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Nutzungskonzept-Entwurf sieht »kleine Lösung« für Touristeninformation vor

Bahnhof: Obergeschoss nicht nutzbar

Bad Oeynhausen  (WB). Für die künftige Nutzung des Nordbahnhofes kristallisiert sich nach Angaben der Stadt eine ebenerdige Variante heraus: Ein Statikgutachten für das Obergeschoss komme zu dem Schluss, dass die vorhandenen Decken für die geplante Wohnraum- oder Büronutzung nicht ausreichend tragfähig sind. Eine Ertüchtigung sei nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Malte Samtenschnieder

Das neue Konzept für den Nordbahnhof sieht folgende Flächennutzungen (jeweils in Quadratmetern) vor: Gastronomie und Lager: 74; Radstation: 84; Fahrradabstellfläche: 165; Toilette: 20; »To Go«: 15; Kiosk und Lager: 41; Touris-Info/DB-Vertrieb: 86; Bahnhofsmission: 22; Nutzung 1: 42; Nutzung 2: 58. Die Pläne sind am Donnerstag, 28. Juni, um 18 Uhr Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung. Foto:

Diese Informationen stammen aus einer Beschlussvorlage zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Donnerstag, 28. Juni, um 18 Uhr im Rathaus I. Dann sollen die Eckpunkte eines Konzeptes zur künftigen Nutzung des Nordbahnhofes beschlossen werden. In den Entwurf sind auch die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung am 9. Mai eingeflossen. Außer dem Statikgutachten liege darüber hinaus eine Stellungnahme des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum Denkmalschutz vor.

Zwei Arbeitsplätze für Touristeninformation geplant

»Große Priorität hat die Einrichtung einer Touristeninformation im Bahnhof«, schreibt Wirtschaftsförderer Patrick Zahn in der Sitzungsvorlage. Er ist zugleich Kopf der von Bürgermeister Achim Wilmsmeier eingesetzten Projektgruppe »Nordbahnhof«. Zum Tragen komme nun aber nicht eine »große Lösung«, die den Umzug aller Staatsbad-Mitarbeiter vom Haus des Gastes in das Obergeschoss des Nordbahnhofes vorsah. Stattdessen solle eine »kleine Lösung« realisiert werden. Sie sieht vor, dass eine Touristeninformation mit zwei Arbeitsplätzen und einer Thekensituation auf der ungenutzten Fläche der DB-Vertrieb eingerichtet wird.

Bei der Bürgerveranstaltung Anfang Mai sei die langfristige Sicherung von Fahrradabstellflächen zu Lasten der Schützengaststätte begrüßt worden. Gleiches gelte für den Standort der neu zu errichtenden Toilette (im Bereich der heutigen Bahnhofsmission, die umziehen muss) sowie die geplante gastronomische Nutzung im Westteil des Gebäudes mit möglicher Außengastronomie auf Teilen des Bahnhofsvorplatzes. Zudem hätten sich die Bürger für zusätzliche Sitzgelegenheiten in der Bahnhofshalle ausgesprochen.

Keine Beeinträchtigung durch Prädikat »denkmalwert«

Während das Statikgutachten der künftigen Nutzung des Obergeschosses einen Riegel vorschiebe, seien durch die Stellungnahme des LWL zum Nordbahnhof keine Beeinträchtigungen für die geplanten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zu erwarten – obwohl der LWL das Bahnhofsgebäude als »denkmalwert« beurteile und die Eintragung in die Denkmalliste beantrage.

Laut Sitzungsvorlage soll die neue Toilettenanlage zum frühestmöglichen Zeitpunkt eingebaut werden. Voraussetzungen seien der Abriss der Schützengaststätte und der Umzug der Bahnhofsmission in einen provisorischen Raum. »Die Nutzung der Schießanlage soll auch zukünftig möglich sein«, heißt es ausdrücklich in den Unterlagen.

Sanierung des Gebäudes erfolgt abschnittsweise

»Nach dem Einbau der Toilettenanlage werden die neuen Fahrradabstellmöglichkeiten errichtet. Parallel wird die alte Bahnhofsgaststätte für die Fahrradwerkstatt umgebaut«, ist weiter nachzulesen. Anschließend könne die Radstation umziehen. Im nächsten Schritt könnten die Räume der ehemaligen Radstation für die Bahnhofsmission und ein, zwei gewerbliche Nutzungen umgebaut werden. Der ehemalige Raum der Bahnhofsmission stehe dann ebenfalls für eine neue Nutzung – etwa ein gastronomisches Angebot – zur Verfügung.

Die Sanierung der Bahnhofshalle soll laut vorliegendem Konzeptentwurf entsprechend der laufenden Bauabschnitte abschnittsweise erfolgen. Der Anstrich der Außenfassade und der Einbau neuer Fenster beziehungsweise Oberlichter sollen nach Angaben der Stadt möglichst umgehend realisiert werden.

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