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Lübbecke/Minden/Bad Oeynhausen: Neue Allgemeinverfügung des Kreises schafft neue Situation für Gottesdienstbesucher

Fußgängerzone wieder „maskenfrei“

Lübbecke/Minden

Die Beschilderung zur Maskenpflicht in der Lübbecker Fußgängerzone ist abgehängt. In der Langen Straße muss keine Mund-Nase-Bedeckung mehr getragen werden.

wn

Die Maskenpflicht in der Innenstadt ist aufgehoben: in Lübbecke, Bad Oeynhausen und Minden. Bei den Gottesdiensten gilt jetzt aber eine strengere Regelung. Foto: Friederike Niemeyer

Für Lübbecke – wie auch für Minden und Bad Oeynhausen – hat die neue Allgemeinverfügung des Kreises Minden-Lübbecke nun Klarheit geschaffen und die noch in der alten Regelung zu den kreisweiten Corona-Schutzbestimmungen geltende Sonderregel nicht erneuert.

Bürgermeister Frank Haberbosch

Wie Lübbeckes Bürgermeister Frank Haberbosch erläuterte, sei derzeit eine Neuauflage trotz hoher Inzidenzwerte nicht geplant. „Die Maskenpflicht in der Innenstadt sollte ja den Läden die Möglichkeit schaffen, offen zu bleiben. Durch die neue Bundesgesetzgebung ist die Ladenöffnung jetzt ausschließlich an die Inzidenzen gekoppelt“, sagte Haberbosch. Aktuell ist im Kreisgebiet bei Inzidenzen über 150 nur das Modell „bestellen und abholen“ erlaubt.

Auch in Bad Oeynhausen behält man das Thema im Auge (die Schilder sind nur abgedeckt), plant aber wie auch in Minden derzeit keine neue „Maskenzone“.

Die Dienstag in Kraft getretene Allgemeinverfügung gilt bis einschließlich 14. Mai und enthält als wesentliche Neuerung eine Testpflicht für die Besucher religiöser Veranstaltungen. In der Regelung heißt es, dass „Personen, die an Gottesdiensten und ähnlichen Zusammenkünften zur Religionsausübung teilnehmen,“ das negative Ergebnis eines tagesaktuellen Tests bei sich führen müssen. „Die veranstaltenden Kirchen und Gemeinden kontrollieren die Einhaltung dieses Erfordernisses vor der Gewährung des Zutritts.“ Außerdem sollen die Kirchengemeinden ihre Teilnehmerzahlen (pro Quadratmeter) um 30 Prozent reduzieren. Maximal sind in geschlossenen Räumer weiterhin 100 Menschen erlaubt, draußen 250. Religiöse Versammlungen in Innenräumen dürfen maximal 60 Minuten dauern.

Die Kirchen und Gemeinden sind für die Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer auf elektronischem Wege (Excel-Programm oder Nachverfolgungs-App) verantwortlich und müssen die Versammlungen bei den Ordnungsämtern anmelden.

Des weiteren gelten im Kreisgebiet neben dem Bundesgesetz und NRW-Corona-Schutzverordnung die bereits bekannten Kreis-Regeln:

Im betrieblichen Zusammenhang ist innerhalb geschlossener Räumlichkeiten, in denen mehr als eine Person anwesend ist, eine medizinische Maske zu tragen, soweit es sich nicht um Personen handelt, die demselben Haushalt angehören. Der Arbeitgeber hat auf die Einhaltung dieser Regelungen hinzuwirken. Ausnahme: gut durchlüftete Werkshallen und körperlich anstrengende Arbeiten bei Wahrung von mindestens zwei Metern Abstand.

Bei gemeinsamen Fahrten in Autos ist eine medizinische Maske zu tragen, wenn Personen aus verschiedenen Haushalten anwesend sind. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind ausgenommen.

Und: Die Regelung hält auch die Möglichkeit offen, dass die Städte im Kreis stark frequentierte Orte unter freiem Himmel wieder mit einer Maskenpflichtbelegen dürfen.

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