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Lars Bökenkröger freut sich auf Aufgaben als Bad Oeynhausener Bürgermeister

Die Kette der Gratulanten reißt nicht ab

Bad Oeynhausen  (WB). Am Morgen nach der Bürgermeister-Stichwahl überwiegt bei Lars Bökenkröger die Euphorie. „Die letzte Nacht war kurz“, gibt der Wahlsieger im Gespräch mit dieser Zeitung offen zu.

Malte Samtenschnieder

Über mangelnden Zuspruch kann sich der künftige Bad Oeynhausener Bürgermeister Lars Bökenkröger nicht beklagen. Nachdem sein Wahlsieg feststeht, nimmt er unter anderem telefonisch die Glückwünsche von Anna Bölling entgegen. Die 40-Jährige wird neue Landrätin.

Seit sein Erfolg am frühen Sonntagabend unumkehrbar festgestanden habe, sei die Kette der Gratulanten nicht abgerissen. „Mich haben in den ersten Stunden bestimmt 100 Nachrichten per WhatsApp erreicht. Hinzu kommen unzählige E-Mails und zig Anrufe“, sagt der 46-Jährige.

Noch während der Präsentation der Wahlergebnisse im Rathaus I – das Endergebnis der Bürgermeister-Stichwahl sieht Lars Bökenkröger (CDU) bei 59,1 Prozent der abgegebenen Stimmen und Achim Wilmsmeier (SPD/BBO/UW/Linke) bei 40,9 Prozent der abgegebenen Stimmen – habe er einen Glückwunsch-Anruf von Parteifreundin Anna Bölling per Smartphone entgegengenommen.

„Selbstverständlich habe ich ihr auch zu ihrem großartigen Erfolg bei der Landratswahl gratuliert“, betont der Christdemokrat. Besonders gefreut habe ihn zudem, dass sich Weggefährten aus seiner Zeit in Berlin gemeldet hätten. Dort war der Bad Oeynhausener während des Studiums in der Jungen Union aktiv und Mitglied der Bezirksversammlung Mitte.

Sieg noch nicht realisiert

„So richtig habe ich den Wahlsieg noch nicht realisiert“, sagt Lars Bökenkröger. Dafür bleibt auch am Montag kaum Zeit. „Morgens bin ich ganz normal nach Bielefeld ins Büro gefahren“, erläutert der langjährige Pressesprecher der OstWestfalenLippe GmbH. Am Abend stehe ein Treffen der bisherigen CDU-Ratsfraktion an. Lars Bökenkröger: „Dabei werden wir selbstverständlich auch besprechen, wie es jetzt nach der Wahl weiter gehen soll.“

Der künftige Bad Oeynhausener Bürgermeister hofft, bis zu seinem offiziellen Amtsantritt am 1. November zumindest noch ein paar freie Tage abknapsen zu können. „Ich habe meiner Partnerin versprochen, dass wir nach dem langen Wahlkampf zumindest ein paar Urlaubstage an der Ostsee einschieben werden“, sagt Lars Bökenkröger. Ansonsten sei der Oktober eine Übergangsphase.

„Ich werde auf jeden Fall bereits vor meinem Amtsantritt das Gespräch mit den drei Beigeordneten suchen“, kündigt der Wahlsieger an. Dadurch erhoffe er sich einen tieferen Einblick in die Planungsstände zentraler Projekte. Überhaupt sei sein erstes Etappenziel als Bürgermeister eine umfassende Bestandsaufnahme.

Lars Bökenkröger: „Es geht schlichtweg um die Beantwortung der Frage: Wo stehen wir?“ Ob es zu diesem Zweck auch einen Austausch mit Amtsinhaber Achim Wilmsmeier geben wird, lässt Lars Bökenkröger offen: „Wir haben nach der Wahl noch kein tief greifenderes Gespräch geführt.“

Als Gast will der künftige Bürgermeister das Ende der auslaufenden Wahlperiode begleiten. Sowohl bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung an diesem Mittwoch als auch bei der letzten Ratssitzung eine Woche später will er dabei sein. Parallel dazu wolle er den Dialog mit den Bürgern aufnehmen. Lars Bökenkröger: „Ich stehe für einen kooperativen, kommunikativen Stil.“

Suche nach einer neuen Aufgabe

Er sei nach wie vor von der unerwartet deutlichen Niederlage sehr enttäuscht, sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich werde die nächsten Wochen bis zur Amtsübergabe nutzen, um dafür zu sorgen, dass die Verwaltung strukturiert weiterarbeiten kann“, kündigt der 51-Jährige an.

Wichtige Termine wolle er weiter wahrnehmen, aber auch am geplanten Familienurlaub in den Herbstferien festhalten. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit bin ich auch bei der letzten Ratssitzung am 7. Oktober dabei“, sagt Achim Wilmsmeier. Eine endgültige interne Abstimmung zu diesem Thema stehe allerdings noch aus.

Wie es für ihn nach dem Ende seiner Amtszeit weitergehe, sei noch völlig offen. „Ich habe keinen Plan B und werde mir jetzt intensiv Gedanken machen“, betont Achim Wilmsmeier. Ansatzpunkte gebe es genug.

Er sei Diplom-Verwaltungswirt, Diplom-Betriebswirt und habe ein Masterstudium Öffentliches Management absolviert. Auch verfüge er über einige Erfahrungen als Dozent. Achim Wilmsmeier: „Ich werde nun in Ruhe schauen, welche beruflichen Möglichkeiten sich langfristig für mich ergeben.“

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