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Quartettverein Bad Oeynhausen besucht Halka-Chor in Partnerstadt Inowroclaw

Gemeinsamer Gesang verbindet

Bad Oeynhausen (WB/mcs). Der heimische Quartettverein hat eine Konzertreise in Bad Oeynhausens Partnerstadt Ino­wroclaw unternommen. Der Männerchor folgte einer Einladung des Chores Halka, der Pfingsten seinen 95. Geburtstag feierte.

Bei einem Chorfestival im Solanki-Park von Bad Oeynhausens Partnerstadt Inowroclaw haben außer dem deutschen Quartettverein sieben weitere polnische Musikgruppen mitgewirkt. Foto:

Die polnischen Gastgeber hatten ein erlebnisreiches Programm für die Sänger aus Bad Oeynhausen ausgearbeitet. Gleich am ersten Tag empfing Rysard Brejza, Stadtpräsident von Inowroclaw, die Gäste zu einem kleinen Em­pfang im Rathaus. Günter Wittig, Vorsitzender des Quartettvereins, überreichte im Namen aller Sänger eine Zinnuhr mit einer besonderen Gravur.

Der Stadtpräsident bedankte sich und stellte zudem fest, dass die Freundschaft zwischen den polnischen und den deutschen Sängern nun schon so viele Jahre Bestand habe. Der von Sängern aus Bad Oeynhausen vor zehn Jahren überreichte Baum, wachse im Solanki-Park und sei das Sinnbild der seit zehn Jahren bestehenden Freundschaft.

Jubiläumskonzert mit vielen Gratulanten

Das Jubiläumskonzert des Halka-Chores ging im Stadttheater von Inowroclaw über die Bühne. Neben vielen Gratulanten und Ritualen präsentierten sich beide Chöre sowohl alleine als auch gemeinsam. Das abwechslungsreiche Programm begeisterte die Zuhörer, die viel Beifall spendeten.

Das gemeinsame Finale bestritten beide Chöre mit dem auf Polnisch vorgetragenen Stück »Inowowaski Solanki«. Es folgte die Europa-Hymne »Ode an die Freude«. Dabei stimmten sowohl der Halka-Chor als auch der Quartettverein je zwei Strophen in der jeweiligen Muttersprache an.

Sänger besuchen auch touristische Ziele

Auch einige touristische Ziele standen auf dem Programm. So brachen die Sänger des Quartettvereins am nächsten Tag zu einer Rundtour durch die Region Paluki auf. Diese wird oft als »Land der 130 Seen« oder auch Kleinmasuren bezeichnet.

Dort hatten die polnischen Gastgeber einen Besuch des archäologischen Museums in Biskupine, des Schmalspureisenbahnmuseums und einen kleinen Konzertauftritt im Palast von Lubostron vorgesehen. Bei warmem Sommerwetter lernten die Sänger auf der Rundfahrt eine bezaubernde Landschaft mit vielen Attraktionen kennen.

Am Pfingstsonntag gestalteten die Sänger des Quartettvereins eine Messe in der »Kleinen Basilika von Inowroclaw mit der lächelnden Madonna« mit. Ohne eine Zugabe nach der Messe wurde der Chor von den Gläubigen nicht entlassen.

Chorfestival mit acht Musikgruppen

Das geplante Chorfestival in der Muschel im Solanki-Park begann mit einem Umzug durch die Stadt. Acht Musikgruppen marschierten unter dem Beifall der Zuschauer zum Park. Nach einem Gruppenfoto aller Teilnehmer zeigten diese dort ihr Können. Den Abschluss des Konzertes gestalteten die beiden befreundeten Chöre mit gemeinsam vorgetragenen Liedern.

»Es war eine fantastische Konzertreise mit vielen Auftritten«, resümiert Günter Wittig. Neue Freundschaften seien geschlossen, alte Freundschaften gefestigt worden. Auch mehrere Bankette hätten den Gästen die polnische Gastfreundschaft vor Augen geführt. Sprachschwierigkeiten spielten keine Rolle. Es sei eifrig diskutiert, gestikuliert und gesungen worden.

Als sich der Quartettverein auf die Rückreise begab, reiste er laut Günter Wittig mit der Gewissheit ab, dass es sicherlich ein Wiedersehen geben wird, und dass der Quartettverein ein guter Botschafter Bad Oeynhausens gewesen sei. Ein Gegenbesuch des Halka-Chores sei für 2019 angedacht. »Dann feiert der Quartettverein sein 130-jähriges Bestehen«, sagte Günter Wittig.

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