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Mehrere Maßnahmen aus Tourismuskonzept in Bad Oeynhausen in oder vor Umsetzung

Erste Erfolge (bald) sichtbar

Bad Oeynhausen  (WB). Seit der Ratssitzung im Dezember ist es um den einstimmig verabschiedeten Entwurf eines neuen Tourismuskonzeptes für Bad Oeynhausen öffentlich ruhig geworden. In der Folge ist das Papier aber keineswegs unbeachtet in einer Schublade verschwunden. Vielmehr befinden sich bereits diverse Maßnahmen in der Vorbereitung – oder sogar Umsetzung. Das hat Bürgermeister Achim Wilmsmeier auf Anfrage mitgeteilt.

Malte Samtenschnieder

Viele Maßnahmen aus dem neuen Tourismuskonzept drehen sich um den Kurpark und seine Einrichtungen. So soll beispielsweise in den Sommermonaten das Staatsbad-Orchester auf dem Vorplatz der Wandelhalle öffentliche Proben geben. Foto: Malte Samtenschnieder

»Bereits Ende 2018 ist eine Broschüre zum Thema ›Gruppenreisen‹ erschienen, an der wir als eine von 20 Kommunen unter dem Dach des Teutoburger-Wald-Tourismus beteiligt sind«, sagte Achim Wilmsmeier. Das Heft sei beispielsweise in der Tourist-Info im Haus des Gastes erhältlich.

Sein kulturelles Profil schärfe das Staatsbad derzeit unter anderem mit der Veranstaltungsreihe »Parole Hozo« über die goldenen 1920er Jahre in Bad Oeynhausen. Eine themenbezogene Vermarktung sei auch im Bereich »Wanderwege« geplant.

»Hier geht es insbesondere um die gerade vollzogene Anbindung des Kurparks an den Wittekindsweg«, betonte der Bürgermeister. Derzeit sei ein Konzept für die Standorte von Schildern und Wegmarken in Arbeit. Achim Wilmsmeier: »Ich hoffe, dass das bis Ende 2019 fertiggestellt wird. Dann kann die Vermarktung 2020 beginnen.«

Fördergelder für Solegarten

Auch im Hinblick auf den neben der ehemaligen Liegehalle im Kurpark geplanten Solegarten konnte der Bürgermeister Fortschritte verkünden: »Es ist uns gelungen, unsere Idee in ein interkommunales Projekt zur Regionale 2022 einzugliedern.« Derzeit werde an den für die Beantragung von Fördergeldern erforderlichen Steckbriefen gearbeitet. Dabei sei Disziplin gefragt. »Innerhalb vorgegebener Zeiträume müssen bestimmte Etappenziele erreicht werden«, betonte Achim Wilmsmeier.

Auch das bereits mehrfach im Betriebsausschuss Staatsbad thematisierte neue Beleuchtungskonzept für den Kurpark werde zunehmend konkreter. »Aktuell werden die Einzelstandorte geplant. Im nächsten Schritt folgt dann die Bemusterung der Leuchten«, kündigte der Bürgermeister an. Die Umsetzung solle voraussichtlich im zweiten Halbjahr beginnen.

Solebetrieb im Jordansprudel?

Noch nicht ganz so weit ist laut Achim Wilmsmeier die Prüfung eines temporären Sole-Betriebes des Jordansprudels gediehen. Derzeit kommt Werre-Wasser zum Einsatz. Bevor erste Ansätze für eine technische Lösung formuliert werden könnten, müsse das Bohrloch gereinigt werden. Dann solle es noch im Frühjahr eine Kamerabefahrung geben.

»Beim Jordansprudel müssen wir auch immer die Folgen eines möglichen erneuten Einsatzes von Sole im Blick haben«, sagte der Bürgermeister. Dazu formulierte er folgende Fragen: »Wo landet die Sole-Fontaine? Was passiert bei Wind? Wie kann die Sole aufgefangen werden? Was passiert mit Solekrusten? Welche Auswirkungen ergeben sich für die umliegende Vegetation?« Bis Ende 2019 hoffe er auf fundierte Informationen für eine abschließende Bewertung.

Zufahrtsbeschränkungen geplant

Im Bereich »Kurparkmanagement« stellte Achim Wilmsmeier ebenfalls Veränderungen in Aussicht: »Bereits im März soll eine technische Zufahrtsbeschränkung für Pkw am Kurparkeingang nahe Ronald-McDonald-Haus/Klinik am Rosengarten umgesetzt werden.« Dazu sei der Einbau einer Polleranlage, wie es sie beispielsweise am Inowroclaw-Platz gebe, vorgesehen.

Achim Wilmsmeier: »Für den Kurparkeingang im Bereich Badehaus I/Gollwitzer-Meier-Klinik planen wir ebenfalls eine Zufahrtsbeschränkung.« Derzeit sei das dort vorhandene Tor ständig geöffnet. Darüber hinaus sei die Einführung von festen Anlieferzeiten für die Ladenlokale in der Wandelhalle vorgesehen.

»Von Ende 2019 an wird es zudem keine regelmäßige Vermietung der Wandelhalle für private Feiern mehr geben«, sagte der Bürgermeister. Diese und weitere Maßnahmen seien Bestandteile einer neuen Kurparkordnung, die möglichst bis zur Jahresmitte vorgestellt werden soll.

Details würden zu gegebener Zeit durch Beschilderung vor Ort, Info-Flyer aber auch Informationen im Internet mitgeteilt. Achim Wilmsmeier: »Es ist einfach wichtig, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, dass es bestimmte Regeln für die Nutzung unseres Kurparks gibt.«

Keine Folgen für Parklichter-Festival

Folgen des neuen Regelwerks für den Ablauf des Parklichter-Festivals am ersten August-Wochenende sieht der Bürgermeister nicht: »Die Veranstaltung wird weiterlaufen wie bisher.«

Eine künftig stärkere Präsenz wünscht sich Achim Wilmsmeier in den Sommermonaten nicht nur für den Wachdienst und das Ordnungsamt, sondern auch für das Staatsbad-Orchester. »Es gibt Überlegungen dafür, die Präsenz des Kurorchesters im Park zu steigern, und dafür beispielsweise im Sommer die eine oder andere Probe auf den Platz vor der Wandelhalle zu verlegen«, sagte der Bürgermeister.

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