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Leistungskurse: Unterschiede zwischen Gymnasium und Gesamtschule

IKG-Abiturienten mögen Mathe

Bad Oeynhausen (WB). Englisch ist nach einer Statistik für das vergangene Jahr das beliebteste Abiturfach in NRW gewesen. Welche Fächer in diesem Jahr Favoriten vor Ort waren, hat das WESTFALEN-BLATT die Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums und der Gesamtschule gefragt. Dabei lag Englisch nicht immer vorn.

Angelina Zander

Dem Landesbetrieb Information und Technik NRW zufolge haben 2016 die meisten Abiturienten das Fach Englisch gewählt. Am Immanuel-Kant-Gymnasium ist es in diesem Jahr Mathematik, an der Gesamtschule Pädagogik.                            Foto:

Ein vielfältiges Angebot an Leistungskursen wird am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) angeboten, aus dem die 162 Abiturienten ihre Wahl trafen. In diesem Jahr sei für 62 Abiturienten der Mathematik-Leistungskurs erste Wahl im Abi gewesen, teilt Schulleiter Klaus Keßler mit. Das Angebot wurde auf drei Kurse aufgeteilt.

Damit liegt Mathematik am IKG knapp vor dem Fach Englisch mit insgesamt 54 Schülern. Auf dem dritten Rang liegt der Leistungskurs Deutsch mit 41 Schülern.

Laut einer Statistik des Landesbetriebs Information und Technik NRW (IT.NRW) lag Englisch im vergangenen Jahr landesweit auf dem ersten Platz vor Deutsch und Mathe. Am Gymnasium sind diese drei Fächer in der aktuellen Platzierung der Leistungskurse ebenfalls ganz vorne dabei.

Vielfalt bei den Abitur-Fächern

Einen Trend hat Keßler bei der Wahl des zweiten Leistungskurses festgestellt: »Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer scheinen die Schüler anzuziehen. Viele wählen Erdkunde oder Pädagogik aus.« Biologie und Chemie bewegen sich mit etwa 20 Schülern im Mittelfeld. Am schwächsten schneiden für die ersten beiden Abiturfächer Leistungskurse wie Kunst, Latein und Chemie mit maximal 15 Schülern ab. »Die kleinen Leistungskurse resultieren aus unserem großen Angebot. Unser Leitsatz heißt Vielfalt«, erklärt Keßler. Er sieht aufgrund des demografischen Wandels aber besonders die kleinen Leistungskurse gefährdet. »Die Prognosen für unsere Schülerzahlen bewegen sich zwischen 130 und 150 Schülern. Da wird es für Kurse wie Latein und Chemie mit wenigen Schülern schwierig«, sagt Keßler.

An der Gesamtschule ist ein anderer Trend zu erkennen. Das Fach Englisch erfuhr im Dreiklang Deutsch-Mathematik-Englisch bei den 92 Schülern dieses Abiturjahrgangs den größten Zulauf. Insgesamt 33 Schüler wählten Englisch als Leistungskurs. Trotzdem führen an der Gesamtschule laut Schulleiter Dirk Rahlmeyer zwei andere Kurse die Liste an: »Sozialwissenschaften und Pädagogik sind in diesem Jahr mit 48 und 50 Schülern die größten Leistungskurse gewesen.«

Als sechstes Leistungskursfach bietet die Schule Biologie an. Fächer wie Erdkunde, Geschichte und Religion werden aufgrund ihrer geringen Nachfrage nicht als Leistungskursfächer angeboten, können aber als drittes Fach gewählt werden.

Eine aktuelle Verschiebung bei der Verteilung der Fächerwahl stellte Rahlmeyer nicht fest. Die Sorge des Schulleiters des Gymnasiums, kleine Leistungskurse könnten wegbrechen, teilt Rahlmeyer nicht: »Wir wollen unser Angebot eher ausweiten und haben nicht die Sorge, zu schrumpfen«, erklärt der Schulleiter.

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