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Friseure und Kosmetiker geben im Kaiserpalais in Bad Oeynhausen einen Vorgeschmack auf den Sommer

Haarige Hommage an die 1970er

Bad Oeynhausen/Löhne/Lübbecke/Herford (WB). Wer bei den Stichwörtern Blonde Geometry, Modern Wedge oder Trendy Shag an die Modewelt denkt, liegt schon mal gar nicht so falsch. Genauer gesagt handelt es sich aber um Frisurentrends der Frühjahr- und Sommersaison. Im GOP-Kaiserpalais haben die Friseur- und Kosmetik-Innung Herford und die Friseur-Innung Minden-Lübbecke einem Fachpublikum die neuen Looks präsentiert.

Lydia Böhne

Denroy Cadeau schneidet Jacqueline Wolter einen modischen Pony. Foto: Lydia Böhne

Mit den Worten: »Wir haben nie gänzlich ausgelernt, wir lernen immer dazu«, begrüßte Moderator Stefan Schwarze die Gäste im Varieté-Saal. Etwa 280 Friseure und Kosmetiker waren ins GOP-Kaiserpalais gekommen, um sich von den Trends des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks inspirieren zu lassen. Die Gesamtleitung hatte Bernd Ritter, Friseur in Löhne.

Vier Looks live auf der Bühne frisiert

14 Modelle waren dafür im Vorfeld der Show gestylt worden. Vier Looks wurden live

auf der Bühne frisiert, um dem Fachpublikum zu veranschaulichen, wie die Trends erarbeitet werden. Angelehnt ist die Haarmode am Mode-Stil der 1970er-Jahre. Weite Schlaghosen, grafische Muster oder lässige Kleider – was den Seventies-Style auszeichnete, haben die Experten für die Kopfkunst adaptiert. Entstanden sind Looks, die zwar nostalgischen Charme haben, aber etwa vier Jahrzehnte später edler und cleaner interpretiert werden.

Wer mutig und experimentierfreudig ist, kann sich zum Beispiel an den Modern Wedge wagen. Die grafische Kurzhaarfrisur setzt auf harte Konturen und ein volles Deckhaar. Für den androgynen Haarschnitt musste Model Olga Arnold tapfer sein. Nach und nach fielen ihre langen Haare. »Sie hat mir vorher gesagt, dass sie gerne eine Typveränderung möchte«, sagte Denroy Cadeu zur Beruhigung. Der Friseur aus Herford musste vor allem beim vollen Pony Präzision beweisen.

Die Stirnfransen sind auch beim Trendy Shag wesentliches Element. Gepaart mit einer langen Nackenpartie und runden Seitenpartien entsteht so ein cooler Look. Von einem »Pony auf Vorrat« riet Denroy Cadeu ab: »Er sieht erst richtig gut aus, wenn er ein wenig zu lang ist. Deshalb bloß nicht zu kurz schneiden.«

Bei den Herren dürfen die Haare wieder länger werden

Eine Hommage an die Disco-Queen ist der Look Flower-Power. Jessi Pinchi drehte dafür die eigentlich glatten Haare ihres Modells Carmen Schieke zu Locken auf und toupierte diese nach dem Öffnen auf. »Wir haben viel Festiger verwendet, eine mattierende Creme und abschließend Haarspray«, ergänzte Jessi Pinchi. daraus entstand ein cooler Afro-Look, den die Friseurin mit der Ombré-Färbetechnik veredelte. Im Bereich Haarfarben hat übrigens vor allem Weißblond ausgedient. Wer modisch sein will, greift ab sofort zu einem natürlichen Honigblond oder Schokobraun mit Highlights.

Bei den Herren dürfen die Haare wieder länger werden. Ob verwuschelt zum Messy-Hair oder einem New Vokuhila – statt vormals anrasierter Schläfen tragen Männer Mähne. Das Tolle: Alle Schnitte sind wandelbar. Durchgestuftes Messy-Hair kann in der Optik durch Locken variiert werden. »Man kann jeden Look seinem Träger anpassen«, ergänzte Stefan Schwarz.

Im Bereich Make-Up konnten sich die Gäste bei einem Workshop im Foyer Anregungen holen. Zum Bohème-Style passt etwa ein Senfgelb auf den Augenlidern. »Es gilt die Regel: Wenn man oben Farbe verwendet, sollte man es auf den Lippen ruhig halten«, sagte Julia Wattenberg. Die Friseurin aus Vlotho hatte noch einen Tipp: »Mit Schimmer auf den Lippen kann man mattem Nude-Lippenstift einen tollen Glow geben.« Schwarzer Eyeliner und Wimperntusche komplettieren den Look. »Bis die Mode richtig tragbar ist, vergehen noch einige Tage. Aber bis zum Sommer ist es ja auch noch ein wenig hin«, sagte Stefan Schwarz.

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