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Acht Millionen Euro werden in zwei Bauabschnitten investiert – Neues Brandschutzkonzept

Kernsanierung im Diabeteszentrum

Bad Oeynhausen (WB). Beim Gang durch die zweite Etage des Diabeteszentrums im Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) erinnert nicht mehr viel an eine Fachklinik. Derzeit wird diese Etage des Diabeteszentrums kernsaniert .

Louis Ruthe

Sind zuversichtlich: Oberarzt Dr. Michael Hauber (links) und Diethelm Tschöpe, Chefarzt des Diabeteszentrums im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen. Bis Frühjahr 2020 sollen die Arbeiten auf der zweiten Etage der Fachklinik abgeschlossen sein. Foto: Louis Ruthe

»Wir haben die Etage im Zuge unserer Modernisierungsarbeiten komplett entkernt«, sagt Marc Lohmeier, Technischer Leiter des HDZ. Für Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Chefarzt des Diabeteszentrums, und Dr. Michael Hauber, Oberarzt am HDZ, ein seltener Anblick. »Wir kennen die Station sonst nur im Arbeitszustand«, sagt Diethelm Tschöpe. Es sei wichtig, dass das 1965 eröffnete Diabetezentrum nun kernsaniert und auf den modernsten Stand der Technik gebracht werde.

Jeweils vier Millionen Euro

Für vier Millionen Euro soll in einem ersten Schritt die zweite Etage – mit etwa 1600 Quadratmetern Fläche – saniert werden. »In Zukunft werden 51 Betten in der zweiten Etage auf 29 Zimmer aufgeteilt werden«, berichtet Lohmeier. 20 Zweibettzimmer, ein Dreibettzimmer sowie acht Isolationszimmer – mit Kältedecken und Schleusen ausgestattet – sollen bis Frühjahr 2020 entstehen.

»Wir rechnen damit, dass wir mit den Bauarbeiten ein Grundgerüst für die nächsten 25 Jahre haben«, erklärt Marc Lohmeier. Nachdem die ersten Arbeiten abgeschlossen sind, werde direkt die erste Etage in Angriff genommen. »Dort werden wir ebenfalls etwa vier Millionen Euro in eine Kernsanierung des Gebäudeteils investieren«, sagt Lohmeier.

Patient im Fokus

Durch die Umbaumaßnahmen würden etwa 20 Betten »zum Wohl der Patienten« wegfallen. Denn statt der Betten soll auf der Etage eine Lounge mit einem Essensangebot entstehen. »Nebenbei sollen sich die Patienten dort austauschen können«, sagt Diethelm Tschöpe. Für ihn sei das psychische Befinden seiner Patienten während des Aufenthaltes von großer Bedeutung.

Deshalb begrüßt der 60-Jährige Leiter des Diabeteszentrums auch den Umbau der Isolationsstation. »Mit den neuen Zimmern wird den Patienten nicht mehr das Gefühl vermittelt, in dem Maße isoliert zu sein«, sagt Tschöpe. Ferner werde das Zentrum durch die Einzelzimmer flexibler. »Der Leitgedanke hinter der Sanierung ist es, die Versorgungswege für die Patienten zu optimieren«, sagt Tschöpe.

Vereinfachung der Arbeiten

Doch nicht nur für die Patienten soll der Aufenthalt im Diabeteszentrum einfacher gestaltet werden, sondern auch der Alltag der Mitarbeiter. »Durch weitere Verbands- und Behandlungsräume können bald so gut wie alle dieser Tätigkeiten auf einer Etage erfolgen«, sagt Michael Hauber. So könnten in Zukunft beispielsweise Wundpatienten schwerpunktmäßig noch besser behandelt werden. »In allen Räumen wird die telemetrische Überwachung auf neuesten Stand gebracht«, erklärt Tschöpe. So könne die Begleitung der Patienten im Einzelfall noch besser erfolgen.

Gebäude unterteilt

»Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Zeitplan halten können«, berichtet Lohmeier. Neu auf der Etage wird dann auch eine sogenannte Brandwand sein, die auch bei der kommenden Sanierung der ersten Etage eingebaut wird. »Dadurch kann im Brandfall das komplette Gebäude in zwei Teile aufgeteilt werden«, sagt Lohmeier. Zudem werde der gesamten Deckenbereich mit Brandschutzplatten versehen.

Ein weiterer Aspekt, der in den Planungen von Bedeutung war, ist die senioren- und behindertengerechte Ausstattung der Zimmer und Flure. »Unsere Patienten werden immer älter«, sagt Tschöpe.

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