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Viele Haushalte nutzen auf dem Recyclinghof das Angebot der Schadstoffsammlung

Lange Schlange nach der Corona-Pause

Bad Oeynhausen (WB). Farben, Lacke, Lösungsmittel, Akkus und andere schadstoffhaltige Abfälle: Nach zwei Monaten Pause in Folge der Corona-Pandemie konnten Bad Oeynhausener Bürger, und nur sie, sie am Samstag erstmals wieder auf dem Recyclinghof der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO) am Ruschpohlkamp abgeben. Und das Interesse war groß.

Finn Heitland

Momentaufnahme auf dem Recyclinghof am Ruschpohlkamp am Samstagmorgen: Dr. Thomas Steinert (rechts) gibt schadstoffhaltigen Abfall bei Markus Aßmann (Kreisabfall-Verwertungs-Gesellschaft) ab. Foto: Finn Heitland

Warteschlange bis zur Vlothoer Straße

Aufgrund der Corona-Krise hatten die Verantwortlichen der Kreisabfall-Verwertungs-Gesellschaft (KAVG) und der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO) entschieden, vorerst keine Sammlung durchzuführen. So war am Samstag aus diesem Grund viel los auf dem Gelände des Recyclinghofes. In der Zeit von 8 bis 12 Uhr wurden reichlich schadstoffhaltige Abfälle entgegen genommen. Die Schlange der Anlieferer mit ihren Fahrzeugen reichte oft vom Recyclinghof bis zur Vlothoer Straße. „Es war deutlich mehr los als sonst. Man merkt, dass die Leute zu Hause aufgeräumt haben“, sagte Markus Aßmann. Er steuert die Schadstoffannahme für die KAVG.

Einlasskontrolle

Normalerweise bewegen sich die Anlieferer zu Fuß auf dem Gelände und es ist einiges los. Das Team der Stadtwerke und der KAVG hatte aufgrund der durch die Corona-Krise bedingten Abstandsregelungen im Vorfeld ein Verkehrsleitsystem für die Annahme entwickelt. Bei der Einlasskontrolle wurden Anlieferer darauf hingewiesen, dass lediglich Schadstoffe angenommen werden. Dabei mussten einige Anlieferer abgewiesen werden. Bei auswertigen Kennzeichen, beispielsweise bei Firmenwagen, wurde eine Ausweiskontrolle vorgenommen. Auch die Anlieferanzahl auf dem Gelände konnte so begrenzt werden. Durch Absperrungen auf dem Gelände ergab sich ein vorgegebener Weg, der für den nötigen Abstand zwischen den einzelnen Anlieferern sorgte.

Gesichtsvisiere zum Schutz

Nach Angaben der Verantwortlichen habe der Ablauf sehr gut funktioniert und man werde für die Zukunft ein ähnliches Konzept entwickeln. „Bei zu langen Wartezeiten gibt es sonst oft Beschwerden. Dieses Mal ist es deutlich entspannter, obwohl so viel los ist“, sagte Markus Aßmann. Vorbereitend hatte man auch einen Abfallcontainer mehr bereitgestellt. Angelieferte Schadstoffe wurden allesamt angenommen, da diese nicht in den Privathaushalten bleiben sollen. Zum Schutz aller Anwesenden bestand die Pflicht eines Mund- und Nasenschutzes. Aus Sicherheitsgründen müssen die Mitarbeiter der KAVG sonst immer eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Nun gehören Gesichtsvisiere zum Schutz zu ihrer Ausstattung.

Wartezeiten in Kauf genommen

Viele verschiedene schadstoffhaltige Abfälle wollten die Anlieferer aus Bad Oeynhausen entsorgen. „Ich gebe Restfarben von einer Renovierung des Eigenheims ab. Die Wartezeiten nehme ich dafür gerne in Kauf“, sagte der Bad Oeynhausener Friedhelm Krone.

Weitere Informationen und Termine für die Schadstoffsammlung finden sich auf der Internetseite der SBO. Die Schadstoffsammlungen sind jeweils am vierten Samstag im Monat von 8 bis 12 Uhr. Die entsprechende Adresse auf der Internetseitet lautet: www.stadtwerke-badoeynhausen.de/de/Abfall/Abfalltrennung/Schadstoffe

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