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Kinder- und Jugendfeuerwehren treffen sich in Bad Oeynhausen nicht mehr

Feuerwehr reagiert auf Corona-Lage

Bad Oeynhausen (WB). Bereits am Montag haben die Feuerwehren im Kreis Minden-Lübbecke den Übungsbetrieb eingestellt. Im Verlauf der Woche wurden die Maßnahmen weiter verstärkt.

Jenny Karpe

Die Feuerwehr in Bad Oeynhausen hat ihren Übungsbetrieb eingestellt. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr kommen bis Jahresende nicht mehr zusammen. Foto:

„Wir sind für die kommenden Herausforderungen gewappnet“, sagt Stefan Meier, Leiter der Feuerwehr Bad Oeynhausen. Sowohl die Feuerwache als auch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt werden sich streng an die Auflagen halten, die vom kommenden Montag an gelten sollen. Schon Anfang der Woche gab es Gespräche darüber, die Treffen der Kinder- und Jugendfeuerwehren einzuschränken. „Es tut einem innerlich weh, wenn die Kinder den Spaß an der Feuerwehr gerade nicht haben können“, sagt Stefan Meier. „Für uns ist es derzeit aber am wichtigsten, unsere Einsatzkräfte und deren Familien zu schützen. Darum wird es bis Ende des Jahres keine Kinder- und Jugendfeuerwehrtreffen mehr geben.“ Das sei länger als die notwendigen vier Wochen, aber ein sinnvoller Schritt. „Wir wollen gegenüber den Jungen und Mädchen keine Versprechungen machen, die wir nicht einhalten können“, sagt Stefan Meier.

Anweisung vom Krisenstab

Am Donnerstag, 29. Oktober, hat der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke die Feuerwehren angewiesen, alle Tätigkeiten einzuschränken. Die erwachsenen Feuerwehrleute verzichten deswegen ebenfalls auf Übungsdienste, auch Ehrenmitglieder und Musikzüge treffen sich nicht mehr.

Nur mit Maske auf das Gelände

„Auf der hauptamtlichen Wache ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Besucher von außerhalb dürfen das Gelände selbst mit Maske nicht mehr betreten“, erklärt Stefan Meier. „Den Einsatzdienst stellen wir sicher, so dass sich die Bürger darauf verlassen können, dass wir jederzeit zur Stelle sind. Auch dabei tragen wir natürlich einen Mund-Nase-Schutz.“ Durch Gruppen von neun Feuerwehrleuten, die stets mit denselben Kollegen arbeiten, soll unnötiger Kontakt untereinander vermieden werden.

Keine Teilnahme am Volkstrauertag

„Schade ist, dass demnach der Volkstrauertag dieses Jahr nicht veranstaltet wird. Da waren wir immer gerne dabei“, sagt Stefan Meier. „Es kommen aber auch wieder bessere Zeiten, und bis dahin können sich die Bürger wie gewohnt auf uns verlassen. Wir schaffen das.“

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