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SPD, Grüne, BBO, Linke und UW bewerten Zusammenarbeit - Statement des Stadtverbandschefs der Löhner SPD

Gemeinsame Kandidatensuche geht weiter

Bad Oeynhausen (WB). Die Marschroute ist klar abgesteckt: Bei der Bürgermeisterwahl 2015 wollen SPD, Grüne, Bürger für Bad Oeynhausen, Linke und Unabhängige Wähler einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen schicken. Dass diese Zusammenarbeit nicht als Liebesheirat, sondern als Zweckbündnis zu sehen ist, machen die Beteiligten gegenüber dieser Zeitung deutlich.

Malte Samtenschnieder

Nach ersten erfolgsversprechenden Gesprächen wollen SPD, Grüne, BBO, Linke und UW die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2015 fortsetzen. Foto: Malte Samtenschnieder

Erste Ergebnisse des Zweckbündnisses sind seit Freitag bekannt: Wie das WESTFALEN-BLATT exklusiv in seiner Wochenendausgabe berichtete, hat der Löhner Achim Wilmsmeier, Kämmerer der Stadt Espelkamp, Gespräche mit den fünf Parteien über eine mögliche Bürgermeisterkandidatur in Bad Oeynhausen im nächsten Jahr bestätigt. Olaf Winkelmann (SPD) machte dazu am Freitag keine weiteren Angaben. »Ich bin weder befugt, Gespräche zu bestätigen, noch zu dementieren«, sagte er dieser Zeitung.

Ähnlich äußerte sich am Montag Volker Brand. »Bei der gemeinsamen Bürgermeistersuche sind wir derzeit mitten in einem Prozess – sie kann aber aus unserer Sicht erfolgreich sein«, sagte der Grünen-Politiker. Bei der Kooperation seiner Partei mit SPD, Bürgern für Bad Oeynhausen, Linken und Unabhängigen Wählern handele es sich um eine »Konstellation mit Perspektiven«, aber nicht um eine festgeschriebene Koalition.

»Bei der Zusammenarbeit der fünf Parteien von einem Bündnis zu sprechen, geht für mich derzeit zu weit«, sagte Reiner Barg (BBO). Es handele sich vielmehr um eine breitere politische Basis, auf der die Probleme der Stadt angepackt und gelöst werden können. Alle Fraktionen hätten dazu bei den Haushaltsberatungen ihren Willen gezeigt. Die Vorzeichen für die Suche nach einem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten seien ebenfalls gut. Zu Personalien machte Reiner Barg zwar keine Angaben. Er erklärte aber: »Wir haben in dieser Angelegenheit bereits sehr gute, konstruktive Gespräche miteinander geführt.«

Er sei mit der bisherigen Zusammenarbeit »mehr als zufrieden« betonte Andreas Korff (Linke). Mit vereinten Kräften sei es gelungen, für das Haushaltsjahr 2015 einen soliden Haushalt auf die Beine zu stellen. Nicht nur die Linken, sondern auch alle anderen beteiligten Fraktionen fänden ihre Anliegen darin berücksichtigt. Von einer Koalition könne allerdings nicht die Rede sein, selbst wenn die Kooperation bei der Suche nach einem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2015 fortgesetzt werden solle. »Zu Personalien werde ich mich im Alleingang derzeit nicht äußern«, sagte Andreas Korff.

Ob die Zusammenarbeit der fünf Parteien zukunftsfähig ist, bezeichnete Thomas Heilig (UW) als nebensächlich: »Es ist in der Vergangenheit auch mit wechselnden Mehrheiten gelungen, Positives zu bewegen.« Beim Haushalt 2015 sei es richtig gewesen, mit SPD, Grünen, BBO und Linken zusammenzuarbeiten. Ob das auch für die Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten gilt, wollte Thomas Heilig nicht sagen: »Dazu äußere ich mich nicht.«

»Ich wünsche Achim Wilmsmeier, dass es für ihn mit einer Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl 2015 in Bad Oeynhausen etwas wird«, sagte Egon Schewe, SPD-Stadtverbandsvositzender in Löhne. Sein Parteifreund verfüge als Kämmerer der Stadt Espelkamp über umfangreiche Kenntnisse interner Verwaltungsvorgänge. Zudem habe er vielfältige Erfahrungen im politischen Sektor gesammelt – etwa als Mitglied des Vorstandes der SPD-Ortsvereins Obernbeck. Wegen seines Engagements als sachkundiger Bürger habe er in der vergangenen Wahlperiode zudem regelmäßig an Sitzungen der SPD-Ratsfraktion teilgenommen.

Im Vorfeld der Nominierung eines SPD-Bürgermeisterkandidaten in Löhne selbst hat sich Achim Wilmsmeier laut Egon Schewe nicht ins Gespräch gebracht. »Er hätte durchaus ein potenzieller Bewerber sein können, hat das aber wohl für sich persönlich anders entschieden«, betonte der Löhner SPD-Chef.

Er selbst könne der Vorstellung, dass Achim Wilmsmeier bei der Bürgermeisterwahl 2015 in Bad Oeynhausen als gemeinsamer Kandidat von SPD, Grünen, Bürgern für Bad Oeynhausen, Linken und Unabhängigen Wählern antrete, viel Positives abgewinnen. Egon Schewe: »Als Löhner hat Achim Wilmsmeier seit langem einen Blick aus der Nähe auf die Geschehnisse in der Nachbarstadt.« Er müsse sich also nicht erst groß mit örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Zudem wisse er gut um die Verhältnisse in Löhne Bescheid, was langfristig dazu führen könne, dass beide Städte zusammenrücken. »Achim Wilmsmeier weiß, wovon er redet – deshalb wünsche ich ihm für seine mögliche Bürgermeisterkandidatur alles Gute«, sagte Egon Schewe.

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