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Initiative Bad Oeynhausen will Einzelhandel mit verschiedenen Aktionen ankurbeln

Einkaufsnacht mit Beleuchtung der City

Bad Oeynhausen  (WB). Obwohl die Corona-Krise auch den heimischen Einzelhandel fest im Griff hat, steckt Tim Schütte den Kopf nicht in den Sand. „Bis zum Jahresende haben wir uns noch einiges vorgenommen“, sagt der Vorsitzende der Initiative Bad Oeynhausen im Gespräch mit dieser Zeitung. Voraussetzung sei jedoch, dass die weitere Pandemie-Entwicklung den Plänen keinen Strich durch die Rechnung mache.

Malte Samtenschnieder

Weil sich der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr coronabedingt auf den Inowroclaw-Platz und den Kurpark konzentrieren soll, wird es in der Klosterstraße keine Buden geben. Davon sind die Einzelhändler nicht begeistert. Die Alternative, dass der Weihnachtsmarkt komplett ausfällt, wäre laut Tim Schütte, Vorsitzender der Initiative Bad Oeynhausen, allerdings noch schlimmer. Foto: Malte Samtenschnieder

Wenn Tim Schütte an das gescheiterte Vorhaben zurückdenkt, Anfang September einen verkaufsoffenen Sonntag in Bad Oeynhausen zu veranstalten, hat er dafür nach wie vor wenig Verständnis.

„Leider hatte die Gewerkschaft Verdi – wie zuvor schon in anderen Kommunen – gegen unsere Pläne geklagt, was zur Folge hatte, dass das Oberverwaltungsgericht Münster die entsprechende Verordnung der Stadt in letzter Minute außer Kraft gesetzt hat“, sagt der Vorsitzende der Initiative.

Besonders die Kurzfristigkeit der Absage sei ärgerlich gewesen, da zu diesem Zeitpunkt schon viel Zeit – und auch Geld – in die Vorbereitungen des Verkaufssonntags geflossen seien.

Sonntagsöffnungen im Advent

Dass schrecke ihn und die weiteren Innenstadtkaufleute aber nicht ab, weiterzumachen, sagt Tim Schütte. So plane die Initiative, an möglichst allen vier Adventssonntagen (29. November sowie 6., 13. und 20. Dezember) zu öffnen, wie es eine Ende September vom Land NRW erlassene Verordnung ermögliche.

Tim Schütte: „Ich hoffe, dass diese Verordnung stichhaltiger ist als der Erlass zuvor und dass die Gewerkschaft Verdi diesmal vielleicht sogar auf eine Klage verzichtet.“ Optimistisch stimme ihn die Aussage der Landesregierung, dass mit den Sonntagsöffnungen eine Entzerrung der Verkaufsströme erreicht werden solle.

Die Sonntagsöffnungen im Advent seien aber selbstverständlich nur möglich, wenn die Corona-Zahlen dies auch zuließen. „Falls die Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Lockdown weiter steigen sollte, müssen wir uns keine Gedanken über verkaufsoffene Sonntag machen“, sagt der Einzelhändler.

Einkaufsnacht als Alternative

Die Initiative Bad Oeynhausen setze aber nicht allein auf Sonntagsöffnungen, um den Einzelhandel in der Innenstadt anzukurbeln. „Wir planen an einem der nächsten Freitage eine lange Einkaufsnacht“, sagt Tim Schütte.

Die Pläne für eine derartige Veranstaltung – es soll unter anderem die Innenstadt beleuchtet werden – lägen bereits fertig vor. Nun fehle nur noch das passende Datum.

„Die endgültige Entscheidung über den Termin wollen wir bei einer Versammlung der Initiative Bad Oeynhausen in der nächsten Woche treffen“, sagt der Vorsitzende. Selbstverständlich werfe man zuvor auch noch einmal einen genauen Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen.

Lob für Weihnachtsmarktpläne

Lobend äußert sich Tim Schütte über das von Staatsbad-Geschäftsführerin Beate Krämer coronabedingt überarbeitete Konzept für den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. „Natürlich wäre es uns allen am liebsten, wenn es auch in diesem Jahr Buden in der Fußgängerzone geben würde“, sagt der Vorsitzende der Initiative.

Das führe ja naturgemäß zu einer Erhöhung der Kundenfrequenz in den Geschäften. Jeder sehe aber ein, dass das in diesem Jahr coronabedingt nicht möglich sei. Tim Schütte: „Vor diesem Hintergrund bin ich froh über das modular aufgebaute Konzept, das Beate Krämer vorgelegt hat.“

Andere Kommunen hätten für ihre Weihnachtsmärkte bereits komplett die Notbremse gezogen. „Wenn das Infektionsgeschehen schlecht verläuft, bleibt uns hingegen in jedem Fall das neue Beleuchtungskonzept im Kurpark“, sagt der Vorsitzende der Initiative.

Wenn es gut laufe und die Corona-Zahlen konstant blieben oder sogar sänken, kämen Gastronomiebuden und Kunsthandwerkerstände – unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – in mehr oder weniger großem Umfang hinzu. „Es bleibt uns also in jedem Fall etwas. Und das ist viel besser, als die Alternative: nämlich, den Weihnachtsmarkt komplett abzusagen“, sagt Tim Schütte.

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