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Stadt, Staatsbad und privater Sicherheitsdienst distanzieren sich von Vorfall am Samstagnachmittag

Falsche Masken-Kontrolle im Kurpark

Bad Oeynhausen

Für einiges Hin und Her zwischen Stadt, Staatsbad und einem privaten Sicherheitsdienst hat am Montag die Aufklärung eines Vorfalls gesorgt, der sich am Wochenende im Kurpark ereignet haben soll.

Malte Samtenschnieder

Die Maskenpflicht im Kurpark und in der Fußgängerzone ist am Freitag ausgelaufen. Bereits am Samstag wurden die entsprechenden Hinweisschilder (Foto) entfernt. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Ein Leser hatte sich nach einem Spaziergang an die Redaktion gewandt. Er schrieb: „Wir und weitere Besucher des Kurparks hatten am Samstag gegen 15.30 Uhr eine hitzige Diskussion mit dem Sicherheitsdienst im Kurpark, der auf das Tragen der Maske unter Androhung einer Strafe bestand.“ Wie dies sein könne, nachdem das WESTFALEN-BLATT über das Auslaufen der Maskenpflicht am Freitag berichtet habe, fragte der Leser.

„Die Maskenpflicht in der Fußgängerzone und im Kurpark ist am Freitag ausgelaufen, und sie wurde nicht verlängert“, bestätigte Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich am Montag auf Anfrage. Wie zuvor angekündigt, seien die entsprechenden Hinweisschilder an den Zugängen zu den genannten Bereichen am Samstag entfernt worden. Einen Grund für Kontrollen des Bereichs Sicherheit und Ordnung am Samstag im Kurpark habe es nicht gegeben. Volker Müller-Ulrich: „Dort waren zur genannten Zeit somit auch keine Mitarbeiter des Außendienstes im Einsatz.“

Nach Rücksprache mit dem Eigenbetrieb Staatsbad schloss der Stadtsprecher auch aus, dass sich Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes falsch verhalten hätten. Zwar seien am Samstagnachmittag keine Security-Leute des Unternehmens im Auftrag des Staatsbades im Kurpark im Einsatz gewesen. Das gleiche Unternehmen arbeite jedoch auch mit den an den Kurpark angrenzenden Kliniken zusammen. „Auf Nachfrage hat die Sicherheitsfirma aber versichert, dass dennoch keiner ihrer Mitarbeiter an dem genannten Vorfall beteiligt war“, sagte Volker Müller-Ulrich.

Der Stadtsprecher geht davon aus, dass es sich bei dem geschilderten Sachverhalt um einen bösen Scherz handelt. Vermutlich habe sich jemand ohne jedes Mandat als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aufgespielt und wider besseres Wissen auf die Einhaltung der zu dieser Zeit gar nicht mehr geltenden Maskenpflicht hingewiesen.

„Wenn sich jemand unsicher ist, welche Corona-Regeln aktuell in Bad Oeynhausen gelten, kann er sich jederzeit gerne an uns wenden“, sagte Volker Müller-Ulrich. Dies sei möglich über die städtische Hotline unter Telefon 05731/141000. Auch wenn jemand mit merkwürdigen Begebenheiten – wie der WB-Leser bei der vermeintlichen Kontrolle im Kurpark – konfrontiert werde, sei dies einen Anruf wert.

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