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Schon Stunden vorher ausverkauft: Gruppe Feuerflut fasziniert mit Kunststücken

Feuriges Finale

Löhne (WB). Der Tag neigt sich zum Ende, die Nacht bricht herein: Dann drehen Feuerflut noch mal so richtig auf, denn für die Feuerkünstler aus Herford ist die Dunkelheit der beste Effekt. Auf der Aqua Magica haben sie beim Finale der Reihe Sommertheater den Abendhimmel mit Funken, Flammen und Feuerfontänen erhellt.

Lydia Böhne

Auch in der neuen Location, der Naturbühne der Aqua Magica, kommt der Auftritt von Jens und Michelle von Feuerflut wunderbar zu Geltung. Foto: Lydia Böhne

Gespannt warten die 150 Besucher, die es sich auf den Rängen der Naturbühne im Aqua-Magica-Park bequem gemacht haben, auf den Beginn der Show. Ihre Blicke sind nach vorne Richtung Bühne geworfen, doch die Künstler haben sich für einen stimmungsvollen Auftakt für eine andere Variante entschieden: Statt gewöhnlich auf die Bühne zu gehen, schleichen sie sich zu der einsetzenden Musik von hinten an das Publikum heran.

Erst anmutig, dann wild

Anmutig schwenken Michelle und Jens brennende Bälle zu den Klängen von „Nothing Else Matters“. Nachdem die Besucher kurz auf Tuchfühlung mit dem Feuer gehen durften, heißt es nun Abstand halten, denn es wird wilder: Im Takt von Coldplays „Viva La Vida“ werfen die Künstler an beiden Enden brennende Stäbe in die Luft – „eine Nummer von 2013“, wie Jens berichtet. Nach der spektakulären Eröffnung hat der Kopf der Gruppe endlich Zeit, das Publikum zu begrüßen. „Unfassbar, wie voll es ist“, stellt er begeistert fest.

Schon Stunden vor der Veranstaltung hatte das Kulturbüro Löhne in den Sozialen Medien verkünden können, die Show sei ausverkauft. Seit Jahren ist der Auftritt von Feuerflut ein fester und beliebter Bestandteil des Löhner Straßentheaters auf dem Findeisen-Platz.

Erster Auftritt seit Februar

Mit ihren spannenden Shows haben sich die Künstler nicht nur in die Herzen der Löhner gespielt, sondern auch ein Stammpublikum erarbeitet. Als Belohnung für ihre treuen Unterstützer hat sich die Gruppe ein kleines Dankeschön überlegt: „Die längste Show, die wir jemals gespielt haben mit einem Querschnitt aus sieben Jahren Feuerflut“, sagt Jens. Für die Künstler ist es der erste öffentliche Auftritt seit Februar.

Die Freude, endlich wieder vor Publikum stehen und im Applaus baden zu können, ist den Feuer-Experten deutlich anzusehen. „Wir brauchen das“, bestätigt Jens und ruft die Besucher dazu auf, auch in Zeiten der Pandemie die Kulturveranstaltungen zu unterstützen. Weil das Publikum nicht genug von den waghalsigen Showeinlagen bekommen kann, muss Jens gleich dreimal den Feuerschlucker mimen.

Brandneue Nummer

Mystisch wird es, als der Profi den Teufelsstab auspackt. Der brennende Stab wird mit zwei weiteren Stäben gespielt und kann beispielsweise vier Umdrehungen in der Luft vollführen. Eine Nummer, die das Ensemble erst in diesem Jahr entwickelt hat und zur Techno-Version von „River Flows In You“ effektvoll inszeniert ist.

Als „brandneu“ könnte man die Nummer von Michelle bezeichnen. Zur Titelmelodie von „Fluch der Karibik“ schwingt sich die Künstlerin einen brennenden Hula-Hoop-Reifen um die Taille. „Eine Premiere“, wie Jens kommentiert.

Die Aufführung sei eigentlich erst für 2021 angedacht gewesen. Gleich drei Zugaben fordert das Publikum ein, bevor sich die Kulisse rund um die Naturbühne wieder verdunkelt und der Abend endet.

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