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Corona-Fälle auch an der Auguste-Viktoria-Klinik und an der Europaschule

Behörden warnen vor Martinsumzügen

Bad Oeynhausen/Minden (WB/stl/cb). Der Corona-Inzidenzwert, der die Fälle der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner hochrechnet, ist im Kreis Minden-Lübbecke weiter gestiegen. Er liegt jetzt bei 94,1. Am Tag zuvor hatte er noch 80,5 betragen.

Auch im Mühlenkreis steigt die Zahl der Corona-Fälle derzeit weiter stark an. Gemeldet wurden vom Kreis unter anderem auch Fälle an Kliniken und Schulen. Foto: dpa/Markus Frankenberg

Insgesamt gab es am Freitag, 30. Oktober, im Mühlenkreis 1561 laborbestätigte Fälle, 1100 davon waren abgeschlossen. Akut sind es also 461 Fälle (Vortag 394). Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Kommunen bedeutet das: Bad Oeynhausen 68 (+14), Espelkamp 79 (+11), Hille 20 (+5), Hüllhorst 17 (+1), Lübbecke 44 (+7), Minden 106 (+9), Petershagen 18 (+-0), Porta Westfalica 23 (+1), Preußisch Oldendorf 35 (+9), Rahden 30 (+4), Stemwede 21 (+6).

Stationärer Bereich

Aus dem stationären Bereich berichtet die Kreisverwaltung in ihrer Pressemitteilung von folgenden Zahlen: Auf der Isolierstation im Johannes-Wesling-Klinikum werden aktuell 19 Covid-Patienten behandelt. Drei Patienten befinden sich auf der Intensivstation, eine Person wird beatmet. Ein 87-jähriger Patient aus Minden ist verstorben. Zwei Patienten sind in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszen­trum NRW, Bad Oeynhausen.

Am Krankenhaus Lübbecke gab es eine infizierte Person. Eine komplette Station ist daraufhin durchgetestet worden. Insgesamt vier Fälle waren zu vermelden, drei Patienten und ein Mitarbeiter. Das erklärte Christian Busse, Sprecher der Mühlenkreis-Kliniken (MKK). Das Ergebnis einer zweiten Testung steht noch aus. Getestet werden jeweils alle Personen, die mit der Station in irgendeiner Weise in Kontakt gestanden haben. Derzeit werden auf der Station keine weiteren Patienten aufgenommen.

An der Auguste-Viktoria-Klinik

Auch an der Auguste-Viktoria-Klinik (AVK) in Bad Oeynhausen gab es insgesamt drei infizierte Personen. Nach Angaben von Christian Busse handelt es sich um zwei Patienten und eine Mitarbeiterin. Auch hier sei eine umfassende Testung vorgenommen worden. Die betroffenen Patienten seien isoliert worden. Alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen worden. Sowohl die Maßnahmen an der AVK als auch am Krankenhaus-Standort Lübbecke seien in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgt. Christian Busse verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die MKK etwa 5100 Mitarbeiter hätten, „die sich naturgemäß auch im öffentlichen Raum bewegen, so zum Beispiel zum Einkaufen, und natürlich in ihren Familien Kontakte“ hätten. Trotz des Konzeptes der MKK zur Vermeidung von Infektionen seien diese, bei den stark ansteigenden Zahlen auch im Mühlenkreis, so nicht 100-prozentig zu vermeiden.

In folgenden Schulen und Kitas gibt es aktuell Corona-Fälle: Freie evangelische Grundschule Stemwede, Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Freiherr-von-Vincke-Realschule und Leo-Sympher-Berufskolleg in Minden, Gesamtschule (Europaschule) Bad Oeynhausen und Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp. Da in den Schulen ab Klasse 5 eine Maskenpflicht besteht, kommt es hier kaum zu Beeinträchtigungen. So beschreibt es die Pressestelle der Kreisverwaltung am Freitag.

Kontrollen

In den Kindertagesstätten Isenstedt, AWO-Kita und Kita Kunterbunt in Espelkamp wurden einzelne Gruppen geschlossen. Im Wittekindshof, nicht am Hauptstandort in Bad Oeynhausen, gibt es einen Ausbruch mit drei Mitarbeitern und zwei Besuchern.

Der Krisenstab des Kreises hat jüngst gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet über die aktuelle Lage beraten. Die Ordnungsämter haben sich dabei darauf geeinigt, die Einhaltung von Isolation bei positiv Getesteten und von Quarantäne bei Kontaktpersonen streng zu kontrollieren und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen. Bei Verstößen gegen die Quarantäneauflagen wird das Bußgeld auf 1000 Euro festgesetzt, bei Verstößen gegen die Isolation auf 2000 Euro.

Auf private Feiern verzichten

Alle Städte und Gemeinden sowie der Kreis raten dringend von Aktionen zu Halloween und zum Martinssingen ab, angesichts der weiterhin stark steigende Infektionszahlen. „Bitte halten Sie sich mit Umzügen ebenso zurück wie mit privaten Feiern zuhause – wir können den Anstieg der Zahlen nur in den Griff bekommen, wenn wir uns jetzt alle einschränken und die Hygieneregeln beachten. Kontakte reduzieren, Abstand halten, Maske tragen, Lüften, Hände waschen – all dies ist im Grunde genommen nicht schwer und hilft uns allen“, sagt Cornelia Schöder, Leiterin des Krisenstabs beim Kreis Minden-Lübbecke.

Die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke bittet Bürgerinnen und Bürger nur zu dringend notwendigen Erledigungen und Terminen persönlich ins Kreishaus zu kommen. Für Absprachen und Terminvereinbarungen sollten auf Telefon und/oder E-Mail zurückgegriffen werden.

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