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Stadtrat macht Weg für neues Feuerwehrgerätehaus Süd in Bad Oeynhausen frei

Eine Chance für alle Beteiligten

Bad Oeynhausen  (WB). Die Weichen für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses Süd an der Detmolder Straße sind gestellt: Einstimmig haben die Mitglieder des Rates der Stadt Bad Oeynhausen am Mittwoch die Vergabe eines entsprechenden Planungsauftrages beschlossen. Dem war eine lebhafte Diskussion vorausgegangen.

Malte Samtenschnieder

Nach dem einstimmigen Votum des Stadtrates kann nun eine Entwurfsplanung für das neue Feuerwehrgerätehaus Süd an der Detmolder Straße in Auftrag gegeben werden. Foto: Paulwip/pixelio.de

Die Hintergründe des Zwei-Millionen-Euro-Projektes machte zu Beginn der Debatte Stefan Tödtmann, Beigeordneter für Bürgerdienste, deutlich. Als zentrale Anlaufstelle für den Süden der Stadt solle das neue Feuerwehrgerätehaus den Löschgruppen Altstadt und Lohe ein zeitgemäßes Zuhause bieten.

Die genannten Löschgruppen seien derzeit unterschiedlich gut aufgestellt. Mit elf Aktiven schwächele die Löschgruppe Altstadt bei ihrer Einsatzfähigkeit. Über 20 Mitglieder verfüge hingegen die Löschgruppe Lohe. Hinzu kämen noch mal doppelt so viele Mitglieder in der Loher Jugendfeuerwehr.

»Das Feuerwehrgerätehaus Süd ist auf Zuwachs ausgerichtet«, betonte Stefan Tödtmann. Dort sei nicht nur Platz für drei Großfahrzeuge und 50 Einsatzkräfte. Erstmals in der Geschichte der Feuerwehr der Stadt Bad Oeynhausen werde auch explizit ein Bereich für die Jugendfeuerwehr mit eingeplant. »Dieser ist für 30 Personen ausgelegt, so dass wir insgesamt Raum für 80 Personen haben«, sagte der Beigeordnete.

Zentrale Anlaufstelle im Süden

»Das neue Gebäude ist sowohl für die Löschgruppe Altstadt als auch für die Löschgruppe Lohe eine Chance«, sagte Stefan Meier, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Oeynhausen. Zudem seien vom neuen Domizil im Bad Oeynhausener Süden alle Einsatzorte in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. Das sei in der Vergangenheit anders gewesen, wie sich bei der Aufstellung des neuen Brandschutzbedarfsplans gezeigt habe.

»Ich habe Verständnis dafür, dass der Umzug der Löschgruppen sicherlich für den einen oder anderen nicht einfach ist«, sagte Stefan Meier. Dafür lege sich die Stadt bei der Realisierung des Feuerwehrgerätehauses aber auch mächtig ins Zeug.

Gerüchte, dass mit der Zusammenfassung der beiden Löschgruppen an einem Standort insbesondere die Auflösung der Löschgruppe Altstadt geplant sei, wies der Feuerwehrchef zurück. Vielmehr hoffe er darauf, dass die Löschgruppe Altstadt von der positiven Entwicklung bei der Löschgruppe Lohe profitiere und ebenfalls neue Mitglieder – sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche – hinzugewinne.

Fast 100 Prozent Zufriedenheit

Von einer überwiegend ablehnenden Haltung bei den beteiligten Löschgruppen gegenüber den Plänen der Verwaltung könne nicht die Rede sein, betonte Stefan Meier auf Nachfrage. Aus mehreren Gesprächsrunden sowohl auf Führungsebene, als auch mit den kompletten Mannschaften habe sich für ihn ein positives Stimmungsbild mit nahezu 100 Prozent Zufriedenheit ergeben.

Es gebe jedoch einige Mitglieder der Löschgruppe Altstadt, die den Plänen kritisch gegenüber stehen. Der Feuerwehrchef: »Diese Kameraden sind schon jetzt tagsüber nicht im eigentlichen Ausrückbereich, sondern in Eidinghausen tätig und können dem neuen Standort wenig abgewinnen.«

Kein alltägliches Bauprojekt

»Ist es richtig, dass die Stadt erst das Grundstück gekauft und dann geprüft hat, ob sich dort überhaupt ein Feuerwehrgerätehaus realisieren lässt?«, wollte Kurt Nagel (CDU) wissen. Stefan Tödtmann bestätigte dieses Vorgehen. »Wir bauen schließlich nicht jeden Tag ein Feuerwehrgerätehaus und mussten die räumlichen Anforderungen bezogen auf unsere Vorgaben für Einsatzkräfte und Jugendfeuerwehr durchrechnen«, sagte der Beigeordnete.

Dass Rat und Verwaltung durch den Bau des Feuerwehrgerätehauses zeigten, dass sie wissen, was sie an der Feuerwehr haben, betonten unter anderem Volker Brand (Grüne) und Olaf Winkelmann (SPD). »Es wird eine bestmögliche Ausstattung und Unterbringung gewährleistet«, meinte zudem Thomas Heilig (UW).

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