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Stream aus dem Theater in Bad Oeynhausen: „ABBA macht glücklich“ – Carolin Fortenbacher singt Welthits

Disko-Feeling für Zuhause

Bad Oeynhausen

Konzert-Feeling, gute Laune und ein Abstecher nach Griechenland – wer würde dazu in diesen Tagen schon Nein sagen? Für die Zuschauer des ersten Streaming-Konzerts hat Musical-Star Carolin Fortenbacher all das möglich gemacht.

Lydia Böhne

Von der Bühne des Theaters im Park ins heimische Wohnzimmer: 90 Minuten haben Carolin Fortenbacher und ihre Instrumentalisten die Zuschauer mit ihrem Programm „ABBA macht glücklich“ unterhalten. Die Aufnahme ist weiter on demand verfügbar. Foto: Lydia Böhne

Via Live-Übertragung schickte sie ihre Botschaft von der Bühne des Theaters im Park direkt in die heimischen Wohnzimmer ihres Publikums, unter dem Motto „ABBA macht glücklich“.

Zunächst wurden die Zuschauer von einem Bild des Theaters im Park, das den baldigen Showbeginn ankündigte, begrüßt. Der Ort, der eigentlich zur großen Konzertbühne werden sollte und an dem Carolin Fortenbacher gerne mit ihren Fans zu den Hits der schwedischen Popband getanzt hätte. Um Künstlern und Publikum dennoch ein bisschen Abwechslung in der mitunter tristen Pandemie-Zeit zu bieten, hat das Staatsbad einen Kultur-Livestream eingerichtet, der am Samstag erfolgreich Premiere feierte: Pünktlich um 19.30 öffnete sich das Hintergrundbild wie ein Theatervorhang und gab den Blick auf die illuminierte Bühne frei. Mit „Knowing Me, Knowing You“ eröffnete die Sängerin die Show-Übertragung, die im Nachhinein auch als Video-On-Demand zur Verfügung gestellt wurde.

Auch für die 57-Jährige und ihre Instrumentalisten Achim Rafain und Mirko Michalzik war es das erste Streaming-Konzert, wie die gebürtige Hamburgerin verriet. „Hallo da draußen“, begrüßte sie die Zuschauer. „Ob im Bad, in der Küche, im Schlafzimmer oder auf dem Klo – wir wollen euch ein bisschen Glück mitbringen“, fügte die Sängerin hinzu.

Wie man die Evergreens der weltberühmten Band am besten in Szene setzt, weiß Carolin Fortenbacher aus Erfahrung: Fünf Jahre lieh sie von 2002 an in 1200 Shows der weiblichen Hauptrolle „Donne“ im ABBA-Musical „Mamma Mia“ ihre Stimme. Wer allerdings eine ABBA-typische eher hohe, glockenhelle Stimme erwartete, der irrte. Mit ihrer tiefen, fast rauchigen Stimme verlieh die Musical-Darstellerin den bekannten Melodien eine eigene Note.

Zwischen den Stücken erzählte Carolin Fortenbacher von ihrer Musical-Zeit: „Vor der letzten Vorstellung standen wir alle im Kreis, um uns Stärke zu geben. Als ich in der Mitte war, sangen alle: ‚You can dance, you can jive‘.“ Eine Anekdote, die direkt den nächsten Hit einläutete: „Dancing Queen“.

Wer eines Tages die ganzen Geschichten hören will, müsse aber ein Live-Konzert besuchen, das sei laut der Sängerin noch einmal eine ganz andere Atmosphäre. Neben der Interaktion mit dem Publikum fehle ihr auch das Reisen. Wie wäre es also mit einem kleinen Ausflug nach Griechenland? Passend zum Song „I Have A Dream“ durften sich die Fans dann ins sonnige Urlaubsland träumen.

Eine Performance, die für reichlich Applaus sorgte – der in Corona-Zeiten leider nur vom Band kam. Wie es den Daheimgebliebenen gefiel? „Ich würde gerne wissen, was ihr denkt. Geht doch mal nah an den Computer und sprecht es rein“, ermunterte sie. Selbst für erfahrene Bühnenprofis sind die ungewöhnlichen Wege in der Pandemie Neuland: „Es ist so absurd“, stellte sie lachend fest.

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