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Auftakt vor dem Landgericht um eine Woche verschoben

Drei weitere Angeklagte im Drogenlabor-Prozess

Preußisch Oldendorf

Knapp zwei Jahre nach dem zufälligen Fund eines riesigen Drogenlabors in Börninghausen, kommt es jetzt zur Verhandlung vor dem Bielefelder Landgericht.

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In großen Mengen ist in Börninghausen Anfang 2019 der Drogen-Grundstoff Amphetaminöl hergestellt worden. Foto: Louis Ruthe

Der ursprünglich für Montag, 15. März, vorgesehene Prozessauftakt ist um eine Woche auf Montag, 22. März, 9 Uhr, verschoben worden. Grund offenbar: Es sitzen nun fünf Tatverdächtige auf der Anklagebank, bislang waren es zwei.

Im April 2019 war die heimische Feuerwehr zu einem Kabelbrand in einer Lagerhalle im Eggetal gerufen worden. Dort stießen die Feuwehrleute auf ein Drogenlabor mit 35.000 Litern Chemikalien. Seit Februar 2019 sollen dort ein jetzt 31-jähriger Rödinghausener und ein 39-jähriger Preußisch Oldendorfer die Halle angemietet und zum Labor umgebaut haben. Es wurden darüber hinaus zehn Mittäter sowie Verbindungen in die Niederlande angenommen. Die Ermittler sprechen in diesem Fall, derbundesweit Schlagzeilen machte, von der „Herstellung von Amphetaminöl im industriellen Ausmaß“. Es handelt sich dabei um den Grundstoff für synthetische Drogen wie Speed.

Bereits 2019 hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt,dass auch gegen vier namentlich bekannte Mittäter ermittelt werde. Gegen drei Niederländer ist nun auch Anklage erhoben worden. Den Niederländern – 37, 41 und 59 Jahre alt – wird zur Last gelegt, in der Lagerhalle das Amphetaminöl hergestellt zu haben. Sie seien dabei arbeitsteilig vorgegangen und hätten gegebenenfalls weitere Mittäter gehabt.

Für den Prozess hat das Landgericht neun Verhandlungstage anberaumt.

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