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Stefan Schwartze und Christian Dahm machen sich Bild von neuem Johanniter-Carré

Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Bad Oeynhausen  (WB). Weil sie beim Richtfest für das neue Mehrgenerationenhaus (MGH) im April nicht dabei sein konnten, haben die SPD-Politiker Stefan Schwartze und Christian Dahm jetzt das Johanniter-Carré an der Weserstraße besucht. Beide zeigten sich vom Baufortschritt beeindruckt.

Malte Samtenschnieder

Haben einen Rundgang durch die Einrichtungen des Johanniter-Carrés unternommen (von links): Michael Witt (Leiter Johanniter-Kita), Architekt Henning Bökamp, SPD-Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze, Christian Rehberg (Regionalvorstand Johanniter-Unfall-Hilfe), SPD-Landtagsabgeordneter Christian Dahm, Christiane Kern (Leiterin Johanniter-Mehrgenerationenhaus) und Susann Motsch (Leiterin Johanniter-Tagespflege). Foto: Malte Samtenschnieder

»Seit die Große Koalition auf Bundesebene die Förderung von Mehrgenerationenhäusern auf den Weg gebracht hat, hat sich diese zu einem Erfolgsmodell entwickelt«, sagte Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze. Jedes MGH funktioniere nach eigenen Regeln. Wahrscheinlich sei auch genau deshalb der Zulauf in den einzelnen Einrichtungen so groß.

»Das Angebot eines Mehrgenerationenhauses richtet sich nach dem Quartier, in dem es entsteht«, betonte Christian Rehberg, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit Hilfe einer derartigen Einrichtung lasse sich das Zusammenleben innerhalb einer guten Nachbarschaft besser organisieren. Christian Rehberg: »Menschen, die zum Teil Jahrzehnte aneinander vorbeigelebt haben, sprechen plötzlich miteinander.«

Landtagsabgeordneter Christian Dahm äußerte sich ebenfalls positiv über das Konzept der Mehrgenerationenhäuser. Leider unterstütze das Land NRW derartige Einrichtungen bislang nicht, sondern stehle sich vielmehr aus der Verantwortung.

Kindertagesstätte eröffnet zum 1. August

Doch nicht nur um das neue MGH ging es während des Besuchs der beiden Sozialdemokraten. »Das Team für unsere Kindertagesstätte steht«, teilte Christian Rehberg mit. Insgesamt zehn Mitarbeiter unter der Leitung von Michael Witt werden sich ab 1. August um das Wohl der Jungen und Mädchen in der neuen dreigruppigen Johanniter-Einrichtung kümmern. Vor Ort sei das Kita-Team aber bereits zwei Wochen vorher. »Dann bleibt Zeit genug, in Ruhe die Gruppen einzuräumen und einander dabei kennenzulernen«, betonte Christian Rehberg.

Dass nicht nur die neue Johanniter-Kita passend zum neuen Kindergartenjahr, sondern auch das Mehrgenerationenhaus zum vereinbarten Termin im Dezember fertig werden soll, kündigte Henning Bökamp an. Das sei nicht selbstverständlich, da es zu unerwarteten Verzögerungen gekommen sei. »Nachdem es mehrfach nachts Diebstähle auf der Baustelle gegeben hat, ist mittlerweile sogar ein Sicherheitsdienst im Einsatz«, erläuterte Henning Bökamp. Leider belaste diese Maßnahme das Gesamtbudget.

Mehrgenerationenhaus erweitert Angebot

Während das künftige Domizil des Mehrgenerationenhauses derzeit noch Gestalt annimmt, baut Leiterin Christiane Kern das Angebot bereits auf. So sollte sich gestern Abend in den Übergangscontainern im hinteren Teil des Johanniter-Carrés erstmals ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige treffen.

»Darüber hinaus planen wir am 14. September in Kooperation mit der Volkshochschule einen Fachtag zum Thema ›Analphabetismus‹«, sagte Christiane Kern. Lege man bundesweite Quoten zugrunde, sei davon auszugehen, dass in Bad Oeynhausen etwa 4500 Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Und dabei handele es sich nicht nur um Menschen mit Migrationshintergrund. Christiane Kern: »Unser Ziel ist es, langfristig niederschwellige Angebote zu schaffen, um diese Menschen an das Lesen – und in diesem Zusammenhang speziell das Textverständnis – heranzuführen.

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