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Kreis Minden-Lübbecke bereitet sich auf nächste Personengruppe vor

Impfung derzeit nur bei höchster Priorität

Hille (WB/fn)

Immer wieder ist zu hören und zu lesen, dass bereits Menschen geimpft werden, die eigentlich erst nach den über 80-Jährigen dran sind. Im Kreis Minden-Lübbecke ist so etwas offenbar nur die Ausnahme.

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Im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke werden derzeit die Impfberechtigten mit der höchsten Priorität versorgt. Der Impfstoff von Biontech wird an die über 80-Jährigen verimpft. Foto: Arndt Hoppe

Das Impfzentrum des Kreis Minden-Lübbecke in Hille-Unterlübbe hat seit dem Start 5965 Menschen mit einer Erstimpfung versorgt. Außerdem sind nach Angaben der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen dort 86 Menschen zum zweiten Mal geimpft worden. Doch was heißt das genau: Wie weit ist die Impfkampagne?

Bislang werden fast ausschließlich Personen der Priorisierungsgruppe 1 („höchste Priorität“) geimpft, teilt der Kreis Minden-Lübbecke mit. Dazu gehören Menschen über 80 Jahre, Altenpflegekräfte, medizinisches Personal mit Kontakt zu Covid-19-Patienten oder zu Patienten mit potenziell tödlichem Krankheitsverlauf. Heime, Rettungsdienst und Krankenhäuser haben nach Angaben des Kreises fast ausnahmslos eine Erstimpfung erhalten, viele von ihnen auch schon die Zweitimpfung. Wie weit die Impfungen bei den daheim lebenden alten Menschen ist, ist dem Kreis nicht bekannt, weil dies von der Kassenärztlichen Vereinigung gesteuert werde. „Aber erst wenn alle Menschen aus der ersten Priorität ein Impfangebot erhalten haben, geht es in großer Zahl mit den Menschen der zweiten Priorität weiter“, sagt Kreissprecher Florian Hemann.

Bislang seien Menschen der zweiten Gruppe nur in Einzelfällen geimpft worden. „Wir gehen aber davon aus, dass in naher Zukunft im Kreis Minden-Lübbecke auch die Menschen der zweiten Priorität geimpft werden können.“ Dies sind dann Menschen über 70 Jahre, mit Trisomie 21, Patienten nach Organtransplantation, mit Demenz, geistiger Behinderung oder schweren Vorerkrankungen. Außerdem unter anderem weiteres medizinisches Personal mit Kontakt zu Covid-Patienten, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren, Polizisten sowie Pädagogen und Betreuer in Kitas, Grundschulen, Flüchtlingsheimen.

Wie konkret die Impfungen von den neu in die Gruppe 2 aufgenommenen Lehrern und Kita-Mitarbeitern ablaufen werden, ob etwa komplett über das Impfzentrum oder auch in mobilen Teams, dazu gab es vom Kreis noch keine Auskunft. Hemann: „Der Impferlass des Landes liegt noch nicht vor.“ Und es sei zum Beispiel nicht auszuschließen, dass der Gesetzgeber innerhalb der Gruppen weitere Abstufungen vornimmt. „Aus aktueller Sicht werden die Impfungen der genannten Mitarbeitenden voraussichtlich im Impfzentrum vorgenommen“, sagte er.

Ein Zeitpunkt, wann Hausärzte einbezogen werden, steht nach Kenntnis des Kreises noch nicht fest.

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