Straßen NRW geht in Bad Oeynhausen und Löhne 2021 noch eine Reihe von Baustellen an – Ausblick auf 2022

B 61 in Dehme: Ende Mai geht es los

Bad Oeynhausen/Löhne

Dem Planungsvorlauf folgt jeweils im Frühjahr eines Jahres die finale Festlegung der Termine für Baumaßnahmen. So hat die Regionalniederlassung Bielefeld von Straßen NRW jüngst auch weitgehend festgelegt, wann in diesem Jahr Baumaßnahmen in ihrer Regie an Landes- und Bundesstraßen in den Städten Bad Oeynhausen und Löhne umgesetzt werden sollen.

Claus Brand

Von Ende Mai an soll die Bundesstraße 61 auf einer Länge von etwa 2,3 Kilometern zwischen dem Ortsausgang Dehme und Porta Westfalica saniert werden. Foto: Louis Ruthe

Im Gespräch mit dieser Zeitung hat Sven Johanning, Sprecher der Regionalniederlassung, auf die Straßenbautätigkeit bis Jahresende vorausgeschaut. Zudem gibt er einen ersten Ausblick auf im nächsten Jahr anstehende Projekte.

Bundesstraße 61 in Dehme

Der Zustand sei entsprechend mit Schlaglöchern und Unebenheiten. Von Ende Mai an soll die Bundesstraße 61 auf einer Länge von etwa 2,3 Kilometern zwischen dem Ortsausgang Dehme und Porta Westfalica -Barkhausen (etwa in Höhe des Drachenfliegerplatzes) saniert werden. In Schuss gebracht werden sowohl die Straße als auch der dort verlaufende asphaltierte Radweg. Rund 925.000 Euro sind dafür kalkuliert. Sven Johanning: „Der Baubeginn ist für Ende Mai geplant, eventuell etwas später.“ Das hänge davon ab, ob derzeit in Porta Westfalica-Hausberge an der B 482 laufende Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden können. Denn diese Straße sei für die Umleitung vorgesehen. Sie verläuft laut Johanning ausgeschildert von Barkhausen aus über die B 482 nach Holtrup, über Vlotho und die Vlothoer Straße nach Bad Oeynhausen. Den Ablauf der auf etwa acht Wochen ausgelegten Maßnahme beschreibt er so: „In den ersten vier Wochen geht es um den Geh- und Radweg. Dafür ist eine halbseitige Sperrung der Straße mit Baustellen-Ampel notwendig.“ Im Anschluss sei für die Fahrbahnsanierung eine Vollsperrung mit der genannten Umleitung erforderlich. Zudem könne man auch in Vennebeck auf die A2 fahren und sie in Bad Oeynhausen wieder verlassen.

Bundesstraße 611 in Löhne

Als „sehr aufwendig“ beschreibt Sven Johanning die an der B 611 anstehenden Arbeiten, im Abschnitt zwischen Sudbachtalbrücke und dem Anschluss an das Gewerbegebiet, Großer Kamp, in Löhne. „Im Juni soll es losgehen“, sagt er. Im ersten Schritt soll der unter dem Mittelstreifen liegende Kanal saniert werden. Johanning: „Die beiden angrenzenden Fahrspuren werden dafür als Arbeitsraum benötigt.“ Im nächsten Schritt sollen im Bereich des Mittelstreifens so genannte Betonschutz-Gleitwände errichtet werden. Es folgen in zwei Abschnitten die Sanierung der jeweils inneren und der äußeren Fahrbahnen. Der Sprecher: „Die Arbeiten werden bis in den Herbst hinein dauern.“ Für den etwa einen Kilometer langen Abschnitt sind rund 1,6 Millionen Euro Baukosten kalkuliert. Nach Abschluss dieser Arbeiten könnten in Regie der Stadt Löhne die Anschlussarbeiten im Bereich Großer Kamp beginnen.

Flutmuldenbrücke in Bad Oeynhausen

Nach einem längeren planerischen Vorlauf und dem zwischenzeitlich erfolgten Erwerb von notwendigem Grund und Boden soll mit dem Abriss- und Neubau der Flutmuldenbrücke an der Eidinghausener Straße nun im Herbst begonnen werden. Zu den Kosten macht er vor dem Hintergrund des ausstehenden Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens noch keine Angaben. Die Bauzeit ist auf insgesamt 18 Monate ausgelegt. Die Brücke werde zunächst nur halbseitig abgerissen und auch wieder neu errichtet, so dass eine halbseitige Verkehrsführung möglich bleibe. Während der Bauarbeiten werde der Verkehr von Norden nach Süden, also stadteinwärts, in Form einer Einbahnstraße geführt. Der entgegengesetzte Verkehr werde über die Mindener Straße, die Dehmer Straße und die Werster Straße in der nördlichen Richtung geführt.

L 546/Werster Straße in Löhne

An der Werster Straße in Löhne-Mennighüffen seien die Arbeiten des vierten Bauabschnittes „annähernd fertig“, sagt Johanning. Im Herbst soll im Anschluss der Abschnitt zwischen Glockenstraße und Osterfeldstraße in Angriff genommen werden. Er ist etwa einen Kilometer lang. Auch diese Arbeiten befänden sich derzeit im Ausschreibungsverfahren. Vorgesehen sei ein Vorgehen in mehreren Teilstücken. Umleitungen sollen über Landes- und Bundesstraßen ausgewiesen werden. Ortskundige Autofahrer könnten auch parallel verlaufende und dafür zulässige Straßen nutzen. Johanning rechnet damit, dass diese Arbeiten „Mitte 2022“ abgeschlossen werden. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch der Einmündungsbereich der Börstelstraße auf die Werster Straße zurückgebaut werden. Johanning erläutert: „Für heutige Verhältnisse und Ansprüche ist er überdimensioniert.“ So werde beispielsweise die Dreiecks-Insel dort verschwinden. Ziel sei es, den Einmündungsbereich übersichtlicher und so auch verkehrssicherer zu machen.

Lübbecker Straße in Löhne/Abzweig zur Autobahn

Im Jahr 2022, genauer Termin noch unbekannt, wird es einen groß angelegten Umbau der Kreuzung Werster Straße/Lübbecker Straße (L773) im Bereich des „Becker Krug“ geben. Der Sprecher: „Von Werste aus kommend wird es auf der Werster Straße danach vor der Ampel zwei parallele Abbiegespuren geben.“ Die Zweispurigkeit soll in südlicher Richtung bis zu den Autobahnauffahrten fortgeführt werden, „etwa bis in Höhe Steinstraße, auf einer Länge von insgesamt rund 800 Metern“, verdeutlicht er. Straßen NRW rechnet, inklusive einer neuen Ampelanlage, mit Baukosten von etwa einer halben Million Euro. Johanning: „Auch die Verkehrsführung während der Bauarbeiten ist derzeit noch unklar. Das ist an dieser Stelle nicht so einfach.“

Klein Huchzen/Huchzerner Straße in Löhne

Auf etwa 600.000 Euro Kosten schätzt Straßen NRW die Sanierung eines etwa 2,2 Kilometer langen Abschnittes der L 774 zwischen Löhne-Halstern/Lübbecker Straße bis zur Rehmerloher Straße in Stift Quernheim. Für die Fahrbahnerneuerung werde es in diesem Bereich einer Vollsperrung bedürfen. Auch diese Maßnahme steht erst 2022 auf der Agenda.

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