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Bad Oeynhausen soll bis 2022 als familiengerechte Kommune zertifiziert werden

Die Kurstadt mit Kinderaugen betrachtet

Bad Oeynhausen (WB). Was sollte es deiner Meinung nach in Bad Oeynhausen häufiger geben? Dieser und weiteren Fragen sind 26 Kinder bei den Ferienspielen im Mehrgenerationenhaus an der Weserstraße nachgegangen. Spielerisch gaben die Jungen und Mädchen ihre Sicht auf die Kurstadt wieder.

Louis Ruthe

Sie wissen wie Bad Oeynhausen kinderfreundlicher wird (von links): Mila, Celina, Immanuel und Xenia. Foto: Louis Ruthe

Doch bei dem Spiel ging es um mehr als nur eine Kinder-Version von Bad Oeynhausen. Bis 2022 strebt die Stadtverwaltung an, Bad Oeynhausen als familiengerechte Kommune zertifizieren zu lassen. Deshalb nimmt die Stadt nun an einem Zertifizierungsverfahren des Vereins »Familiengerechte Kommune« teil.

In verschiedenen Abständen werden Kinder und Jugendliche der Stadt befragt. Den Auftakt machte nun eine Kindergruppe von Sieben- bis 13-Jährigen. In einem Ratespiel wurden die Jungen und Mädchen am Vormittag für das Thema sensibilisiert.

»Durch das Spiel sollte sich die Gruppe kennenlernen und sich über ihre Freizeitgestaltung austauschen«, sagte Petra Scholz, Teamleiterin des Fachbereiches offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Bad Oeynhausen.

Nach dem Mittag malten sich die Jungen und Mädchen dann ihr eigenes Bad Oeynhausen aus. In drei Gruppen mussten sie in kurzer Zeit vier Fragen beantworten. »Jeweils sieben Antworten hatte eine Gruppe pro Frage«, sagte Petra Scholz. Anschließend wurden die Antworten zusammengetragen und mit den Kinder diskutiert und nach Relevanz sortiert. »So ergibt sich für uns ein Pulk an Dingen, die sich die Kinder wünschen«, sagte Petra Scholz.

Kindern wünschen sich mehr Radwege und weniger Müll an den Schulen

Wenn es nach der Dehmerin Mila (8) ginge, würde es in Bad Oeynhausen demnächst bessere Radwege geben. »Auf den Weg zu meiner Schule muss ich vielbefahrene Straßen kreuzen«, erzählte das Mädchen. Immanuel (9) hingegen wünschte sich sichere Fußballplätze. »Und in einem besseren Zustand sollten die sein«, sagte der Junge. Gut finde er wiederum, dass es in Bad Oeynhausen so viele verschiede Vereine gibt.

Die Wulferdingsenerin Celina (9) wünschte sich mehr Kinderfeste in der Stadt: »Das könnten kleine Partys sein, wo Musik gespielt wird, viele Kinder zusammenkommen und wir auf einer Hüpfburg toben können.« Bei einigen Sachen waren sich so gut wie alle Kinder einig.

»Es sollte in Bad Oeynhausen immer zwei Freibäder geben«

»Es sollte in Bad Oeynhausen immer zwei Freibäder geben«, sagte Xenia (10). Wenn ein Freibad mal wegen Bauarbeiten geschlossen habe, könnten die Kinder dann ohne größere Probleme auf ein weiteres ausweichen.

Zudem bemängelten die Jungen und Mädchen den Zustand einiger Spielplätze und Grundschultoiletten. »Immer liegt Glas und Müll auf dem Spielplatz oder auf dem Schulhof«, sagte Mila.

Bis Dezember will die Stadt Bad Oeynhausen weitere Kinder und Jugendliche befragen, um sich so ein Bild zu verschaffen. »Dann werden wir uns mit der Politik an einen Tisch setzen und schauen, was machbar ist, und was nicht«, sagt Petra Scholz.

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