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50 Feuerwehrleute löschen im Ortsteil Werste den Brand eines Carports

Das war knapp

Bad Oeynhausen-Werste (WB). Das Ehepaar Herder wacht mitten in der Nacht auf, als es Feuer am Haus bemerkt. Auto und Carport stehen in Flammen. Das Feuer droht das ganze Haus zu erfassen. Die Feuerwehr ist schnell vor Ort, löscht den Brand und verhindert Schlimmeres. Das war knapp.

Frank Dominik Lemke

Nach dem Einsatz stehen die Feuerwehrmänner Niklas Tepel und Dennis Stapperfelne vor dem ausgebrannten Carport. Das Haus ist beschädigt worden. Foto: Frank Dominik Lemke

„Keine Ahnung, wie das Feuer ausgebrochen ist“, sagt Martin Herder und blickt etwas ratlos auf Rauchschwaden, die hinter dem Dach seines Hauses aufsteigen. Im Bademantel stehen er und seine Frau an der Ecke Heisenberg- und Heinrich-Hertz-Straße. Es ist etwa 3.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag. Löschfahrzeuge werfen Blaulicht auf die Fassaden von Einfamilienhäusern im Stadtteil Werste. Neben ihnen unterhalten sich Nachbarn über die Ereignisse des Nacht.

„Was ist das für ein Licht?”

Es ist weit nach Mitternacht, als Ute Martínez erschrocken zum Fenster blickt und Feuerschein sieht. Das Ehepaar wohnt vier Häuser weiter. Der Feuerschein ist auf diese Entfernung trotzdem deutlich zu sehen. „Was ist das da draußen für ein rotes Licht?“, fragte sie ihren Mann, Juan Martínez. Dann die Erkenntnis. „Es brennt!“ Das Ehepaar alarmiert sofort die Feuerwehr.

Das Carport von Familie Herder in der Heinrich-Herz-Straße 13 brennt. Etwa zur gleichen Zeit setzt das Ehepaar Herder ebenfalls einen Notruf ab. Alles geht schnell – bloß raus aus dem Haus. „Als wir draußen waren, habe ich noch unseren anderen Wagen von der Einfahrt fahren können“, sagt Martin Herder. Viel mehr kann er zu diesem Zeitpunkt nicht tun. Sein Kombi und das Carport stehen in Flammen.

Die Flammen lodern

Das Feuer greift bereits auf den Dachüberstand über. Die Jalousien am Nachbarhaus wellen sich unter der Hitze des Feuers. „Dann kam auch schon die Feuerwehr. Die waren sehr schnell da“, sagt Martin Herder.

Der erste Notruf ging um 2.32 Uhr in der Leitstelle ein. Die Feuerwehr rückte mit Einsatzkräften der Hauptwache sowie den Löschgruppen Eidinghausen-Wöhren, Werste und Dehme aus. Als Einsatzleiter Nico Czimmernings die Lage vor Ort erkannte, erhöhte er die Alarmstufe – Einsatzkräfte der Löschgruppen Bad Oeynhausen-Lohe, Rehme und Volmerdingsen rückten nach. Das war um 2.42 Uhr. Carport und Fahrzeug standen in Vollbrand. „Am Wichtigsten war es, einen Übergriff des Feuers auf den Dachstuhl und das Nachbarhaus zu verhindern“, sagt Nico Czimmernings.

Niemand verletzt

Die insgesamt 50 Einsatzkräfte gehen zügig und systematisch vor. Sie bekämpfen den Brand mit fünf C-Rohren. Ein Trupp mit Atemschutzmasken geht in das Haus, um den Dachstuhl von innen zu sichern. Rauch zieht bereits durch die Räume. Doch die Feuerwehr löscht den Brand rechtzeitig. Am Ende ist das Dach zwar beschädigt, doch die Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres. Niemand ist verletzt worden.

„Irgendwas hat geknallt, als wir das Feuer bemerkt haben“, sagt Juan Martínez. Was das war, kann er nicht einschätzen. Martin Herder kann sich den Brand auch nicht erklären. „Wir haben das Auto am Vormittag abgestellt. Ich weiß einfach nicht, was das Feuer ausgelöst haben kann“, sagt er. Die Brandermittlung wird das Feuer untersuchen, um die Ursache und Schadenshöhe zu ermitteln.

„Für Spekulationen ist es viel zu früh“, sagt Nico Czimmernings. Der Einsatz dauert bis in die frühen Morgenstunden. Die Löschgruppe Rehme übernimmt währenddessen die Grundsicherung für Bad Oeynhausen, falls an anderer Stelle in der Stadt ein Feuer ausbrechen sollte.

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