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Arbeiten im Siel in Bad Oeynhausen liegen im Zeitplan – Becken fürs Hallenbad sind bereits gegossen – Testbefüllung ist für April geplant

Es sieht immer mehr nach einem Bad aus

Bad Oeynhausen

Eine Lkw-Ladung Beton nach der anderen wird derzeit für den Neubau des Kombibades im Siel gegossen, so dass der Neubau inzwischen immer mehr in die Höhe ragt. Doch auch am Untergrund muss noch gearbeitet werden.

Louis Ruthe

Daniel Lögering von der Firma CMR GmbH ist für die Bauleitung des neuen Kombibades zuständig. Das neue große Becken des Hallenbades soll schon in vier bis sechs Wochen erstmals auf seine Dichtigkeit getestet werden. Foto: Louis Ruthe

Für den Bau der Umkleiden und des Foyers des Hallenbades sind nun 175 Betonstützen etwa acht Meter tief im Boden versenkt worden. In acht Wochen soll dann schon der grobe Rohbau stehen.

„Wir liegen derzeit sehr gut in der Zeit“, berichtet Daniel Lögering, Bauleiter der federführenden Baufirma CMR GmbH. Die 175 Betonpfähle seien für die Bodenverbesserung des künftigen Aufbaus notwendig, da der gesamte Bau auf schwammigem Boden errichtet werde. „Würden wir diese Pfähle nicht als Stützelemente gießen, sondern eine einfache Bodenplatte gießen, könnte es mit der Zeit passieren, dass die Bodenplatte springt oder sich Risse im Mauerwerk bilden“, sagt der Bauleiter. Ähnlich wie am ehemaligen Technikgebäude des Freibades.

Eigentlich waren sogar bis zu 195 solcher Stützen vorgesehen. Aktuelle statische Berechnungen zur Tragwerksplanung hätten jedoch gezeigt, dass 175 Stützen in der Summe reichen. Innerhalb von drei Tagen sind diese Betonpfähle mit Spezialmaschinen im Boden versenkt worden. „Dass es letztlich so viele sind, liegt daran, dass der Bau in einem Quellenschutzgebiet liegt“, berichtet Daniel Lögering.

Tiefer als acht Meter darf nicht gebohrt werden, und auch der Durchmesser der Bohrungen ist auf etwa 40 Zentimeter beschränkt. Schon nach wenigen Stunden sind die Stützen ausgehärtet, und der Bauleiter ist zuversichtlich, dass schon in acht Wochen deutlich zu erkennen ist, wie Foyer und Umkleiden künftig aussehen werden.

Holzdach von oben, Klinker von den Seiten

Auch mit dem Bau des Holzdaches des neuen Hallenbades soll dann begonnen werden. „Zeitgleich starten auch schon die ersten Klinkerarbeiten am neuen Hallenbad“, sagt Daniel Lögering. Ein weißer Klinkerstein ist für den Neubau vorgesehen. Dieser soll vor die gegossenen Betonwände gemauert werden.

Bis die Arbeiten an Dach und Wänden abgeschlossen sind, wird laut Bauleiter noch die sogenannte Wasserhaltung in Betrieb bleiben. Denn erst dann ist der Baukörper schwer genug, um dem Wasserdruck aus dem Untergrund Stand zu halten. „Bei einem extremen Hochwasser wird es in Zukunft zwingend erforderlich sein, dass die Becken gefüllt sind“, sagt Daniel Lögering. Derzeit sei es wichtig, das Wasser weiter abzupumpen, da sonst der Keller unter Wasser stehen würde.

Das erste gewollte Wasser wird in vier bis sechs Wochen in die Becken des Hallenbades gefüllt. Dann aber nur für eine erste Dichtigkeitsprüfung. „Nach wenigen Tagen werden wir das Wasser bereits wieder ablassen, damit mit dem Ausbau der Becken begonnen werden kann“, sagt Daniel Lögering. Ähnliches ist für den Sommer in den Freibadbecken vorgesehen.

Testbetrieb ist im Spätsommer geplant

Im Mai sollen dort die Edelstahlbecken auf den Prüfstand gestellt werden. Zudem ist ein kleiner Testbetrieb des Freibades zum Spätsommer hin geplant. So wollen die Stadtwerke sicherstellen, dass einem zeitigen Start in die Freibadsaison 2022 keine ungeahnten Probleme im Wege stehen.

Bis dahin solle in den kommenden Wochen immer mehr Technik in den neuen Gebäude installiert werden. Bis zu 35 Arbeiter tummeln sich zeitgleich auf der riesigen Baustelle. „Noch macht der Rohbau einen Großteil aus, das wird sich aber Schritt für Schritt ändern“, sagt Daniel Lögering.

Auch für den Bauleiter ist es spannend, den derzeitigen Fortschritt zu beobachten. „Ende des Jahres wird hier schon sehr viel nach einem Kombibad aussehen“, zeigt sich der Bauleiter zuversichtlich. Derzeit liege man etwa drei Wochen vor dem eigentlichen Zeitplan. Lediglich durch die zwei extremen Winterwochen im Februar sei der Baufortschritt unterbrochen worden.

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