz beim Jugendamt", sagte Eckhard Mohrmann. Dies sei mit hunderten von Telefonanrufen einher gegangen und alle Beteiligten hätten „den stufenweisen Wiedereinstieg unter schwierigen Rahmenbedingungen und vielen Fragestellungen" zu organisieren gehabt.

Verzicht auf Beiträge

Neben den organisatorischen Zusammenhängen thematisierte Mohrmann auch die finanziellen Auswirkungen. So unter anderem die Dringlichkeitsentscheidung der Stadt zur Aussetzung des Beitrags für April und die laufende Fortzahlung des Entgelts an die Kindertagespflegepersonen, „um den Fortbestand dieser wichtigen Aufgabe zu sichern", erklärte er. Das Land habe angekündigt, den Kommunen 50 Prozent der Einnahmeausfälle zu erstatten.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags nahm der Leiter des Jugendamts Stellung zur vorübergehenden Schließung der Jugendzentren, Jugendtreffs, Freizeiteinrichtungen und Spielplätze. Dass die Jugendtreffs seit dem 12. Mai wieder geöffnet haben, stimmte Mohrmann zuversichtlich: „Da ist mit vielen Kooperationspartnern ein attraktives Programm unterwegs". Auch zeigte er sich froh darüber, dass die Spielplätze wieder genutzt werden könnten und berichtete über die umsichtige und verantwortungsvolle Inanspruchnahme durch Eltern und Kinder.

Rufbereitschaft des Bezirkssozialdienstes

Im Hinblick auf die Leistungen im Bereich der Familienhilfe stellte Mohrmann die Rufbereitschaft und die durchgängige Erreichbarkeit des Bezirkssozialdienstes heraus. Dadurch sei „der Kinderschutz 24 Stunden gewährleistet". Derzeit werden rund 50 Familien in Bad Oeynhausen ambulant vom Jugendamt unterstützt.

Einzelvereinbarungen

Schließlich, führte Mohrmann weiter aus, wirke sich die Corona-Krise auch auf die sozialen Dienstleister und freien Träger der Jugendhilfe aus, die zum Teil ihre Leistungen nicht oder nur sehr reduziert erbringen könnten. Hier würden Einzelvereinbarungen getroffen, um den Fortbestand der Dienste zu sichern.

Alle Fraktionen würdigten in der anschließenden Diskussion ausdrücklich die Leistungen des Jugendamts unter den herausfordernden Vorzeichen. Man sei stolz, in einer Stadt zu wohnen, in der Jugendarbeit einen so hohen Stellenwert genieße.

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