1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bad-oeynhausen
  6. >
  7. Eisenbahnerträume werden wahr

  8. >

Modelleisenbahnclub Bad Oeynhausen-Löhne lädt zu Schautagen im November

Eisenbahnerträume werden wahr

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Arbeit für mehrere Jahre wartet auf die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs Bad Oeynhausen-Löhne im neuen Domizil an der Obernbecker Steinstraße 13a. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Näherei sind mittlerweile renoviert, aber der Wiederaufbau der Modelleisenbahnen unterschiedlicher Spurweiten wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen.

Udo Gerloff (von links), Jürgen Miethke, Dieter Schiermeyer und Roland Westerheide – hier mit einem Teilstück der Modelleisenbahn der Spurweite N – freuen sich auf die nächsten Schautage des Modelleisenbahnclubs Bad Oeynhausen-Löhne. Foto: Andrea Berning

Davon können sich die Besucher einen Eindruck verschaffen, die wie früher in den Werster Räumlichkeiten üblich, an zwei Wochenenden im November zu Schautagen eingeladen sind. Der Verein öffnet am Samstag und Sonntag, 16. und 17. November (Volkstrauertag) sowie am Samstag und Sonntag, 23. und 24. November (Totensonntag) seine Türen zu den Modellbahntagen.

Das Besondere: In diesem Club gibt es Modelleisenbahnen ganz unterschiedlicher Spurweiten zu sehen. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr dürfen alle Interessierten den Hobby-Eisenbahnern über die Schulter schauen, viele Fragen stellen, das kulinarische Angebot genießen und an einer Tombola teilnehmen. Der Eintritt beträgt drei Euro, Familien zahlen sechs Euro.

Eisenbahnen können auf zwei Etagen rollen

Das bei weitem noch nicht alles fertig ist, ist keine Überraschung. Denn die Modelleisenbahner planen Großes: Auf detailgenauen Plänen haben sie aufgezeichnet, wie die Anlagen der Spurweiten H0 und N in den kommenden Jahren entstehen sollen. Das erfordert nicht nur das Verlegen von hunderten Metern an Schienen und Kabeln, sondern auch den Aufbau einer digitalen Steuerung für die Anlagen.

Die ehemalige Näherei Brinkmeier, die Kassierer Jürgen Miethke erworben hat und an den Verein vermietet, bietet auf zwei Etagen je 200 Quadratmeter Platz. Stolze 20,76 Meter lang soll die Anlage der Spurweite HO (die klassische Märklin-Anlage) werden. Bis jetzt steht der Unterbau, der so genannte Schattenbahnhof, auf dem später einmal die Züge parken werden, die gerade nicht durch die Landschaften unterwegs sind.

Auch die Gleiswendel an beiden Seiten sind bereits gebaut. Sie ermöglichen den Zügen, die nicht sehr steil bergauf fahren können, den Wechsel von den unteren auf die oberen Etage. Später einmal wird man sie nicht mehr sehen – in den alten Vereinsräumlichkeiten in Werste waren sie beispielsweise hinter einer Berglandschaft verschwunden. Jürgen Miethke nimmt stolz Platz vor den drei Monitoren, an denen demnächst das Geschehen auf den Gleisen überwacht und gesteuert wird.

Eisenbahner suchen Nachwuchs

Im Untergeschoss, wo auch die Besucher bewirtet werden, hat die LGB-Bahn, die Dieter Schiermeyer aufbaut, viel Platz. Hier stehen auch schon wieder einzelne Gebäude. Nachbarn sind die Wallücke-Bahn, die zu den Schautagen funktionieren wird, sowie die Spielbahn für die jungen Besucher. Gerade Kinder sind den Modelleisenbahnern willkommen, sie sind der gesuchte Nachwuchs, der fehlt.

Nach dem Umzug sind aber einige neue Mitglieder dazu gestoßen, das jüngste ist erst zwölf. Und was noch viel schöner ist: »Es sind sehr aktive Mitglieder«, sagt Jürgen Miethke. Aber jeder, der mitmachen will, ist willkommen, und kann sich bei den Clubabenden dienstags ab 18 Uhr einen Eindruck verschaffen.

Startseite