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Johanniter-Unfall-Hilfe plant an der Weserstraße Neubau für Mehrgenerationenhaus

Ende 2018 soll der Umzug erfolgen

Bad Oeynhausen (WB). Das Mehrgenerationenhaus der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) an der Portastraße ist stark frequentiert. Ein Grund zur Freude. Der Raummangel in der ehemaligen Kinderarzt-Praxis wird absehbar der Vergangenheit angehören. Voraussichtlich Ende 2018 soll der Umzug in einen Neubau an der Weserstraße erfolgen.

Lydia Böhne

Architekt Henning Bökamp (von links), Christiane Kern, Leiterin des Mehrgenerationenhauses und JUH-Regionalvorstand Christian Rehberg freuen sich darauf, dass das MGH voraussichtlich Ende 2018 in den großzügigen Neubau an der Weserstraße einziehen wird. Foto: Lydia Böhne

Die Planung übernimmt der Löhner Architekt Henning Bökamp. Er kümmert sich parallel zum Bauvorhaben des neuen Mehrgenerationenhauses (MGH) auch um die Errichtung einer Kindertagesstätte, die auf dem hinteren Teil des Grundstücks, das die JUH an der Weserstraße gekauft hat, entstehen soll. Wegen der räumlichen Nähe setze man auf eine optische Ähnlichkeit der Gebäude. Bauherr und Planer haben sich auch beim MGH für einen massiven Holzbau entschieden. Die Außenfassade wird mit einer Verschalung aus sibirischer Lärche veredelt. Sie entwickelt durch Verwitterung mit der Zeit eine silber-graue Optik. Der Unterschied ist, dass sich die Nutzung des MGH anders als beim eingeschossigen Kindergarten über vier Etagen verteilt.

Holzbau als Pilotprojekt

Ein Bauvorhaben, das es laut Henning Bökamp in dieser Form in der Region Ostwestfalen-Lippe so noch nicht gibt. Er bezeichnet den Bau des mehrgeschossigen Holzbaus als Pilotprojekt, das so in anderen Bundesländern aber sehr wohl schon praktiziert werde. »Die aktuelle Landesbauordnung erlaubt diesen Bau in NRW derzeit nicht«, erläuterte Bökamp. Dies soll sich mit der anstehenden Novellierung der Bauordnung NRW jedoch ändern. Bis es soweit ist, hat die JUH einen Abweichungsantrag gestellt. Laut Planung soll im November 2017 die Betonsohle gegossen werden. Von November bis Februar 2018 sollen die Treppentürme entstehen, und von Mitte Februar an soll mit dem Aufbau der vorgefertigten Holzkonstruktion begonnen werden. Auf zwölf Wochen schätzt der Architekt die Aufbauzeit. Abhängig von der Witterung könnte das MGH zwischen Dezember 2018 und März 2019 eröffnet werden.

Café mit etwa 50 Sitzplätzen

Im Erdgeschoss soll auf 140 Quadratmetern ein Café mit etwa 50 Sitzplätzen sowie eine neu eingerichtete Tagespflege mit 18 Plätzen entstehen. »Das Café soll als Verbindung und als Ort des Austausches zwischen den Generationen dienen«, erläuterte Christian Rehberg. Er ist Regionalvorstand der JUH im Regionalverband Minden-Ravensberg. Für die Tagespflege wolle man in Teilen neues Personal einstellen.

Das erste Obergeschoss (OG) gliedert sich in einen 160 Quadratmeter großen Saal, Büroräume, eine Sozialstation, Nebenräume sowie eine Dachterrasse, die vom Saal aus erreichbar sein soll. Durch Trennwände kann der Saal in drei Räume unterteilt werden. »Er kann als Kommunikationszentrum für Vereine oder Gruppen genutzt oder von Privatpersonen für eigene Festivitäten gemietet werden«, sagte Christiane Kern, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Eine Etage darüber befinden sich sieben Wohnungen für zwei Personen, Gemeinschafts- und Büroräume und eine Dachterrasse. Im dritten OG befinden sich weitere acht Wohnungen, die auf Einzelnutzer ausgerichtet sind. Die Wohnungen sollen an eingeschränkte Jugendliche, die durch den Wittekindshof betreut werden, vermietet werden. In die alten Räumlichkeiten an der Portastraße wird eine Versicherungsagentur einziehen.

Daten & Fakten zum Bauvorhaben

- Auf sechs Millionen Euro beziffert Christian Rehberg die Kosten für das Mehrgenerationenhaus (MGH) an der Weserstraße.

- Die gesamte Investitionssumme inklusive der Kindertagesstätte beläuft sich auf acht Millionen Euro.

- Der viergeschossige Komplex des Mehrgenerationenhauses entsteht auf einer Grundstücksgröße von 2300 Quadratmetern. Die KfW 55-Energiezentrale für beide Gebäude wird im MGH entstehen. Der geplante Parkplatz umfasst 29 Stellplätze.

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