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Stahlträger an Brücke im Verlauf der Oberbecksener Straße werden Samstag montiert

Erneut Sperrpause auf Nordbahnlinie

Bad Oeynhausen (WB/mcs). Die Bauarbeiten an einer Brücke im Verlauf der Oberbecksener Straße über die Nordbahnlinie gehen in die nächste Runde: Damit drei jeweils 34 Meter lange und 36 Tonnen schwere Stahlträger an Ort und Stelle gehoben werden können, wird die stark frequentierte Trasse in der Nacht zu Samstag von 0.15 bis 6.15 Uhr sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr komplett gesperrt.

Die Widerlager für die neue Brücke über die Nordbahn sind an beiden Seiten betoniert. In der Nacht zu Samstag sollen drei 34 Meter lange Stahlträger eingesetzt werden. Foto: Malte Samtenschnieder

»Davor und danach kommt es zu keinen Einschränkungen im Personenverkehr«, sagt ein Bahnsprecher. Der Güterverkehr sei bereits reduziert wegen laufender Gleis- und Weichenerneuerungen im Bahnhof Löhne. An den beiden folgenden Wochenenden würden – bei gleichen Sperrzeiten – die Arbeiten an Teilen der Brückenkonstruktion fortgesetzt. »Aufgrund der Totalsperrung der Strecke werden der Personenfernverkehr und der Güterverkehr weiträumig umgeleitet«, heißt es weiter von der Bahn. Der Nahverkehr werde durch Busse ersetzt.

Baufirma holt zehn Tage Rückstand auf

Dass die drei Stahlträger in der Nacht zu Samstag auf den bereits betonierten Widerlagern platziert werden können, ist laut Jan-Martin Müller vom Bereich Stadt- und Verkehrsplanung der Stadt nicht selbstverständlich.

»Zu Monatsbeginn waren wir mit den Bauarbeiten zehn Tage im Rückstand«, sagte Jan-Martin Müller. Um die aus unterschiedlichen Gründen verlorene Zeit aufzuholen, habe die zuständige Baufirma Becker aus Minden zwei Wochen lang auf einen Zwei-Schichten-Betrieb, teilweise auch am Wochenende, umgestellt, damit alle erforderlichen Arbeiten pünktlich bis zur Sperrpause an diesem Samstag erledigt sind. Jan-Martin Müller: »Der Termin der Sperrpause ist ja nicht verhandelbar.« Er sei bereits vor zig Monaten bei den zuständigen Stellen beantragt worden.

Stahlträger werden aus Zwickau angeliefert

Die Stahlträger werden laut Jan-Martin Müller per Tieflader aus Zwickau angeliefert. Die 60-Tonnen-Gespanne kommen aus Richtung Vlothoer Straße. »Den letzten Abschnitt der Königstraße legen sie rückwärts zurück«, erläutert der Projektbetreuer. Dann werden die 34 Meter langen Stahlelemente per Kran an ihren Bestimmungsort gehievt. Am südlichen Widerlager an der Königstraße werden die Träger anschließend auf einer Länge von mehreren Metern einbetoniert. Damit die Konstruktion nicht sofort unter Volllast steht, gibt es zwischen Königstraße und Gleisbett ein Hilfsjoch zur Unterstützung. »Das wird aber später entfernt«, kündigt Jan-Martin Müller an.

Was in den Sperrpausen an den folgenden Wochenenden passieren soll, ist ebenfalls bereits bekannt. »Während der zweiten Sperrpause werden fertige Betonteile auf die Stahlträger gelegt und abgedichtet«, erläutert der Projektkoordinator.

Während der dritten Pause würden Tragegerüste und Schalungen für den Überbau montiert, um anschließend die obere Betonschicht zu gießen. »Danach ist alles so abgesichert, dass wir die Bauarbeiten bei Teilsperrungen fortsetzen können«, sagt Jan-Martin Müller. Weitere komplette Sperrpausen seien nach den drei bevorstehenden Wochenenden nicht vorgesehen.

Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst

Der Projektkoordinator geht davon aus, dass die Bauarbeiten an dem 5,5 Millionen-Euro-Projekt planmäßig bis zum Herbst abgeschlossen werden können. Wie die Mehrkosten für den aufwendigen Abriss der alten Brücke im Verlauf der Oberbecksener Straße zwischen Weihnachten und Neujahr auf Stadt und Bahn aufgeteilt werden sollen, sei weiterhin offen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Planungen für die Erneuerungen der Eisenbahnunterführungen Steinstraße und Kaiserstraße/Herforder Straße noch nicht abgeschlossen. Die Brücken sollten nacheinander saniert werden, so dass immer eine Straße ohne Einschränkungen befahrbar bleibe, teilt die Bahn mit.

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